Auf einer Baustelle im südtürkischen Antalya hat ein Wirbelsturm das Leben von vier Arbeitern genommen, die dort in einfachen Containern wohnten, weil das Gelände ihr Zuhause auf Zeit war. Ein weiterer Mensch wurde verletzt, und Teile der zerstörten Unterkünfte wurden durch die Luft geschleudert, als hätte die Natur sich ihre Trümmer selbst ausgesucht. Die Behörden suchen nun nach den Verantwortlichen für das, was an diesem Ort Schutz hätte bieten sollen. Der Vorfall trifft eine Stadt, die in wenigen Wochen Gastgeber einer Weltklimakonferenz sein wird, und stellt die Frage, wie ernst Sicherhei
Tornado in Antalya tötet vier Bauarbeiter – Wohncontainer zerstört
Der Tornado zerstörte genau die Unterkunft, in der die Arbeiter lebten.
Vier Tote auf einer Baustelle, das ist erst einmal ein Unglück. Warum ist es mehr als eine Wettermeldung?
Weil die Männer in Containern auf der Baustelle wohnten. Der Tornado zerstörte genau diese Unterkunft, und noch am selben Tag wurden vier Menschen festgenommen, darunter der Firmenbesitzer.
Wichtig ist, was wir wissen: Es gab Festnahmen. Welche Vorwürfe erhoben werden, steht in den Angaben nicht. Wir sollten also nicht so tun, als sei die Schuldfrage geklärt.
Drei der Toten waren Syrer. Sagt das etwas aus?
Es ist eine Angabe des Gouverneurs laut Anadolu. Mehr wissen wir über die Männer nicht, weder Namen noch Alter.
Genau, und ob ihre Herkunft mit den Wohnbedingungen zusammenhängt, lässt sich aus dem Material nicht ableiten.
Was ist mit den Gewächshäusern?
Im Westen der Provinz wurden viele beschädigt, und die Region ist ein wichtiges Anbaugebiet für Gemüse und Zitrusfrüchte.
Eine Schadenssumme nennt niemand. Das Wort zahlreich ist die ganze Information.
Und der Klimagipfel?
Er beginnt am 9. November in Antalya. Zuvor gab es schon die Überschwemmungen in Istanbul mit mindestens acht Toten.
Die Berichte stellen keinen ursächlichen Zusammenhang zwischen diesen Ereignissen und dem Klimawandel her. Die zeitliche Nähe ist eine Tatsache, mehr nicht.
O Pulso
- Ein Wirbelsturm reißt in Antalya zwei Wohncontainer auseinander, und vier Bauarbeiter sterben.
- Trümmerteile fliegen hunderte Meter weit, ein Kran stürzt auf der Baustelle um, und ein weiterer Arbeiter wird verletzt.
- Die Behörden nehmen vier Personen fest, darunter den Besitzer der zuständigen Baufirma, und prüfen die Verantwortung für die Unterbringung.
- Gewächshäuser im Westen der Provinz gehen zu Bruch, während der Wetterdienst vor weiteren Unwettern warnt und Istanbul im Verkehrschaos versinkt.
- Wenige Wochen vor der Weltklimakonferenz in Antalya steht die Frage im Raum, wie belastbar die Sicherheit auf Baustellen wirklich ist.
Auf einer Baustelle im südtürkischen Antalya hat ein Wirbelsturm das Leben von vier Arbeitern genommen, die dort in einfachen Containern wohnten, weil das Gelände ihr Zuhause auf Zeit war. Ein weiterer Mensch wurde verletzt, und Teile der zerstörten Unterkünfte wurden durch die Luft geschleudert, als hätte die Natur sich ihre Trümmer selbst ausgesucht. Die Behörden suchen nun nach den Verantwortlichen für das, was an diesem Ort Schutz hätte bieten sollen. Der Vorfall trifft eine Stadt, die in wenigen Wochen Gastgeber einer Weltklimakonferenz sein wird, und stellt die Frage, wie ernst Sicherheit und Fürsorge für die Menschen gemeint sind, die das Fundament des Bauens tragen.
Auf einer Baustelle im südtürkischen Antalya hat ein Wirbelsturm vier Arbeiter getötet. Sie lebten in Containern auf dem Gelände, und ausgerechnet diese Unterkunft wurde ihnen zum Verhängnis. Zwei der Wohncontainer hielt der Sturm nicht stand, ein weiterer Arbeiter wurde verletzt. Nach Angaben des Gouverneursamts stammen drei der Toten aus Syrien.
Der Sturm hinterließ eine Spur der Verwüstung weit über die Baustelle hinaus. Teile der Container flogen hunderte Meter durch die Luft, ein Kran stürzte um. Ermittler handelten rasch: Vier Menschen wurden festgenommen, darunter der Besitzer der zuständigen Baufirma. Welche Vorwürfe konkret im Raum stehen, ist noch offen. Im Kern steht die Frage, wer für die Unterbringung der Arbeiter verantwortlich war.
Auch die Landwirtschaft im Westen der Provinz wurde getroffen, zahlreiche Gewächshäuser sind beschädigt. Im ganzen Land bleibt die Lage angespannt: Der Wetterdienst warnt vor weiteren Unwettern, und in Istanbul sorgten Überflutungen für Chaos, zwei Wochen nach einem Unglück mit mindestens acht Toten. Im November wird Antalya Gastgeber der Weltklimakonferenz, und die Stadt, die sich der Zukunft verschreibt, erlebt gerade, wie verletzlich sie heute ist.
Auf einer Baustelle im südtürkischen Antalya hat ein Wirbelsturm vier Arbeiter getötet. Sie lebten in Containern auf dem Gelände, und diese Unterkunft wurde ihnen zum Verhängnis: Der Tornado zerstörte zwei dieser Wohncontainer. Ein weiterer Arbeiter wurde verletzt. Das teilte das Gouverneursamt mit.
Provinzgouverneur Hulusi Şahin sagte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu, drei der vier Toten seien Syrer. Einige Teile der Container seien Hunderte Meter weit durch die Luft geflogen. Außerdem stürzte auf der Baustelle ein Kran um. Die Angaben zu den Opfern und zum Ablauf stammen bislang von den Behörden.
Nach dem Unglück gingen die Ermittler schnell gegen die Verantwortlichen vor. Vier Menschen wurden festgenommen, darunter der Besitzer der Baufirma, die für die Baustelle zuständig war. Welche Vorwürfe ihnen konkret gemacht werden, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor. Klar ist nur, dass die Behörden die Frage nach der Verantwortung für die Unterbringung der Arbeiter stellen.
Das Unwetter richtete auch in der Landwirtschaft Schäden an. Im westlichen Teil der Provinz Antalya wurden zahlreiche Gewächshäuser beschädigt. Die Gegend gilt als eines der wichtigsten Anbaugebiete der Türkei für Gemüse und Zitrusfrüchte. Zum Umfang der Schäden nannten die Behörden keine Zahlen.
Die Lage im Land bleibt angespannt. Der türkische Wetterdienst gab eine Unwetterwarnung für den Südwesten und Teile des Westens heraus. In Istanbul lösten am Morgen starke Regenfälle ein Verkehrschaos aus, laut Medienberichten waren zahlreiche Unterführungen überflutet. Erst vor rund zwei Wochen hatte es in der Millionenmetropole Überschwemmungen gegeben, bei denen mindestens acht Menschen starben.
Der Zeitpunkt ist bemerkenswert: Die Türkei ist in diesem Jahr Gastgeber der Weltklimakonferenz. Vom 9. bis 20. November beraten in Antalya Fachleute aus aller Welt, unter anderem über die Umsetzung globaler Klimaschutzziele. Die Stadt, in der die Konferenz stattfindet, ist also selbst gerade von einem schweren Unwetter getroffen worden. Die Informationen stammen von Christian Buttkereit, SWR, derzeit in Istanbul.
Citações Notáveis
Drei der vier Toten sind Syrer; Teile der Container flogen Hunderte Meter weit.— Provinzgouverneur Hulusi Şahin laut Anadolu