Vier Tage nach der deutlichen Niederlage in München hat RB Leipzig in Madrid eine Antwort versucht, die zwar mutiger ausfiel, am Ende aber doch nicht reichte. Der Abend zeigt, wie dünn die Linie zwischen einem Team im Aufbruch und einem Team im Zweifel verlaufen kann, wenn ein einziger Moment vor der Pause den Ausgang kippt. Für Trainer Demichelis, der mit veränderter Aufstellung ein anderes Gesicht zeigen wollte, bleibt die Frage, ob der Mut der Sachsen für das Weiterkommen genügt.
Real zu stark: Leipzig erhält im Bernabéu eine Lehrstunde
Mitten in dieser starken RB-Phase schlugen die Königlichen zu.
Leipzig verliert 1:4, aber die Rede ist von einer Leistungssteigerung. Woran machte sich das fest?
Vor allem an der ersten Halbzeit. Leipzig ließ anfangs wenig zu, Romulo prüfte Courtois, Nkunku hatte kurz vor dem 0:1 die Chance zum Ausgleich. Das war nach dem 1:6 in München ein anderes Auftreten.
Wobei „besser“ hier relativ zu München gemeint ist. Das Ergebnis war am Ende deutlich.
Das erste Tor fiel mitten in Leipzigs starker Phase. Wie ist das einzuordnen?
Vandevoordt parierte zunächst mit den Füßen, der Ball trudelte zwischen seinen Beinen durch, und Bernardo Silva schob ihn über die Linie. Ein bitterer Moment, gerade weil Leipzig zuvor selbst die besseren Szenen hatte.
Der Bericht spricht von „ebenbürtig“. Das ist eine Einschätzung des Autors, Statistiken wie Schüsse oder Ballbesitz nennt er nicht.
Und nach der Pause?
Da bekam Leipzig weniger Zugriff und kaum Entlastung. Güler traf nach Bellinghams Zuspiel und Mbappés Kopfballverlängerung zum 2:0, später fielen die Tore drei und vier.
Die Rolle von Diomande ist auffällig: Er kam im Sommer für 125 Millionen Euro aus Leipzig und traf zum 4:1. Mehr gibt der Text dazu nicht her.
Was steht jetzt an?
Samstag Elversberg in der Bundesliga, am 4. November Manchester City zu Hause.
Offen bleibt, ob die drei Änderungen in der Startelf die Verbesserung erklären. Das behauptet der Text nicht.
The Pulse
- Nach dem 1:6 in München stand Leipzig in Madrid unter enormem Druck und musste sofort Haltung zeigen.
- Ein missratener Abwehrmoment von Vandevoordt führte kurz vor der Pause zum 0:1 durch Bernardo Silva und kippte die Partie.
- Demichelis reagierte mit drei neuen Startelf-Positionen, darunter Ridle Baku auf der rechten Abwehrseite.
- Nach dem Seitenwechsel wurde Leipzig überrollt, Mbappé traf zum 3:0, und Gomis' Ehrentreffer kam zu spät.
- Mit dem Samstagsspiel gegen Elversberg und dem Duell mit Manchester City am 4. November wird die Lage dringlich.
Vier Tage nach der deutlichen Niederlage in München hat RB Leipzig in Madrid eine Antwort versucht, die zwar mutiger ausfiel, am Ende aber doch nicht reichte. Der Abend zeigt, wie dünn die Linie zwischen einem Team im Aufbruch und einem Team im Zweifel verlaufen kann, wenn ein einziger Moment vor der Pause den Ausgang kippt. Für Trainer Demichelis, der mit veränderter Aufstellung ein anderes Gesicht zeigen wollte, bleibt die Frage, ob der Mut der Sachsen für das Weiterkommen genügt.
Vier Tage nach dem 1:6 beim FC Bayern reiste RB Leipzig nach Madrid, und Trainer Martín Demichelis hatte von seiner Mannschaft verlangt, die Pleite abzuschütteln. Er veränderte die Startelf auf drei Positionen, ließ Ridle Baku für den überforderten Lukas Klostermann auf der rechten Abwehrseite spielen und kündigte an, die Sachsen würden ein anderes Gesicht zeigen.
Die Rechnung schien zunächst aufzugehen. Leipzig hielt gegen Mbappé und die Madrider Stars dagegen, setzte eigene Nadelstiche und hatte durch Romulo, Nkunku und Raum sogar Chancen. Doch kurz vor der Pause kam der entscheidende Fehler: Vandevoordt parierte einen Schuss von Güler mit den Füßen, der Ball rollte zwischen seinen Beinen hindurch, und Bernardo Silva traf zum 0:1.
Nach der Pause übernahm Real das Kommando. Bellingham, Mbappé und Güler sorgten für das 2:0, Mbappé erhöhte auf 3:0, ehe Tidiam Gomis in der 85. Minute den Ehrentreffer erzielte. Den Schlusspunkt setzte Yan Diomande, der im Sommer für 125 Millionen Euro von Leipzig nach Madrid gewechselt war, mit dem 4:1.
Der Abend zeigte, dass Leipzig sich gesteigert hat, doch in der Champions League zählt am Ende das Ergebnis. Am Samstag gegen Elversberg und am 4. November gegen Manchester City muss die Mannschaft nun liefern.
Vier Tage nach dem 1:6 beim FC Bayern ist RB Leipzig am Mittwochabend in der Champions League bei Real Madrid mit 1:4 (0:1) unterlegen. Es war die zweite Niederlage im dritten Spiel der Ligaphase. Obwohl die Mannschaft von Trainer Martín Demichelis besser auftrat als in München, wächst der Druck im Kampf um das Weiterkommen.
Vor der Reise in die spanische Hauptstadt hatte Demichelis von seinen Spielern verlangt, die Pleite vom Wochenende zu vergessen. „Wir werden ein anderes Gesicht zeigen“, kündigte der Argentinier an. Er veränderte die Startelf auf drei Positionen. Unter anderem spielte Ridle Baku als Rechtsverteidiger für Lukas Klostermann, der gegen Bayern völlig überfordert gewesen war.
Zunächst schien der Trainer recht zu behalten. Leipzig ließ gegen Mbappé und die anderen Madrider Stars zu Beginn kaum etwas zu und setzte selbst Nadelstiche. Real zog danach das Tempo an, doch die Sachsen hielten dagegen. In der 28. Minute prüfte Mittelstürmer Romulo Reals Torwart Thibaut Courtois aus der Drehung. Eine Minute später antwortete Vinícius Jr. mit einem Distanzschuss, den Leipzigs Keeper Maarten Vandevoordt abwehrte.
Danach war RB mindestens ebenbürtig und blieb mutig. Kapitän David Raum öffnete mit einem Tiefenpass die Madrider Abwehr, doch der freistehende Christopher Nkunku scheiterte in der 41. Minute an Courtois. Mitten in dieser starken Phase schlugen die Gastgeber zu: Vandevoordt parierte einen Abschluss von Arda Güler mit den Füßen, der Ball trudelte frei zwischen seinen Beinen hindurch, und Bernardo Silva drückte ihn in der 44. Minute über die Linie. Kurz vor der Pause musste Vandevoordt gegen Vinícius Jr. (45.+1) noch einmal eine Glanzparade zeigen.
Nach dem Seitenwechsel drehte Real langsam auf. Vandevoordt hielt in der 48. Minute einen Schuss von Madrids Kapitän Fede Valverde aus spitzem Winkel. Leipzig bekam nun deutlich weniger Zugriff, schaffte kaum Entlastung und wurde dafür bestraft: In der 52. Minute fand Jude Bellingham Mbappé am zweiten Pfosten, der per Kopf verlängerte, und Güler vollendete zum 2:0. Drei Minuten später traf Mbappé nur das Außennetz. Real kontrollierte das Spiel und legte nach.
In der 83. Minute erhöhte Mbappé auf 3:0. Tidiam Gomis gelang in der 85. Minute der Ehrentreffer für Leipzig. Den Schlusspunkt setzte zwei Minuten später Yan Diomande, in der 70. Minute eingewechselt, mit einem sehenswerten Treffer zum 4:1. Er war im Sommer für 125 Millionen Euro von Leipzig nach Madrid gewechselt.
Am Samstag um 15.30 Uhr muss Leipzig in der Bundesliga gegen Aufsteiger SV Elversberg zwingend zurück in die Erfolgsspur finden. Am 4. November folgt in der Champions League das Heimspiel gegen Manchester City, in dem RB Punkte braucht, um im Rennen um die nächste Runde nicht empfindlich ins Hintertreffen zu geraten.
Notable Quotes
Wir werden ein anderes Gesicht zeigen.— Martín Demichelis, Leipzig-Trainer, vor dem Spiel