Bas nach Rücktritt im Interview: Abrechnung mit Merz, CDU und SPD

Das werde ich mir nicht mehr lange gefallen lassen
Diesen Satz soll Bärbel Bas nach Berichten der Welt zum Kanzler gesagt haben.
Mark

Warum ist dieses Interview mehr als eine persönliche Abrechnung?

Mimi

Weil Bas bis vor Kurzem im Kabinett saß. Sie spricht über Interna einer Regierung, die sie selbst mitgetragen hat.

Mark

Und sie kritisiert auch die eigene Partei?

Mimi

So berichten es Bild und Welt: Merz, die CDU und die SPD. Das ist ungewöhnlich.

Luke

Wir kennen aber nur Ausschnitte aus zweiter Hand. Der Satz „Das werde ich mir nicht mehr lange gefallen lassen“ stammt aus der Welt-Überschrift, den Zusammenhang kennen wir nicht.

Mark

Gibt es einen konkreten Auslöser des Rücktritts?

Luke

In den vorliegenden Texten nicht. Was genau passiert ist, ist offen.

Mimi

Lisa Paus sagt, man habe gedacht, man könne sich das bei Bas erlauben. Das zeigt, wie manche den Umgang mit ihr deuten.

Luke

Das ist Paus' Einschätzung, keine Bestätigung. Ob Bas es so sieht, wissen wir erst nach der Sendung.

Mark

Was sollte man beobachten?

Mimi

Die Reaktionen aus Kanzleramt und SPD-Spitze und was das für die Koalition bedeutet.

  • Bärbel Bas bricht nach ihrem Rücktritt erstmals öffentlich das Schweigen und lässt die Berliner Politik aufhorchen.
  • Ihr Satz „Das werde ich mir nicht mehr lange gefallen lassen“ trifft direkt Kanzler Merz und sorgt für Unruhe in der Koalition.
  • Mit Kritik nicht nur an der Union, sondern auch an der eigenen SPD wird der Schritt politisch heikel.
  • Die Sendung im WDR um 22:15 Uhr soll die Konfrontation mit Markus Feldenkirchen zeigen, während Stimmen wie Lisa Paus die Debatte bereits anheizen.
  • Wie SPD und CDU reagieren und ob der Bruch in der Koalition vertieft wird, ist noch offen.

Am Abend des 2. November spricht Bärbel Bas, die als Bundesarbeitsministerin zurückgetreten ist, erstmals öffentlich über die Hintergründe ihres Abschieds aus dem Kabinett. Ihre Worte richten sich an Kanzler Friedrich Merz, an die Union und an die eigene SPD, mit der sie bis zuletzt Regierungsverantwortung trug. Der Schritt zeigt, wie brüchig das Vertrauen in einer Koalition werden kann, die ohnehin unter Spannung steht. Wie tief der Riss reicht, wird sich erst in den Reaktionen der kommenden Tage zeigen.

Am Abend des 2. November, um 22:15 Uhr, läuft im WDR ein Gespräch, auf das viele in Berlin gewartet haben. Bärbel Bas, die als Bundesarbeitsministerin zurückgetreten ist, spricht erstmals öffentlich über die Hintergründe. Ihr gegenüber sitzt der Journalist Markus Feldenkirchen, und das Programm kündigt eine Konfrontation an.

Vorab zitierte Berichte zeigen die Richtung. Bas soll zu Kanzler Merz gesagt haben: „Das werde ich mir nicht mehr lange gefallen lassen.“ Ihre Kritik richtet sich laut Berichten an Merz, die CDU und die eigene SPD, die die Koalition mitträgt. Gerade diese dritte Adresse macht den Schritt heikel.

Was genau zum Rücktritt führte, ist aus den bisherigen Ausschnitten nur in Umrissen erkennbar. Lisa Paus meldete sich bereits mit der Bemerkung, man habe gedacht, man könne sich das bei Bas erlauben. Ob Bas selbst so argumentiert, ist nicht belegt.

Für die Regierung beginnt nun eine schwierige Phase. Wie SPD und CDU auf die Vorwürfe reagieren, wird zeigen, wie tief der Bruch reicht.

Am Abend des 2. November, um 22:15 Uhr, läuft im WDR ein Gespräch, auf das in Berlin viele gewartet haben: Bärbel Bas, die als Bundesarbeitsministerin zurückgetreten ist, äußert sich zum ersten Mal öffentlich zu den Hintergründen. Gegenüber sitzt ihr der Journalist Markus Feldenkirchen. Das Programm kündigt die Begegnung als Konfrontation an.

Schon vor der Ausstrahlung wird einiges aus dem Interview zitiert. Die Welt gibt einen Satz wieder, den Bas nach eigener Darstellung zum Kanzler gesagt hat: „Das werde ich mir nicht mehr lange gefallen lassen.“ Bild beschreibt das Gespräch als ihre Abrechnung mit Friedrich Merz, der CDU und der eigenen Partei, der SPD.

Damit richtet sich ihre Kritik nach den vorliegenden Berichten an drei Adressen: den Kanzler, dessen Union und die Sozialdemokraten, für die sie bis zu ihrem Rücktritt am Kabinettstisch saß. Dass sie auch die SPD nicht ausnimmt, macht den Schritt politisch heikel, denn die Partei trägt die Koalition mit.

Was genau zum Rücktritt geführt hat, lässt sich aus den bisher veröffentlichten Ausschnitten nur in Umrissen erkennen. Die Berichte nennen die Auseinandersetzung mit Merz und das Verhältnis zu den eigenen Leuten als Hintergrund, Details zu einzelnen Vorgängen liefern sie in den vorliegenden Zeilen nicht. Wer mehr wissen will, wird die Sendung selbst abwarten müssen.

Schon jetzt melden sich andere zu Wort. Die frühere Grünen-Politikerin Lisa Paus wird von der Frankfurter Rundschau mit dem Satz zitiert, man habe gedacht, man könne sich das bei ihr erlauben. Die Aussage deutet an, dass Bas aus Sicht mancher Beobachter in der Koalition nicht den Respekt erfuhr, den ihr Amt verlangt hätte. Ob Bas selbst das so sieht, ist aus den Ausschnitten nicht belegt.

Für die Regierung stellt sich nun die Frage, wie sie mit der öffentlichen Kritik einer ehemaligen Ministerin umgeht. Die Reaktionen aus SPD und CDU nach der Ausstrahlung und die weitere Dynamik der Koalition dürften zeigen, wie tief der Bruch reicht.

Das werde ich mir nicht mehr lange gefallen lassen.
— Bärbel Bas an Kanzler Merz, laut Welt
Man dachte, man könne sich das bei ihr erlauben.
— Lisa Paus, laut Frankfurter Rundschau
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