In einer Zeit, in der die Welt auf moralische Orientierung hofft, tritt die Sterblichkeit auch an die Schwelle des Heiligen Stuhls: Papst Leo XIV., der erste amerikanische Papst der Geschichte, wurde in Rom erfolgreich wegen eines früh erkannten Lungenkrebses operiert. Der 71-Jährige, der 1,4 Milliarden Katholiken weltweit führt, unterzog sich dem Eingriff nur zwei Tage nach der Diagnose – ein Zeichen dafür, dass Entschlossenheit und Früherkennung gemeinsam das Schicksal wenden können. Die Kirche atmet auf, und die Welt schaut zu.
Papst Leo XIV. hat Lungenkrebs – Operation erfolgreich
Der Papst erholte sich normal aus der Narkose
Warum wurde die Operation so schnell durchgeführt? Nur zwei Tage zwischen Diagnose und Eingriff – ist das üblich?
Der Vatikan betont, dass die Ärzte zur Operation geraten haben. Bei einem bösartigen Knoten in frühem Stadium ist schnelles Handeln sinnvoll. Zwei Tage ist straff, aber nicht ungewöhnlich, wenn die Infrastruktur vorhanden ist.
Aber wir wissen nicht, wie lange der Knoten vorher schon da war. Die "Routineuntersuchung" am Sonntag – wann war die letzte vor dieser? Das könnte die Dringlichkeit erklären oder auch nicht.
Der Papst ist 71 Jahre alt und sehr aktiv. Wie wirkt sich eine Lungenoperation auf jemanden in diesem Alter aus?
Das hängt vom Allgemeinzustand ab. Leo trainiert regelmäßig, spielt Tennis, schwimmt. Das sind gute Voraussetzungen für die Genesung. Aber eine Lungenoperation ist ein großer Eingriff, auch für Jüngere.
Wir haben keine Informationen über mögliche Langzeitfolgen oder wie lange die Genesung dauern wird. "Etwa eine Woche" im Krankenhaus ist die Aussage – aber danach?
Die Südamerika-Reise im November ist noch geplant. Ist das realistisch?
Der Vatikan hat sie nicht abgesagt, was ein Signal ist. Aber zwischen Oktober und November liegen nur drei Wochen. Das ist sehr knapp nach einer Lungenoperation.
Genau. Das ist eine Hoffnung, keine Zusage. Wenn es Komplikationen gibt oder die Genesung langsamer verläuft, wird diese Reise verschoben. Das sollte man klar sagen.
Was bedeutet es, dass er selbst die Diagnose bekannt gegeben hat?
Es zeigt Transparenz und Kontrolle über die Narrative. Der Papst wollte nicht, dass Gerüchte entstehen. Er hat die Geschichte selbst erzählt.
Aber wir wissen nicht, wie lange er von der Diagnose wusste, bevor er sie öffentlich machte. "Kontrolluntersuchung" – wie regelmäßig sind diese? Das ist wichtig für die Frage, wie früh der Krebs erkannt wurde.
Der Puls
- Ein Routineknoten, der sich als Adenokarzinom entpuppte, warf plötzlich einen Schatten über das Pontifikat des erst seit Kurzem amtierenden Papstes.
- Innerhalb von nur zwei Tagen nach der öffentlichen Bekanntgabe lag Leo XIV. bereits auf dem Operationstisch der Gemelli-Klinik in Rom – die Dringlichkeit war spürbar.
- Der 90-minütige Eingriff verlief komplikationslos; der Papst erwachte normal aus der Narkose und befindet sich auf dem Weg der Erholung.
- Audienzen wurden abgesagt, ein internationales Bischofstreffen fällt aus – doch die geplante Südamerika-Reise im November steht bislang noch im Kalender.
- Aus aller Welt, auch aus Deutschland, erreichen den Papst Genesungswünsche – ein Zeichen, wie sehr seine Stimme in einer unruhigen Welt vermisst würde.
In einer Zeit, in der die Welt auf moralische Orientierung hofft, tritt die Sterblichkeit auch an die Schwelle des Heiligen Stuhls: Papst Leo XIV., der erste amerikanische Papst der Geschichte, wurde in Rom erfolgreich wegen eines früh erkannten Lungenkrebses operiert. Der 71-Jährige, der 1,4 Milliarden Katholiken weltweit führt, unterzog sich dem Eingriff nur zwei Tage nach der Diagnose – ein Zeichen dafür, dass Entschlossenheit und Früherkennung gemeinsam das Schicksal wenden können. Die Kirche atmet auf, und die Welt schaut zu.
Papst Leo XIV. ist an Lungenkrebs erkrankt. Bei einer Routineuntersuchung entdeckten Ärzte einen Knoten in der Lunge des 71-jährigen Kirchenführers – ein Fund, den Leo am Sonntag selbst öffentlich machte. Nur zwei Tage später unterzog er sich in der römischen Gemelli-Klinik einem rund 90-minütigen Eingriff, bei dem der untere Lappen seines rechten Lungenflügels entfernt wurde. Die Diagnose bestätigte sich: ein Adenokarzinom. Der Vatikan erklärte, die Operation sei erfolgreich und ohne Komplikationen verlaufen; der Papst sei normal aus der Narkose erwacht.
Die Nachricht überraschte viele, denn Leo gilt als körperlich aktiv – er spielt Tennis, schwimmt und trainiert regelmäßig. Für einen Papst ist er mit 71 Jahren noch vergleichsweise jung. Die Operation wurde von Professor Stefano Margaritora geleitet und fand in der Gemelli-Klinik statt, die einen eigenen Papst-Trakt besitzt und schon Leos Vorgänger Franziskus bis zu dessen Tod betreut hatte. Etwa eine Woche soll Leo dort zur Erholung bleiben.
Die Diagnose hat unmittelbare Folgen für seinen Terminkalender: Alle Audienzen bis Mitte nächster Woche wurden abgesagt, ein Abschlussgottesdienst auf dem Petersplatz entfällt. Die für November geplante Reise nach Uruguay, Argentinien und Peru ist hingegen weiterhin vorgesehen – Peru hat für Leo besondere Bedeutung, da er dort viele Jahre als Missionar und Bischof tätig war und die peruanische Staatsbürgerschaft besitzt.
Aus Deutschland kamen Genesungswünsche: Bundespräsident Steinmeier hob die Bedeutung der päpstlichen Stimme hervor, Bischof Heiner Wilmer kündigte besondere Fürbitten an. Dass die Früherkennung entscheidend war und der Eingriff so rasch erfolgte, gibt Anlass zur Hoffnung – für den Papst selbst und für die 1,4 Milliarden Katholiken, die er weltweit führt.
Papst Leo XIV. ist an Lungenkrebs erkrankt. Der 71-jährige Kirchenführer unterzog sich am Dienstag einer Operation in der römischen Gemelli-Klinik, nachdem Ärzte bei einer Routineuntersuchung einen Knoten in seiner Lunge entdeckt hatten. Bei dem etwa 90-minütigen Eingriff wurde der untere Lappen seines rechten Lungenflügels entfernt. Die Diagnose bestätigte sich: ein Adenokarzinom, eine häufige Form von Lungenkrebs. Der Vatikan teilte mit, dass der Eingriff erfolgreich und ohne Komplikationen verlaufen sei. Der Papst sei normal aus der Narkose erwacht und befinde sich zur Genesung in seinem Krankenzimmer.
Die Nachricht kam überraschend. Am Sonntag hatte Leo selbst öffentlich gemacht, dass bei einer Kontrolluntersuchung ein Knoten in sehr frühem Stadium gefunden worden sei. Bis dahin waren keine gesundheitlichen Probleme des ersten amerikanischen Papstes in der Geschichte der katholischen Kirche bekannt gewesen. Der 71-Jährige gilt als aktiv: er spielt Tennis, schwimmt regelmäßig und trainiert. Mit seinem Alter ist er für einen Papst noch verhältnismäßig jung.
Die Operation wurde von Professor Stefano Margaritora geleitet, einem renommierten italienischen Chirurgen. Sie fand in der Gemelli-Klinik statt, die am Rande Roms liegt und einen eigenen Papst-Trakt im zehnten Stock besitzt. Dort werden die Oberhäupter der katholischen Kirche rund um die Uhr versorgt. Auch Leos Vorgänger, Papst Franziskus, wurde dort bis zu seinem Tod mit 88 Jahren behandelt. Der aktuelle Papst soll sich etwa eine Woche im Krankenhaus erholen.
Die Diagnose hat unmittelbare Auswirkungen auf seinen Terminkalender. Alle Audienzen bis Mitte der kommenden Woche wurden abgesagt. Ein internationales Bischofstreffen zu Ehe und Familie, bei dem der Papst am Mittwoch einen Abschlussgottesdienst auf dem Petersplatz leiten sollte, fällt aus. Im November ist jedoch eine fast zweiwöchige Reise nach Uruguay, Argentinien und Peru geplant, die bislang nicht abgesagt wurde. Peru hat für Leo besondere Bedeutung: er war dort viele Jahre als Missionar und Bischof des Augustinerordens tätig und besitzt die peruanische Staatsbürgerschaft.
Aus Deutschland kamen Genesungswünsche. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier betonte die Bedeutung der Stimme des Papstes zu aktuellen Fragen und Herausforderungen. Er erinnerte sich an ein persönliches Treffen mit Leo im September 2025. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Heiner Wilmer, schrieb in den sozialen Medien, dass der Papst in den kommenden Tagen besonders in den Gebeten der Kirche eingeschlossen werde.
Der Papst führt weltweit 1,4 Milliarden Katholiken an. Dass er sich selbst zur Operation entschlossen hat und diese bereits zwei Tage nach der Diagnose stattfand, zeigt die Entschlossenheit, mit der die medizinische Situation angegangen wurde. Der entfernte Lungenknoten war nach Angaben des Vatikans bösartig. Die schnelle Behandlung und der erfolgreiche Verlauf deuten darauf hin, dass die Früherkennung entscheidend war.
Bemerkenswerte Zitate
Die Stimme des Papstes zu den aktuellen Fragen und Herausforderungen unserer Zeit ist für viele Menschen weltweit, auch in Deutschland, über die konfessionellen Grenzen hinaus von besonderer Bedeutung und wertvoll— Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier
Wir wünschen dem Heiligen Vater nun vor allem Ruhe und Kraft für seine Genesung. In den kommenden Tagen werden wir ihn besonders in unsere Gebete einschließen.— Bischof Heiner Wilmer, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz