Slowjansk: Im Alltag der Angst – Leben an der ukrainischen Front

Mindestens 15 Menschen wurden bei den beschriebenen Angriffen verletzt; fünf Neffen wurden durch den Tod ihres Onkels zu Waisen; Dutzende verlassen täglich die Stadt.
Slowjansk im Donbass ist heute Kampfgebiet. Täglich verlassen Dutzende Menschen…
In einem von zerbombten Hochhäusern umgebenen Innenhof hängt ein staubiger Teppich am Metallgestell einer Schaukel. Die…
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Mimi

Der Alltag in Slowjansk: Vom Leben nahe der Front.

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Slowjansk im Donbass ist heute Kampfgebiet. Täglich verlassen Dutzende Menschen die ostukrainische Stadt. Wer zurückbleibt, lebt mit der ständigen Gefahr russischer Angriffe. Eine DW-Reporterin war v…

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Mimi

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  • Russische Luftangriffe treffen täglich Wohnviertel – bei zwei dokumentierten Angriffen wurden insgesamt fünfzehn Menschen verletzt, darunter Kinder und Rentner.
  • Von einst 100.000 Einwohnern sind nur noch 20.000 geblieben; der öffentliche Nahverkehr steht still, Gebäude liegen in Trümmern, und Dutzende verlassen die Stadt täglich.
  • Viele Ältere können sich einen Umzug schlicht nicht leisten – eine Rentnerin erhält 67 Euro im Monat, während eine Wohnung anderswo bis zu 400 Euro kosten würde.
  • Fünf Kinder wurden durch den Tod ihres Onkels zu Waisen; solche persönlichen Verluste verdichten das Bild einer Gemeinschaft, die langsam ausblutet.
  • Die Verbliebenen lehnen Kapitulation ab und vertrauen der ukrainischen Armee – doch die Angst wächst, dass Slowjansk das Schicksal Bachmuts teilen könnte: vollständige Zerstörung.

In Slowjansk, der letzten bedeutenden Stadt im Donbass unter ukrainischer Kontrolle, beharren rund 20.000 Menschen auf ihrem Verbleib – nicht aus Gleichgültigkeit gegenüber der Gefahr, sondern weil Armut, Verwurzelung und die Last des Abschieds schwerer wiegen als der tägliche Beschuss. Ihr Ausharren erzählt von jenem stillen Widerstand, den Kriege immer wieder hervorbringen: dem Festhalten an einem Ort, der längst zum Schlachtfeld geworden ist, weil er dennoch Heimat bleibt.

Slowjansk im Donbass ist heute Frontstadt. Täglich verlassen Dutzende Menschen die ostukrainische Metropole, die einst 100.000 Einwohner zählte. Wer geblieben ist – rund 20.000, überwiegend Ältere – lebt mit dem Rhythmus des Krieges: Einschläge, Sirenen, Schutt.

In einem Innenhof, umgeben von zerbombten Hochhäusern, reinigt die Rentnerin Tetjana einen Teppich aus ihrer beschädigten Wohnung. Vor wenigen Tagen schlug eine russische Rakete in der Nähe ein und verletzte sieben Menschen. Tetjana bleibt, weil sie keine Wahl sieht: Mit 67 Euro Rente im Monat könnte sie sich eine Wohnung anderswo nicht leisten. Ihre Geschichte ist keine Ausnahme.

Die Stadt trägt die Wunden des Krieges offen: zerstörte Fassaden, stehender Nahverkehr, menschenleere Straßen. Bei einem weiteren Angriff wurden acht Menschen verletzt. Fünf Kinder verloren durch den Tod ihres Onkels ihre letzte erwachsene Bezugsperson und wurden zu Waisen.

Dennoch sprechen die Verbliebenen nicht von Aufgabe. Sie setzen auf die ukrainische Armee und lehnen eine Kapitulation ab – auch wenn viele insgeheim fürchten, dass Slowjansk wie Bachmut dem Erdboden gleichgemacht werden könnte. Der Traum von Rückkehr und Wiederaufbau lebt, doch die Hoffnung, ihn zu erleben, schwindet mit jedem Einschlag.

A story is developing around Der Alltag in Slowjansk: Vom Leben nahe der Front. Slowjansk im Donbass ist heute Kampfgebiet. Täglich verlassen Dutzende Menschen die ostukrainische Stadt. Wer zurückbleibt, lebt mit der ständigen Gefahr russischer Angriffe. Eine DW-Reporterin war vor Ort.

In einem von zerbombten Hochhäusern umgebenen Innenhof hängt ein staubiger Teppich am Metallgestell einer Schaukel. Die Rentnerin Tetjana hat ihn aus ihrer mit Schutt bedeckten Wohnung geholt, um ihn zu reinigen. Vor einigen Tagen waren hi…

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