Wenn der Herbst an die Mittelmeerküste Spaniens kommt, bringt er manchmal mehr als Regen – er bringt das Phänomen DANA, das kalte Atlantikluft und warme Meeresfeuchte zu einer zerstörerischen Kraft vereint. In diesem Jahr kostete diese Begegnung der Luftmassen drei Menschen das Leben: eine 102-jährige Frau in Castellón, einen Mann unter einer einstürzenden Mauer und einen weiteren in einer überfluteten Tiefgarage in Barcelona. Die Stadt verzeichnete 190 Liter Regen pro Quadratmeter in nur einem Tag – eine Erinnerung daran, dass die Natur ihre eigenen Rhythmen kennt, unabhängig davon, wie gut e
Drei Tote bei schweren Unwettern in Spanien – Katalonien und Baskenland überflutet
Straßen verwandelten sich in reißende Flüsse, Menschen standen knietief im Wasser
Was genau ist diese DANA, von der überall die Rede ist?
Ein Tiefdruckgebiet in der Höhe, das im Herbst regelmäßig an der spanischen Mittelmeerküste auftritt. Kalte Luft vom Atlantik trifft auf warme, feuchte Luft vom Meer – das führt zu extremen Regenfällen.
Aber ist das wirklich so selten? Der Bericht sagt, es kommt im Herbst häufig vor. Also warum war dieses Mal so verheerend?
Die Menge war außergewöhnlich. 190 Liter pro Quadratmeter in 24 Stunden in Barcelona – das ist extrem. Und die Feuerwehr bekam über tausend Anrufe in einer Nacht.
Wer waren die Menschen, die starben?
Eine 102-jährige Frau in Castellón, ertrunken. Dann in Barcelona ein Mann, als eine Mauer zusammenbrach, und ein anderer in seiner Tiefgarage. Eine vierte Person wird vermisst.
Die Tiefgarage – das ist ein wichtiges Detail. Das zeigt, wie schnell das Wasser kam. Aber wissen wir, wie schnell es stieg?
Der Bericht sagt nicht, wie schnell. Nur dass Menschen in ihren Autos eingeschlossen waren und gerettet werden mussten.
Und die Warnung – kam sie rechtzeitig?
Die Behörden gaben Alarmstufe Rot am Freitag aus und forderten die Menschen auf, zu Hause zu bleiben. Das war vor den schlimmsten Überschwemmungen.
Aber eine Person wird vermisst. Das deutet darauf hin, dass nicht alle die Warnung befolgt haben oder dass sie nicht ausreichte.
Das ist wahr. Und die Warnung blieb aktiv – die Gefahr war nicht vorbei.
Le Pouls
- Drei Menschen starben innerhalb weniger Tage durch Ertrinken und Mauerbruch; eine vierte Person wird noch vermisst.
- Barcelona versank unter 190 Litern Regen pro Quadratmeter in 24 Stunden – Straßen verwandelten sich in Flüsse, Tiefgaragen in Fallen.
- Die Feuerwehr registrierte allein in einer Nacht über tausend Notrufe und rettete Menschen aus eingeschlossenen Fahrzeugen und überfluteten Kellern.
- Alarmstufe Rot blieb für weite Teile Kataloniens aktiv; Veranstaltungen wurden abgesagt, die Bevölkerung aufgefordert, zuhause zu bleiben.
- Trotz anhaltender Warnstufe hielten sich Menschen an der Mündung des Flusses Besòs auf – die Gefahr war noch nicht vorüber.
Wenn der Herbst an die Mittelmeerküste Spaniens kommt, bringt er manchmal mehr als Regen – er bringt das Phänomen DANA, das kalte Atlantikluft und warme Meeresfeuchte zu einer zerstörerischen Kraft vereint. In diesem Jahr kostete diese Begegnung der Luftmassen drei Menschen das Leben: eine 102-jährige Frau in Castellón, einen Mann unter einer einstürzenden Mauer und einen weiteren in einer überfluteten Tiefgarage in Barcelona. Die Stadt verzeichnete 190 Liter Regen pro Quadratmeter in nur einem Tag – eine Erinnerung daran, dass die Natur ihre eigenen Rhythmen kennt, unabhängig davon, wie gut eine Gesellschaft sich vorbereitet.
In der Nacht zum Samstag ertrank eine 102-jährige Frau in Castellón, als die Straßen um sie herum zu reißenden Strömen wurden. Es war der Auftakt zu einem Wochenende voller Tragödien. Zwei Nächte später starben in der Provinz Barcelona zwei weitere Menschen – einer unter einer einstürzenden Mauer, ein anderer in der Tiefgarage seines eigenen Hauses. Eine vierte Person wird noch immer vermisst. Ministerpräsident Pedro Sánchez sprach den Familien sein Beileid aus.
Das Ausmaß der Niederschläge war außergewöhnlich: Barcelona erlebte 190 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden. In L'Hospitalet de Llobregat wateten Menschen knietief durch überflutete Straßen, im Baskenland rund um Bilbao stand die Altstadt unter Wasser und der Verkehr kam vollständig zum Erliegen. Die Feuerwehr rückte in der Region Barcelona in einer einzigen Nacht mehr als tausendmal aus – für überflutete Keller, umgestürzte Bäume und eingeschlossene Fahrzeuginsassen.
Verantwortlich für das Unwetter war das meteorologische Phänomen DANA – ein isoliertes Höhentief, das im Herbst regelmäßig entlang der spanischen Mittelmeerküste auftritt, wenn kalte Atlantikluft auf warme, feuchte Meeresluft trifft. Der Spanische Wetterdienst hatte bereits am Freitag die höchste Warnstufe ausgerufen; die katalanische Regionalregierung sagte daraufhin zahlreiche Veranstaltungen ab und rief die Bevölkerung auf, zuhause zu bleiben. Die Alarmstufe Rot blieb über das gesamte Wochenende aktiv, während die Lage an der Mündung des Flusses Besòs nördlich von Barcelona weiterhin angespannt war.
In der Nacht zum Samstag ertrank eine 102 Jahre alte Frau in der Ortschaft Madrigueras in Castellón, als Straßen in ihrer Umgebung zu reißenden Flüssen wurden. Es war der erste Todesfall einer Serie von Tragödien, die sich über das Wochenende in Spanien abspielen sollte. Zwei Nächte später, in der Provinz Barcelona, starben zwei weitere Menschen – ein Mann, als eine Mauer über ihm zusammenbrach, ein anderer, als er in der Tiefgarage seines Hauses ertrank. Eine vierte Person wird bis heute vermisst. Ministerpräsident Pedro Sánchez sprach den Angehörigen der ersten Opfer sein Beileid aus.
Das Ausmaß der Wassermassen war beispiellos. In der Innenstadt von Barcelona fielen innerhalb von 24 Stunden 190 Liter Regen pro Quadratmeter – eine Menge, die die Stadt in wenigen Stunden unter Wasser setzte. In der benachbarten Stadt L'Hospitalet de Llobregat standen Menschen knietief im Wasser auf überfluteten Straßen. Das Baskenland rund um Bilbao erlebte ähnliches Chaos: In Teilen der Altstadt stand das Wasser ebenfalls knietief, der Verkehr kam zum Erliegen.
Die Feuerwehr war im Dauereinsatz. In der Nacht zum Sonntag allein verzeichnete sie in der Region Barcelona mehr als tausend Notrufe. Die meisten Einsätze galten überfluteten Kellern und anderen Räumen, umgestürzten Bäumen und Fahrzeugen, deren Fahrer in den steigenden Fluten eingeschlossen waren. Die Einsatzkräfte mussten Menschen aus ihren Autos retten, während die Wassermassen die Straßen hinabflossen.
Der Spanische Wetterdienst hatte bereits am Freitag die höchste Warnstufe – Alarmstufe Rot – für große Teile Ostspaniens ausgegeben. Die Behörden forderten die Bevölkerung auf, zu Hause zu bleiben. Diese Warnung blieb über das Wochenende hinweg aktiv, insbesondere für weite Teile Kataloniens. Die katalanische Regionalregierung sagte daraufhin zahlreiche Kultur- und Sportveranstaltungen sowie Freiluftmärkte ab.
Das Unwetter war das Ergebnis eines meteorologischen Phänomens namens DANA – eine Depresión Aislada en Niveles Altos, ein isoliertes Tiefdruckgebiet in hohen Luftschichten. Im Herbst treffen solche Systeme regelmäßig an der spanischen Mittelmeerküste auf, wenn kalte Luft vom Atlantik auf warme und feuchte Luft vom Mittelmeer trifft. Das Zusammenspiel dieser Luftmassen führt zu den intensiven Regenfällen, die Spanien heimgesucht hatten.
Die Lage blieb angespannt. Die Mündung des Flusses Besòs nördlich von Barcelona war mit Sedimenten belastet, und die Überflutungsgefahr war noch nicht vorüber. Die Regionalregierung warnte, dass die Situation in der nördlichen Hälfte Kataloniens weiterhin kompliziert sei. Menschen hielten sich dennoch an der Flussmündung auf – nicht ohne Risiko, denn die Warnstufe Rot galt immer noch.
Citations marquantes
Ministerpräsident Pedro Sánchez sprach den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus— Spanische Regierung