Mitten in einer Region, die seit Jahrzehnten zwischen Krieg und fragiler Stille pendelt, haben Raketenangriffe der Huthi-Miliz zwei der bedeutendsten Flughäfen Saudi-Arabiens getroffen – in Riad und Abha. Drei Menschen aus Algerien, Marokko und dem Sudan verloren ihr Leben; Dutzende wurden verletzt. Die Anschläge markieren das Ende einer vierjährigen Waffenruhe und erinnern daran, dass Konflikte, die scheinbar eingefroren sind, jederzeit wieder aufbrechen können – mit Folgen, die weit über die unmittelbaren Opfer hinausreichen.
Huthi-Miliz bekennt sich zu tödlichen Raketenangriffen auf saudi-arabische Flughäfen
Fast tausend Tote seit Beginn der neuen Kämpfe
Warum ist das für uns wichtig? Drei Tote in Saudi-Arabien – tragisch, aber warum sollte das jemanden in Europa interessieren?
Weil Saudi-Arabien ein Drittel des weltweiten Öls exportiert. Wenn die Infrastruktur dort angegriffen wird, steigen die Energiepreise überall. Das betrifft Heizkosten, Benzin, alles.
Aber wir sollten vorsichtig sein: Die Behörde hat nicht bestätigt, dass die Huthis dahinterstecken. Die Miliz hat es behauptet, aber das ist nicht dasselbe wie Beweis.
Fair. Aber die Huthis haben eine Geschichte solcher Anschläge. Das ist ein Muster.
Und der größere Konflikt – wie lange kann das so weitergehen?
Das ist die Frage. Nach vier Jahren Waffenruhe ist der Krieg wieder ausgebrochen. Fast tausend Tote in wenigen Wochen. Das deutet auf etwas Ernsthaftes hin.
Wobei wir auch hier vorsichtig sein müssen: Die UN-Zahl von tausend Toten – ist das verifiziert? Oder ist das eine Schätzung einer Seite?
Das ist eine gute Frage. In Kriegsgebieten sind solche Zahlen oft schwer zu überprüfen.
Also: Flughäfen unter Beschuss, Ölversorgung gefährdet, ein Konflikt, der wieder aufflammt. Was kommt als nächstes?
Wahrscheinlich mehr Luftanschläge von beiden Seiten. Und möglicherweise weitere Attacken auf Infrastruktur.
Das ist die Vermutung. Aber was wir wissen, ist: Es gibt keine Verhandlungen. Keine Vermittlung. Das ist das Beunruhigende.
The Pulse
- Raketen der Huthi-Miliz trafen am Dienstag und Mittwoch die Flughäfen Riad und Abha – drei Menschen starben, 36 wurden verletzt, darunter Staatsangehörige mehrerer Länder.
- Die irangestützte Miliz reklamiert die Anschläge als Teil einer gezielten Kampagne gegen saudi-arabische Infrastruktur, die auch Öl- und Militäranlagen einschließt.
- Fast tausend Tote und über 200.000 Vertriebene seit dem Wiederaufflammen der Kämpfe zeigen, dass der jemenitische Bürgerkrieg nach der Waffenruhe mit voller Wucht zurückgekehrt ist.
- Saudi-Arabien antwortet mit Luftangriffen auf Huthi-Ziele, während jemenitische Regierungstruppen eine Offensive zur Rückeroberung aller Huthi-Gebiete gestartet haben.
- Die Angriffe auf saudische Infrastruktur bedrohen die globale Ölversorgung und eine kritische Schifffahrtsalternative zur bereits belasteten Straße von Hormus.
Mitten in einer Region, die seit Jahrzehnten zwischen Krieg und fragiler Stille pendelt, haben Raketenangriffe der Huthi-Miliz zwei der bedeutendsten Flughäfen Saudi-Arabiens getroffen – in Riad und Abha. Drei Menschen aus Algerien, Marokko und dem Sudan verloren ihr Leben; Dutzende wurden verletzt. Die Anschläge markieren das Ende einer vierjährigen Waffenruhe und erinnern daran, dass Konflikte, die scheinbar eingefroren sind, jederzeit wieder aufbrechen können – mit Folgen, die weit über die unmittelbaren Opfer hinausreichen.
Drei Menschen sind tot, Dutzende verletzt – das ist die unmittelbare Bilanz von Raketenangriffen auf die Flughäfen Riad und Abha, die sich am Dienstag und Mittwoch ereigneten. Unter den Opfern: zwei Frauen aus Algerien und Marokko, die in Abha starben, sowie ein sudanesischer Staatsbürger, der am Flughafen der Hauptstadt ums Leben kam. Die saudi-arabische Luftfahrtbehörde bestätigte neben den Menschenopfern auch Sachschäden an beiden Standorten.
Die Huthi-Miliz, vom Iran unterstützt und im Jemen verwurzelt, bekannte sich zu den Angriffen. Bereits am Montag hatte sie eine ballistische Rakete auf Abha abgefeuert – ein Zeichen, dass dies kein Einzelereignis ist, sondern eine bewusste Eskalation. Der vierjährige Waffenstillstand im jemenitischen Bürgerkrieg ist damit Geschichte. Die Vereinten Nationen zählen seit dem Wiederaufflammen der Kämpfe fast tausend Tote und mehr als 200.000 Vertriebene.
Der Konflikt folgt einer bekannten Logik: Das sunnitische Saudi-Arabien unterstützt die international anerkannte jemenitische Regierung und bombardiert Huthi-Stellungen, während die schiitische Miliz mit Angriffen auf saudisches Territorium antwortet. Jetzt haben jemenitische Regierungstruppen eine neue Offensive gestartet, um Huthi-Gebiete zurückzuerobern.
Doch die Gefahr reicht weiter. Saudi-Arabien ist der weltgrößte Ölexporteur, und Angriffe auf seine Infrastruktur erschüttern mehr als nur ein Königreich. Da der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ohnehin unter Druck steht, wird jede weitere Attacke auf saudische Einrichtungen zu einer Bedrohung globaler Lieferketten. Der Kreislauf aus Raketen und Luftangriffen dreht sich weiter – und die Zivilisten tragen die schwerste Last.
Drei Menschen sind tot. Dutzende weitere liegen verletzt in Krankenhäusern. Am Dienstag und Mittwoch trafen Raketen zwei der wichtigsten Flughäfen Saudi-Arabiens – Riad und Abha im Südwesten des Königreichs. Die saudi-arabische Luftfahrtbehörde bestätigte die Anschläge am Abend und gab die Opferzahlen bekannt: In Abha starben zwei Frauen, eine aus Algerien, eine aus Marokko. Achtundzwanzig weitere Menschen wurden dort verletzt, darunter saudi-arabische Staatsbürger. Am Flughafen Riad kam ein sudanesischer Staatsbürger ums Leben, acht weitere wurden verletzt. Die Behörde verzeichnete auch Sachschäden an beiden Flughäfen, ohne Details zu nennen.
Die Huthi-Miliz, die vom Iran unterstützt wird und im Jemen operiert, übernahm die Verantwortung für die Anschläge. Bereits am Montag hatte die Miliz erklärt, eine ballistische Rakete auf den internationalen Flughafen in Abha abgefeuert zu haben. Diese Attacken sind Teil einer neuen Welle von Gewalt, die einen vierjährigen Waffenstillstand beendet hat und den jemenitischen Bürgerkrieg wieder aufflammen lässt.
Die Zahlen sind erschreckend. Seit die Kämpfe wieder ausgebrochen sind, hat die Vereinte Nationen fast tausend Todesfälle dokumentiert. Mehr als zweihunderttausend Menschen wurden aus ihren Häusern vertrieben. Der Konflikt ist nicht neu – das sunnitische Königreich Saudi-Arabien unterstützt die international anerkannte jemenitische Regierung und bombardiert regelmäßig Ziele der schiitischen Huthi-Miliz. Jetzt haben die jemenitischen Regierungstruppen am Sonntag eine Offensive gestartet, um nach eigenen Angaben alle von den Huthis kontrollierten Gebiete zurückzuerobern.
Was diese Eskalation gefährlich macht, geht über die unmittelbaren Opfer hinaus. Saudi-Arabien ist der größte Ölexporteur der Welt. In den vergangenen Tagen wurden dort Öl- und Militäreinrichtungen angegriffen. Das bedroht nicht nur die Energieversorgung, sondern auch eine kritische alternative Schifffahrtsroute – eine, die an Bedeutung gewinnt, weil der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus bereits durch den Irankonflikt eingeschränkt ist. Jede neue Attacke auf saudische Infrastruktur könnte globale Lieferketten weiter destabilisieren.
Die Huthi-Miliz setzt ihre Anschläge fort, während Saudi-Arabien mit Luftangriffen antwortet. Es ist ein Kreislauf ohne klares Ende – und die Zivilisten zahlen den Preis.
Notable Quotes
Die Huthi-Miliz erklärte, sie habe eine ballistische Rakete auf den internationalen Flughafen in Abha abgefeuert— Huthi-Miliz