Schalke scheitert erneut in Dresden – Freiburg und Stuttgart drehen spät

Zum sechsten Mal in Folge ist für Schalke in Runde zwei Schluss
Schalke verliert 0:2 bei Dynamo Dresden und scheidet erneut in der zweiten Pokalrunde aus.
Mark

Schalke verliert in Dresden, wieder in der zweiten Runde. Warum ist das mehr als eine Randnotiz?

Mimi

Weil es das sechste Jahr in Folge ist, in dem der Klub genau dort ausscheidet. Und weil es dieselbe Konstellation ist wie vor zwölf Jahren: ein früher Pokalabend bei Dynamo.

Luke

Wobei man vorsichtig sein muss: Die Serie ist belegt, ein Muster der Ursachen nicht. Der Text nennt sieben fehlende Stammkräfte und Abstimmungsprobleme, mehr nicht.

Mark

Also war der Ausfall von sieben Stammspielern der Grund?

Mimi

Er ist der im Bericht genannte Hintergrund für die fehlende Abstimmung. Die Abwehr stand, vorne ging kaum etwas.

Luke

Das ist eine Beobachtung, kein Beweis. Ob mit voller Besetzung ein anderes Ergebnis herausgekommen wäre, wissen wir nicht.

Mark

Und Freiburg und Stuttgart?

Mimi

Beide gewannen spät. Freiburg drehte ein 1:2 durch Gotos Tore in der 75. und 90.+2 Minute, Stuttgart traf erst in der 90. Minute durch Undav.

Luke

Bei Stuttgart fällt auf, dass es fast die ganze Zeit in Überzahl spielte und trotzdem so lange brauchte. Warum, sagt der Bericht nicht.

Mark

Was bleibt für Dresden?

Mimi

Das Achtelfinale, die beste Pokalsaison seit zwölf Jahren und ein Bundesligist als nächster Gegner.

Luke

Welcher, steht noch nicht fest.

  • Schalke verliert in Dresden 0:2 und scheidet zum sechsten Mal in Folge in der zweiten Pokalrunde aus.
  • Ohne sieben Stammkräfte wirkt die Abwehr des Gasts stabil, doch im Angriff fehlen Ideen und Druck.
  • Dynamo trifft in einer Druckphase der Schalker: Covic (54.) und Daferner (88.) entscheiden die Partie.
  • Freiburg dreht gegen Wolfsburg in der Schlussphase, Stuttgart braucht bis zur 90. Minute trotz Überzahl.
  • Dresden zieht ins Achtelfinale ein, Schalke muss die Abstimmungsprobleme aufarbeiten.

Ein später Abend in Dresden zeigt, wie schnell im Pokal aus einem gewohnten Kräfteverhältnis eine Bruchstelle werden kann: Der Bundesligaaufsteiger Schalke 04 scheitert erneut in der zweiten Runde, diesmal am Zweitligisten Dynamo Dresden, der sich mit zwei späten Treffern ins Achtelfinale schiebt. Zugleich erinnert der Abend daran, dass der Pokal seine eigene Logik hat, in der Ausdauer, Nervenstärke und ein einzelner Moment über Wochen der Planung entscheiden. Für Schalke ist es eine Wiederholung, die nach Ursachen verlangt, für Dresden ein Kapitel, das an die Erfolge vor zwölf Jahren anknüpft.

Mit zwei Minuten Verspätung wird die Partie in Dresden angepfiffen, Nebel liegt über dem Rasen nach einer Pyroshow der Heimfans. Schalke hat früh eine Chance durch Džeko, doch es fehlt an Druck, und über weite Strecken bleibt der Gast ohne Gefahr. Trainer Miron Muslic muss auf sieben Stammkräfte verzichten, und man sieht es: Die Abwehr hält, nach vorn geht fast nichts.

Nach der Pause wird es lebendiger. Ausgerechnet in einer Schalker Druckphase bringt Covic Dynamo mit einem Schuss ins kurze Eck in Führung, Karius wirkt dabei unglücklich. Die Gäste investieren mehr, doch der Ball will nicht ins Netz, bis Daferner nach einem Standard die Entscheidung besorgt. Für Dresden ist es die beste Pokalsaison seit zwölf Jahren, für Schalke die nächste frühe Niederlage.

Im Südwesten kämpfen sich zwei Bundesligisten weiter. Freiburg liegt gegen Wolfsburg lange hinten, ehe der eingewechselte Goto zunächst ausgleicht und in der Nachspielzeit den Siegtreffer erzielt. Stuttgart braucht in Paderborn trotz Überzahl bis zur 90. Minute, bevor Undav trifft. Auch Hertha BSC zieht nach einem klaren Sieg gegen Jeddeloh II ins Achtelfinale ein. Dresden wartet nun auf einen Bundesligagegner, Schalke auf Antworten.

Mit zwei Minuten Verspätung pfiff Schiedsrichter Wolfgang Haslberger die Partie in Dresden an. Bei der Choreografie der Dynamo-Fans war Pyrotechnik abgebrannt worden, der Nebel zog über den Rasen. Danach brauchte Schalke 04 nur zwei Minuten für die erste Chance: Edin Džeko köpfte, doch es fehlte der Druck. Es blieb die gefährlichste Szene der Gäste für lange Zeit.

Am Ende stand ein 2:0 (0:0) für Dynamo Dresden in der zweiten Hauptrunde des DFB-Pokals. Patrice Covic traf in der 54. Minute, Christoph Daferner in der 88. Die Sachsen stehen damit im Achtelfinale. Es ist die beste Pokalsaison des Klubs seit zwölf Jahren: Zuletzt kam Dynamo 2014/2015 über die zweite Runde hinaus, damals hatte man in Runde eins Schalke besiegt. Zum Auftakt dieser Saison hatte Dresden beim Regionalligisten Westfalia Rhynern 6:0 gewonnen.

Für Schalke, den Bundesligaaufsteiger von Trainer Miron Muslic, ist es das sechste Jahr in Folge, in dem im Pokal in der zweiten Runde Schluss ist. Fünfmal hat der Klub den Wettbewerb gewonnen. Wie vor zwölf Jahren scheiterten die Königsblauen früh bei Dynamo.

Muslic musste in Dresden auf sieben Stammkräfte verzichten, und das war zu sehen: Bei Schalke gab es Abstimmungsprobleme. Die Abwehr stand stabil, offensiv ging praktisch nichts. Bis zur Pause übernahm Dynamo zunehmend die Spielkontrolle, im letzten Drittel fehlte aber die Genauigkeit.

Nach dem Wechsel wurde das Tempo höher. Ausgerechnet in einer Druckphase der Schalker fiel das 1:0: Nach einer Flanke von Straudi bekam Covic am langen Pfosten den Ball und schob ihn ins kurze Eck. Keeper Loris Karius sah bei seinem Versuch, mit dem Bein abzuwehren, unglücklich aus. Schalke investierte danach mehr. Vitalie Becker passte im Strafraum in die Mitte, doch alle verpassten den Ball, ebenso wie Džeko (74.), der am zweiten Pfosten grätschte. Als Schalke angriff, entschied Daferner nach einem Standard die Partie.

Zeitgleich kamen zwei Bundesligisten aus dem Südwesten weiter. Der SC Freiburg tat sich gegen den Vorjahresabsteiger VfL Wolfsburg lange schwer. Igor Matanović brachte den Sportclub früh in Führung (6.), doch Kento Shiogai nutzte zweimal Abstimmungsprobleme in der Freiburger Abwehr (8./43.), sodass Wolfsburg zur Pause vorn lag. In der Schlussphase brachte Trainer Julian Schuster einen japanischen Torjäger: Keisuke Goto köpfte den Ausgleich (75.) und erzielte per Lupfer in der 90.+2 Minute den Siegtreffer. Freiburg ersparte sich so die Verlängerung.

Der VfB Stuttgart ließ sich in Paderborn ebenfalls Zeit. Deniz Undav erzielte erst in der 90. Minute das Tor des Tages, obwohl der VfB nach der Roten Karte gegen Laurin Curda (37.) den Großteil der Partie in Überzahl gespielt hatte. Auch Hertha BSC ist eine Runde weiter: Gegen den SSV Jeddeloh II trafen Josip Brekalo (57.) und Julian Eitschberger (63.).

Dresden bekommt im Achtelfinale einen der verbliebenen Bundesligisten als Gegner. Schalke muss derweil die Ursachen der Abstimmungsprobleme aufarbeiten.

Contattaci Domande frequenti