Erstes Robotik-Restaurant Deutschlands in Leipzig: Roboterarme servieren Drinks und Kaiserschmarrn

Ein menschlicher Makel wird zum Qualitätsmerkmal für Roboter.
Der Küchenroboter im Leipziger „Robyn’s“ fällt laut Betreiber alle paar Tage aus.
Mark

Was ist das Besondere am „Robyn’s“ im Leipziger Hauptbahnhof?

Mimi

Es nennt sich das erste Robotik-Restaurant Deutschlands. Ein Arm namens Smyze mixt Getränke, ein Küchenroboter kocht warme Gerichte, vierzehn stehen auf der Karte, vom Kaiserschmarrn bis zum Caesar’s Salad.

Mark

Und wie war das Essen?

Mimi

Der Kaiserschmarrn kam pünktlich nach dem Countdown, war aber etwas zu kühl. Geschmeckt hat er dem Autor trotzdem.

Luke

Wobei das ein einzelner Test mit einem einzelnen Gericht ist. Über die Qualität der anderen dreizehn sagt der Text nichts.

Mark

Und die Technik selbst, ist die neu?

Mimi

Der Getränkearm nicht. Ein ähnlicher stand schon in Brünn, dort laut Autor mit heißerem Kaffee. Neu ist die Kochstation mit acht Induktionsplatten.

Luke

Was Robyn im Inneren genau tut, wissen wir nicht. Der Autor vermutet, dass er Zutaten einfüllt, sehen konnte er es nicht.

Mark

Und die Zuverlässigkeit?

Mimi

Laut Betreiber fällt Robyn alle paar Tage aus, dann muss der Hersteller aus Hamburg ran.

Luke

Das ist eine Angabe des Betreibers, keine gemessene Ausfallquote. Und der Satz, in Leipzig herrsche Innovationssympathie, ist ebenfalls nur seine Begründung.

  • Ein Küchenroboter mit acht Herdplatten kocht im Leipziger Hauptbahnhof, und der Countdown lässt keine Sekunde Spielraum.
  • Die Speisen kommen zu kühl auf den Tisch, ein Makel, der die Begeisterung über die Präzision dämpft.
  • Der Küchenroboter fällt alle paar Tage aus, dann muss der Hersteller anrücken und den Betrieb wieder anwerfen.
  • Das Lokal sucht seinen Platz im hektischen Bahnhofstrubel, und jede Störung entscheidet darüber, ob das Konzept trägt.

Im Zwischengeschoss des Leipziger Hauptbahnhofs hat ein Lokal eröffnet, das sich als erstes Robotik-Restaurant Deutschlands versteht und die alte Frage nach Gastfreundschaft neu stellt. Ein Roboterarm mixt Getränke, ein Küchenroboter bereitet vierzehn Gerichte zu, und beide folgen einer Präzision, die mancher Mensch am Herd kaum erreicht. Wer hier bestellt, erlebt ein Stück Zukunft, die sich noch an ihren eigenen Fehlern misst. Ob Maschinen das Essen besser machen oder nur schneller, wird der Alltag zeigen.

Im Zwischengeschoss der Einkaufs- und Gastronomiezone des Leipziger Hauptbahnhofs hat das „Robyn’s“ eröffnet. Es nennt sich das erste Robotik-Restaurant Deutschlands. Gleich am Eingang dreht sich ein mechanischer Arm in einem Glaskasten, der Getränke mixt, von Kaffee bis Mocktail. Gerührt wird dabei vor allem der Drink, weniger der Gast.

Die eigentliche Attraktion liegt an der Rückwand. Dort arbeitet ein autonomer Küchenroboter hinter einer Glasscheibe, der acht Herdplatten bedient und Gerichte wie Kaiserschmarrn zubereitet. Nach gut fünf Minuten kommt das Essen exakt zum Countdown auf den Tisch, pünktlich wie in keinem menschlich geführten Restaurant. Der Kaiserschmarrn war jedoch etwas zu kühl, dafür durchaus wohlschmeckend.

Warum ausgerechnet Leipzig? Der Betreiber verweist auf die Sympathie der Stadt für Innovationen. Die Fernsehserie „In aller Freundschaft“ hat mit einem Pflegeroboter bereits vorgemacht, wie viel Menschlichkeit einer Maschine zugeschrieben werden kann.

Im Alltag des Lokals gleicht vieles einem gewöhnlichen Restaurant, auch die Ausfälle. Alle paar Tage streikt der Küchenroboter, und der Hersteller muss kommen. Ob sich das Konzept im Bahnhofstrubel bewährt, hängt an genau diesen Pannen und an der Temperatur der Speisen.

Im Zwischengeschoss der Einkaufs- und Gastronomiezone des Leipziger Hauptbahnhofs hat ein neues Lokal geöffnet: das „Robyn’s“. Es versteht sich als erstes Robotik-Restaurant Deutschlands. Wer eintritt, sieht zuerst einen Glaskasten, in dem ein mechanischer Arm unablässig dreht und streckt. Die Bewegungen wirken leicht wie ein Gruß, tatsächlich arbeitet dort Smyze, ein in der Schweiz entwickeltes Gerät. Es mixt auf Anforderung Getränke, von Kaffeespezialitäten über Eistees und Vitaminbomben bis zu Mocktails. Gerührt wird dabei weniger der Gast als der Drink.

Neu ist Smyze allerdings nicht. Schon vor Jahren bediente in der Cafeteria der Moravská galerie, dem Museum für angewandte Kunst im tschechischen Brünn, ein ähnlicher Roboterarm. Der war nach der Beschreibung des FAZ-Autors länger, der Aufbrühvorgang dadurch spektakulärer, und der Kaffee war heißer als nun in Leipzig.

Besonders macht das „Robyn’s“ ohnehin die Küche. Vierzehn Gerichte stehen zur Wahl: Nudeln, Porridges, Caesar’s Salad, Reisgerichte und Kaiserschmarrn. Letzterer gilt in der österreichischen Küche als Nagelprobe für kulinarisches Können, also bestellte der Autor ihn. Die eigentliche Attraktion liegt an der Rückwand: ein autonomer Küchenroboter eines Hamburger Herstellers, der keinen eigenen Namen trägt. Mutmaßlich soll er Robyn heißen.

Robyn bedient acht Induktionsherdplatten, die hinter einer Glasscheibe in leichter Schräglage angebracht sind. Sein Arm bestückt sie mit Töpfen. Weil er mit mehr Masse zu tun hat, ist er kräftiger gebaut als der von Smyze, aber auch weniger zugänglich. Meist verschwindet er hinter der Herdschräge, wo er vermutlich sorgsam portionierte Kochmischungen öffnet und einfüllt. Gelegentlich schießt der Arm über die Oberkante und setzt einen neuen Topf ein. Antriebswellen halten die Töpfe in ständiger Rotation. In einer normalen Küche, urteilt der Autor, würde Robyn Wunder vollbringen.

Der Kochvorgang dauert etwas mehr als fünf Minuten. Zwischendurch greift sich Robyn immer wieder den Topf, wohl um Zutaten zu ergänzen, doch das ist von außen nicht zu sehen. Ein Countdown legt den Zeitpunkt der Ausgabe exakt fest, was nach Einschätzung des Autors noch kein von Menschen betriebenes Restaurant geschafft hat. Pünktlich kam der Kaiserschmarrn in einer Pappschale, leider etwas zu kühl, aber durchaus wohlschmeckend.

Warum Leipzig? Die Roboter schweigen dazu, der Betreiber nicht: Die Stadt habe große Sympathien für Innovationen. Der Autor verweist auf die in einer Leipziger Klinik angesiedelte Fernsehserie „In aller Freundschaft“, die seit Episode 1043, vor zwei Jahren, einen Pflegeroboter namens Berta im Ensemble hat. Dessen Menschlichkeit werde sehr gelobt.

Im „Robyn’s“ erfährt man, eigentlich sei alles wie in einem normalen Restaurant, selbst die regelmäßigen Fehlzeiten: Alle paar Tage falle Robyn aus, dann müsse der Hersteller anrücken. Ein menschlicher Makel wird so zum Qualitätsmerkmal für Roboter. Ob der Betrieb im Bahnhofstrubel dauerhaft trägt, wird sich an genau diesen Ausfällen und an der Temperatur der Speisen zeigen.

Leipzig habe große Innovationssympathien; alles sei wie in einem normalen Restaurant, auch die regelmäßigen Ausfälle.
— Betreiber des „Robyn’s“, wiedergegeben von der FAZ
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