Sheinbaums Bilanz nach zwei Jahren: Sozialfortschritte, aber Gewalt und Korruption bleiben

1,6 Millionen Menschen mussten zwischen Oktober 2020 und Oktober 2025 wegen Gewalt oder Kriminalität ihren Wohnort wechseln; 135.271 Menschen sind vermisst.
Ihr Amtsantritt als erste weibliche Präsidentin Mexikos war historisch. Zwei Ja…
Claudia Sheinbaum ist seit zwei Jahren Präsidentin Mexikos. Politisch setzt sie weitgehend das Projekt ihres Mentors un…
Mark

What happened here?

Mimi

Zwei Jahre Sheinbaum in Mexiko: Erfolge und Baustellen.

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Give me the shape of it.

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Ihr Amtsantritt als erste weibliche Präsidentin Mexikos war historisch. Zwei Jahre später verweist Claudia Sheinbaum auf weniger Morde und mehr Sozialleistungen. Doch bei Gewalt und Korruption bleibe…

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What should we watch for?

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  • Die Mordrate fiel um 51 Prozent – ein Erfolg, den Sheinbaum als Beweis ihrer Sicherheitspolitik feiert, während Kritiker auf die Methodik der Zahlen zeigen.
  • 135.271 Menschen gelten als vermisst, und allein in fünf Jahren mussten 1,6 Millionen Mexikaner wegen Gewalt ihre Heimat verlassen – das stille Ausmaß der Krise bleibt erschreckend.
  • Femizide stiegen um 53 Prozent, was die Frage aufwirft, ob die erste Präsidentin des Landes die gefährlichste Realität für Frauen entschärfen kann oder will.
  • Unter dem Druck der Trump-Regierung jongliert Sheinbaum zwischen Drogenbekämpfung, Migrationspolitik und Handelsinteressen – ein Balanceakt mit wenig Spielraum für Fehler.
  • Transparenz- und Menschenrechtsorganisationen schlagen Alarm: Selektive Korruptionsverfolgung und schwindende Kontrollmechanismen deuten auf strukturelle Rückschritte hin.

Zwei Jahre nach ihrem historischen Amtsantritt als erste Präsidentin Mexikos steht Claudia Sheinbaum vor dem Widerspruch, den viele Reformversprechen in sich tragen: Fortschritt und Versagen existieren gleichzeitig. Die Mordrate sank deutlich, doch Zehntausende Menschen werden vermisst, Femizide nehmen zu, und Korruptionsvorwürfe trüben das Bild einer Regierung, die Gerechtigkeit als ihr Kernversprechen trägt. Geschichte wird nicht nur durch Premieren geschrieben, sondern durch das, was nach dem ersten Kapitel folgt.

Als Claudia Sheinbaum vor zwei Jahren das Amt der mexikanischen Präsidentin übernahm, war es ein historischer Moment – die erste Frau an der Spitze eines der bevölkerungsreichsten Länder Lateinamerikas. Heute, zur Halbzeit ihrer Amtszeit, ist die Bilanz so widersprüchlich wie das Land selbst.

Auf der Habenseite verbucht Sheinbaum einen Rückgang der Tötungsdelikte um 51 Prozent sowie den Ausbau sozialer Transferleistungen, die sie vom Kurs ihres Mentors Andrés Manuel López Obrador übernommen und weitergeführt hat. Diese Kontinuität ist politisches Kalkül und persönliche Überzeugung zugleich.

Doch die Schattenseiten sind schwer zu übersehen. Rund 135.271 Menschen gelten in Mexiko als vermisst – eine Zahl, die seit Amtsantritt um 20.000 gestiegen ist. Femizide nahmen um 53 Prozent zu. Und zwischen 2020 und 2025 wurden 1,6 Millionen Menschen durch Gewalt und Kriminalität aus ihren Wohnorten vertrieben – eine humanitäre Realität, die in Erfolgsmeldungen kaum vorkommt.

Extern steht Sheinbaum unter erheblichem Druck: Die Trump-Regierung fordert härteres Vorgehen gegen Drogenkartelle und schärfere Migrationskontrollen, während gleichzeitig Handelsinteressen auf dem Spiel stehen. Dieser Dreiklang aus Sicherheit, Migration und Wirtschaft lässt wenig Raum für eigenständige Akzente.

Kritiker aus Zivilgesellschaft und Menschenrechtsorganisationen warnen zudem vor einem selektiven Umgang mit Korruption und einem schleichenden Abbau von Transparenzmechanismen. Die Geschichte dieser Präsidentschaft ist noch nicht geschrieben – aber ihre Widersprüche sind bereits deutlich sichtbar.

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Claudia Sheinbaum ist seit zwei Jahren Präsidentin Mexikos. Politisch setzt sie weitgehend das Projekt ihres Mentors und Vorgängers Andrés Manuel López Obrador fort. Doch die erste Frau an der Staatsspitze muss sich zugleich mit Problemen…

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