Huthi-Raketenangriff auf Riad: Mindestens 12 Tote, USA erwägen Militäreinsatz

Mindestens 12 Tote, darunter Ausländer, und über 300 Verletzte bei dem Raketenangriff auf den Flughafen von Riad.
Das, was in Saudi-Arabien passiert ist, ist nicht akzeptabel
US-Präsident Trump reagiert auf den Raketenangriff und signalisiert mögliche militärische Konsequenzen.
Mark

Warum ist dieser Angriff ein Wendepunkt? Es gab doch schon vorher Konflikte zwischen den Huthi und Saudi-Arabien.

Mimi

Dieser Angriff ist die tödlichste Attacke seit dem Iran-Krieg Ende Februar. Zwölf Tote und über 300 Verletzte bei einem Angriff auf ein Passagierterminal — das ist eine neue Dimension der Eskalation.

Luke

Aber wir sollten beachten: Das ist die höchste Opferzahl seit Februar, nicht die höchste insgesamt. Der Konflikt im Jemen selbst hat viel mehr Tote gefordert. Dieser Angriff ist bedeutsam, weil er Saudi-Arabien direkt trifft.

Mark

Und was bedeutet Trumps Aussage über einen möglichen US-Einsatz?

Mimi

Trump hat nicht ausgeschlossen, dass die USA sich der Militärkoalition gegen die Huthi anschließen. Das wäre eine direkte militärische Intervention der USA in diesem Konflikt.

Luke

Aber er hat es auch nicht bestätigt. Er sagte, er würde mit dem Kronprinzen "sprechen". Das ist noch weit entfernt von einer Entscheidung. Wir wissen nicht, was diese Gespräche ergeben werden.

Mark

Wer kontrolliert eigentlich was im Jemen?

Mimi

Die Huthi kontrollieren große Teile des Jemen, einschließlich der Hauptstadt Sanaa und der Küste an der Meerenge Bab al-Mandab, die wirtschaftlich und strategisch sehr wichtig ist. Die international anerkannte Regierung wird von Saudi-Arabien unterstützt.

Luke

Und die jemenitische Führung hat gerade eine großangelegte Offensive angekündigt, um die Huthi-Gebiete zurückzuerobern. Aber ob diese Offensive tatsächlich stattfindet und erfolgreich sein wird, ist noch offen.

  • Mindestens 12 Tote und über 300 Verletzte beim Angriff auf den King-Chalid-Flughafen in Riad
  • Höchste Opferzahl seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar
  • Huthi-Miliz kontrolliert Sanaa und große Teile der Küste an der Meerenge Bab al-Mandab
  • Trump schließt US-Militäreinsatz nicht aus

Mindestens 12 Tote und über 300 Verletzte bei Raketenangriff auf Passagierterminal des King-Chalid-Flughafens in Riad. Der Angriff ist die höchste Opferzahl seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar und wird als Kriegsverbrechen bezeichnet.

Ein Raketenangriff der pro-iranischen Huthi-Miliz auf den Flughafen von Riad forderte mindestens 12 Tote und über 300 Verletzte. Die USA erwägen eine militärische Intervention in den eskalierenden Jemen-Konflikt.

Ein Raketenangriff auf den internationalen Flughafen von Riads hat den Konflikt zwischen der pro-iranischen Huthi-Miliz und Saudi-Arabien in eine neue Phase der Gewalt katapultiert. Das Passagierterminal des King-Chalid-Flughafens wurde getroffen. Die Bilanz ist verheerend: mindestens zwölf Tote, darunter mehrere Ausländer, und mehr als 300 Verletzte. Es ist die höchste Opferzahl bei einem Angriff auf den mit den USA verbündeten Golfstaat seit dem Beginn des Iran-Krieges Ende Februar.

Der Sprecher des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses gegen die Huthi bezeichnete den Angriff als "regelrechtes Kriegsverbrechen" und kündigte an, mit "Entschlossenheit" auf den "feigen terroristischen Angriff" zu reagieren. UN-Generalsekretär António Guterres äußerte sich "zutiefst schockiert" und wies darauf hin, dass solche Attacken auf Zivilisten und zivile Infrastruktur gegen das Völkerrecht verstoßen. Er forderte, dass die Anschläge sofort eingestellt werden müssen.

Die Vereinigten Staaten signalisierten eine mögliche Eskalation ihrer Rolle in dem Konflikt. US-Präsident Donald Trump erklärte vor Journalisten, dass das, was in Saudi-Arabien geschehen sei, "nicht akzeptabel" sei. Er kündigte an, mit Saudi-Arabiens De-facto-Herrscher und Kronprinz Mohammed bin Salman darüber zu sprechen. Auf die Frage, ob die USA sich der Militärkoalition gegen die Huthi anschließen könnten, schloss Trump diese Möglichkeit nicht aus. Deutschland, die USA und andere westliche Länder rieten ihren Bürgern dringend davon ab, den Flughafen Riad zu nutzen. Für Saudi-Arabien galt bereits eine Teilreisewarnung des Auswärtigen Amtes in Berlin.

Die Huthi-Miliz kämpft seit mehr als einem Jahrzehnt gegen die international anerkannte Regierung des Jemen. Der Konflikt hatte sich nach dem Beginn des Iran-Krieges, den die USA und Israel Ende Februar eingeleitet hatten, wieder verschärft. Die Miliz kontrolliert weite Teile des Jemen, einschließlich der Hauptstadt Sanaa und großer Küstenabschnitte an der strategisch und wirtschaftlich bedeutsamen Meerenge Bab al-Mandab. Am vergangenen Wochenende hatte die jemenitische Führung eine großangelegte Offensive zur Rückeroberung aller von den Huthi-Rebellen kontrollierten Gebiete angekündigt. Der Raketenangriff auf Riad zeigt, dass die Huthi trotz dieser Ankündigung weiterhin in der Lage sind, Ziele tief im saudischen Territorium zu treffen.

Das ist ein regelrechtes Kriegsverbrechen, und wir werden mit Entschlossenheit auf diesen feigen terroristischen Angriff reagieren
— Sprecher des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses
Was in Saudi-Arabien passiert ist, ist nicht akzeptabel
— US-Präsident Donald Trump
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