Flydubai-Copilot war bei Oman Air als Sicherheitsrisiko bekannt

Der Pilot des Flydubai-Flugs erlitt schwere Verletzungen durch den Angriff des Copiloten, konnte aber die Cockpit-Tür öffnen und wurde von Passagieren gerettet; 182 Personen waren an Bord.
Ein Mann, der als Sicherheitsrisiko bekannt war, saß im Cockpit
Der Copilot des Flydubai-Flugs war von seiner früheren Arbeitgeberin suspendiert worden, wurde aber später eingestellt.
Mark

Wie ist es möglich, dass ein Mann, der von seiner früheren Fluggesellschaft als Sicherheitsrisiko eingestuft wurde, später bei einer anderen Fluggesellschaft im Cockpit arbeitet?

Mimi

Das ist genau die Frage, die Ermittler jetzt stellen. Oman Air hatte ihn suspendiert und ein Flugverbot erteilt, aber unklar ist, wie gründlich Flydubai ihn überprüft hat, bevor er eingestellt wurde.

Luke

Aber wissen wir, ob Flydubai überhaupt von Omans Entscheidung wusste? Das ist ein großer Unterschied – zwischen einer Sicherheitslücke und einer Kommunikationslücke zwischen Fluggesellschaften.

Mark

Was genau wurde bei ihm 2024 gefunden, das ihn als Sicherheitsrisiko einstufte?

Mimi

Extremistisches Material. Aber die genaue Natur dieses Materials wird in den Berichten nicht spezifiziert. Oman Air versetzte ihn zunächst in eine Verwaltungsposition, suspendierte ihn dann aber.

Luke

Das ist wichtig: Sie haben ihn nicht sofort entlassen. Das deutet darauf hin, dass die Bedenken real waren, aber auch dass die Reaktion zunächst gemäßigt ausfiel.

Mark

Und dann der Angriff im Flugzeug – sagen die Ermittler, dass dies geplant war?

Mimi

Der Copilot soll angegeben haben, dass er beabsichtigte, das Flugzeug über Israel zum Absturz zu bringen. Aber ob es eine lange Planung war oder ein spontaner Ausbruch, ist noch unklar.

Luke

Und diese LinkedIn-Posts, die kurz nach dem Angriff veröffentlicht wurden – wer hat die geschrieben? Das könnte zeigen, ob dies Teil einer größeren Kampagne war oder etwas Persönliches.

Mark

Was bedeutet das für die Flugsicherheit jetzt?

Mimi

Es wird wahrscheinlich zu strengeren Überprüfungsverfahren führen und zu besserer Kommunikation zwischen Fluggesellschaften über Sicherheitsbedenken.

  • Ein Copilot mit bekannter extremistischer Vorgeschichte griff seinen Piloten im Cockpit an und verletzte ihn schwer – mit erklärter Absicht, das Flugzeug über Israel abstürzen zu lassen.
  • Oman Air hatte den Mann bereits 2024 suspendiert und ein Flugverbot erwirkt, doch diese Informationen erreichten offenbar nicht die Einstellungsverantwortlichen bei Flydubai in den VAE.
  • Nur durch den verzweifelten Einsatz des verletzten Piloten und das Eingreifen mehrerer Passagiere konnte eine Katastrophe mit 182 Menschen an Bord abgewendet werden.
  • Kurz nach dem Angriff erschienen auf einem LinkedIn-Profil des mutmaßlichen Täters dschihadistische Inhalte – unklar bleibt, ob sie geplant oder spontan veröffentlicht wurden.
  • Israel und die VAE bezeichnen den Vorfall bereits als Terroranschlag; Ermittler suchen nun nach den Sicherheitslücken, die einem bekannten Risiko den Weg ins Cockpit ebneten.

Ein Copilot, der an Bord eines Flydubai-Flugs nach Tel Aviv seinen Piloten angriff und das Flugzeug über Israel zum Absturz bringen wollte, war seinem früheren Arbeitgeber Oman Air bereits als Sicherheitsrisiko bekannt – suspendiert wegen extremistischen Materials, mit einem Flugverbot belegt wegen radikaler Ansichten. Dass er dennoch in den Vereinigten Arabischen Emiraten ins Cockpit gelangte, stellt eine der drängendsten Fragen, die sich moderne Gesellschaften stellen müssen: Wie viel Vertrauen setzen wir in Systeme, die versagen können, bevor das Unvorstellbare geschieht? 182 Menschen waren an Bord, als diese Lücke sichtbar wurde.

Ein Mann, der am Mittwoch einen Piloten an Bord eines Flydubai-Flugs von Dubai nach Tel Aviv angriff, war seinem früheren Arbeitgeber längst als Gefahr bekannt. Bereits 2024 hatte Oman Air den damaligen Copilot-Auszubildenden suspendiert, nachdem extremistisches Material bei ihm gefunden worden war. Die Fluggesellschaft stufte ihn als Sicherheitsrisiko ein; Oman erteilte ihm zudem ein Flugverbot wegen Befürchtungen radikaler Ansichten. Wie er danach bei Flydubai ins Cockpit gelangen konnte, ist die Frage, die Ermittler nun umtreibt.

An Bord des Fluges befanden sich 182 Personen. Der Copilot griff den Piloten an und verletzte ihn schwer. Trotz seiner Verletzungen gelang es dem Piloten, die Cockpit-Tür zu öffnen – Passagiere drangen ein und überwältigten den Angreifer. Der Mann wurde festgenommen und in die VAE überstellt, wo er nach Angaben von Ermittlungskreisen angegeben haben soll, das Flugzeug über Israel zum Absturz bringen zu wollen.

Israel und ein hochrangiger Vertreter der VAE bezeichnen den Vorfall als dschihadistischen Terroranschlag. Kurz nach der Tat tauchten auf einem LinkedIn-Profil, das dem mutmaßlichen Täter zugeordnet wird, Posts mit extremistischen Inhalten auf – darunter ein Video, das mit einem Bild des früheren Al-Kaida-Chefs al-Zawahiri endete. Das Profil wurde inzwischen gelöscht; unklar bleibt, wer die Beiträge verfasste und ob sie im Voraus geplant waren.

Passagier Eyal Datz schilderte die Momente der Ungewissheit in der Luft: Er habe seinen Vater angeschaut, dessen Gesicht das eines Menschen war, der glaubt zu sterben. Die Ermittlungen konzentrieren sich nun auf die Frage, welche Kommunikation zwischen den Fluggesellschaften hätte stattfinden müssen – und warum sie ausblieb.

Ein Mann, der am Mittwoch an Bord eines Flydubai-Flugs seinen Piloten angriff, war seinem früheren Arbeitgeber bereits als Sicherheitsrisiko bekannt. Nach Berichten amerikanischer Nachrichtenmedien hatte Oman Air den Copiloten suspendiert, nachdem bei ihm extremistisches Material entdeckt worden war. Die Frage, die nun Ermittler beschäftigt, lautet: Wie konnte dieser Mann danach bei einer Fluggesellschaft in den Vereinigten Arabischen Emiraten eingestellt werden?

Die Geschichte beginnt 2024, als der Mann als Copilot-Auszubildender bei Oman Air arbeitete. Sicherheitsbeamte fanden bei ihm extremistisches Material. Statt ihn vollständig zu entlassen, versetzte die Fluggesellschaft ihn in eine Verwaltungsposition. Doch das Vertrauen war erschüttert. Oman Air stufte ihn als Sicherheitsrisiko ein und suspendierte ihn schließlich. Nach Angaben des Wall Street Journal und der Nachrichtenagentur AP hatte Oman dem Mann zudem ein Flugverbot erteilt – die Behörden fürchteten, dass er radikale ideologische Ansichten hegte.

Am Mittwoch dieser Woche befand sich der Mann im Cockpit eines Flydubai-Flugzeugs, das von Dubai nach Tel Aviv unterwegs war. An Bord waren 182 Personen. Der Copilot griff seinen Piloten an und verletzte ihn schwer. Der Pilot schaffte es trotz seiner Verletzungen, die Cockpit-Tür zu öffnen. Mehrere Passagiere drangen daraufhin in das Cockpit ein und überwältigten den Angreifer. Der Mann wurde festgenommen und ist inzwischen in die Emirate gebracht worden, wo er mit den Ermittlungsbehörden kooperiert. Nach Aussagen von Quellen, die mit den Ermittlungen vertraut sind, soll er angegeben haben, dass er beabsichtigte, das Flugzeug über Israel zum Absturz zu bringen.

Die israelische Regierung spricht bereits von einem dschihadistischen Terroranschlag. Ein hochrangiger Vertreter der Vereinigten Arabischen Emirate hat sich dieser Einschätzung angeschlossen und verwendet ebenfalls das Wort Terrorismus. Doch die genauen Motive und Absichten des Mannes sind noch immer nicht vollständig geklärt.

Ein weiteres Rätsel beschäftigt die Ermittler: Kurz nach der Gewalttat wurden zwei Posts auf einem LinkedIn-Profil veröffentlicht, das unter dem Namen des mutmaßlichen Angreifers existiert haben soll und inzwischen gelöscht wurde. Einer dieser Posts enthielt ein Video, das mit einem Foto des früheren Al-Kaida-Chefs Ayman al-Zawahiri endete. Unklar ist, wer diese Posts veröffentlicht hat und ob sie im Voraus geplant waren oder spontan nach dem Angriff entstanden.

Die zentrale Frage für die Ermittler lautet nun: Wie gründlich wurde dieser Mann überprüft, bevor er bei Flydubai eingestellt wurde? Die Tatsache, dass Oman Air ihn als Sicherheitsrisiko eingestuft und suspendiert hatte, wirft Fragen über die Kommunikation zwischen Fluggesellschaften und über die Sicherheitsstandards bei der Einstellung von Cockpit-Personal auf. Eyal Datz, einer der mehr als 170 Passagiere an Bord, beschrieb später das Drama in der Luft: "Ich schaute meinen Vater an. Er hatte Angst. Sein Gesicht sah aus wie das eines Menschen, der weiß, dass er sterben wird." Die Ermittlungen laufen noch, und es bleibt abzuwarten, welche Lücken im Sicherheitssystem offengelegt werden.

Ich schaute meinen Vater an. Er hatte Angst. Sein Gesicht sah aus wie das eines Menschen, der weiß, dass er sterben wird.
— Eyal Datz, Passagier an Bord des Flydubai-Flugs
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