Dänischer Künstler stellt nackte, vergoldete Trump-Statue im EU-Parlament aus

Ich sitze auf dem Rücken eines Mannes. Er sinkt unter meiner Last.
Das Zitat auf der Visitenkarte neben der Statue fasst Galschiøts Kritik an Trumps Politik zusammen.
Mark

Warum stellt man eine nackte Statue von Trump ins Europäische Parlament? Das ist doch provokativ bis zur Grenze der Respektlosigkeit.

Mimi

Das ist genau die Absicht. Galschiøt nutzt Nacktheit als künstlerisches Mittel – sie entblößt, sie macht verletzlich. Gleichzeitig ist die Statue vergoldet, also glorifiziert sie auch. Das ist Satire: Beides zusammen.

Luke

Aber wer hat das entschieden? War das eine offizielle Entscheidung des Parlaments oder nur eines einzelnen Abgeordneten?

Mimi

Ein einzelner Abgeordneter, Per Clausen von den Linken, hat den Künstler eingeladen. Das ist sein Recht als Parlamentsmitglied.

Mark

Und wie lange bleibt die Statue dort?

Mimi

Nur bis Donnerstag. Das ist bewusst kurz gewählt – lang genug, dass Trump davon erfährt, aber kurz genug, dass er sie bei einem Besuch nicht sieht.

Luke

Das klingt nach einer Berechnung. Wollen sie provozieren, aber nicht zu sehr?

Mimi

Ja, es ist ein Balanceakt zwischen künstlerischer Freiheit und diplomatischer Vorsicht.

Mark

Was ist die eigentliche Botschaft der Statue?

Mimi

Galschiøt sieht Trump als Hindernis für den Klimaschutz. Die Statue zeigt Trump auf den Schultern eines Mannes, der unter seiner Last sinkt. Das Zitat dazu lautet: »Ich werde alles tun, um ihm zu helfen. Außer von seinem Rücken zu steigen.« Es geht um Ausbeutung und Versprechen ohne Taten.

Luke

Hat Trump selbst reagiert?

Mimi

Bislang nicht öffentlich.

Mark

Könnte das diplomatische Konsequenzen haben?

Luke

Das ist die offene Frage. Trump hat mit Zöllen und anderen Maßnahmen gedroht, wenn ihm etwas nicht passt. Aber ob eine Kunstausstellung im Parlament das auslöst, ist unklar.

  • Eine 2,5 Meter hohe, goldglänzende Nacktfigur Trumps steht mitten im Europäischen Parlament – an einem der meistfrequentierten Orte des Gebäudes, wo sie niemand übersehen kann.
  • Der einladende Abgeordnete Per Clausen verschärft die Provokation bewusst: Wer eine solche Skulptur nicht ertrage, habe auf der Weltbühne nichts verloren – eine Herausforderung, die Kritik im Keim ersticken soll.
  • Trump hat sich bislang nicht geäußert, doch die Botschaft ist präzise adressiert: Das Werk soll ihn erreichen, ohne dass er physisch anwesend sein muss.
  • Die Ausstellung endet bereits am Donnerstag – eine bewusste Kalkulation zwischen maximaler medialer Wirkung und diplomatischer Zurückhaltung.
  • Hinter der Satire steckt eine ernste Anklage: Galschiøt sieht Trump als eines der größten Hindernisse für den globalen Klimaschutz und sein Werk als Reaktion auf den systematischen Abbau von Umweltmaßnahmen in den USA.

Im Herzen des Europäischen Parlaments, jenem Ort, der europäische Werte wie Demokratie und Klimaschutz verkörpert, hat der dänische Künstler Jens Galschiøt eine vergoldete Nacktstatue Donald Trumps aufgestellt – ein Werk, das Satire und politische Anklage in einer einzigen Geste vereint. Die Skulptur namens »Orange Plague« ist nicht bloß eine persönliche Provokation, sondern ein künstlerisches Zeugnis über Macht, Verantwortungslosigkeit und die Last, die wenige den vielen aufbürden. Sie erinnert daran, dass Kunst seit jeher dort spricht, wo Worte allein nicht ausreichen.

Seit Dienstag steht im Europäischen Parlament in Straßburg eine Skulptur, die kaum zu übersehen ist: »Orange Plague« zeigt Donald Trump vollständig nackt, mit 23-karätigem Blattgold überzogen, auf den Schultern eines knienden Mannes – einen überproportionalen Golfschläger in der Hand. Der dänische Künstler Jens Galschiøt hat das rund 2,5 Meter hohe Werk bewusst an einem der belebtesten Orte des Parlamentsgebäudes platziert, wo Abgeordnete und Besucher täglich vorbeigehen.

Eingeladen wurde Galschiøt von dem dänischen Linkenabgeordneten Per Clausen, der die Ausstellung mit einer provokativen Aussage verteidigte: Wer so dünnhäutig sei, dass er eine solche Skulptur nicht ertragen könne, habe auf der Weltbühne nichts zu suchen. Eine Reaktion Trumps blieb bislang aus – doch die Botschaft war klar adressiert.

Die Statue trägt auch den Beinamen »König der Ungerechtigkeit«. Auf Visitenkarten neben dem Werk findet sich ein Zitat, das das Bild verdichtet: ein Mann, der auf dem Rücken eines anderen sitzt, verspricht zu helfen – außer von seinem Rücken zu steigen. Nacktheit und Gold arbeiten als künstlerische Gegensätze: Die eine entblößt, das andere glorifiziert – zusammen ergeben sie Satire.

Galschiøt positioniert Trump als zentrales Hindernis für die Lösung der Klimakrise. In den USA haben Trumps Regierung und seine Anhänger Umweltschutzmaßnahmen systematisch abgebaut – ein Rückbau, den Kritiker als den gravierendsten in der Geschichte des Landes bezeichnen. Dass diese Anklage ausgerechnet im Europäischen Parlament stattfindet, ist programmatisch: Europa setzt damit ein Zeichen gegen das, was Trump politisch repräsentiert. Die Ausstellung endet am Donnerstag – die Botschaft aber ist bereits in der Welt.

Im Europäischen Parlament in Straßburg steht seit Dienstag eine Statue, die Donald Trump darstellt – vollständig nackt, mit Blattgold überzogen und in einer Pose, die wenig Raum für Interpretation lässt. Der dänische Künstler Jens Galschiøt hat sein Werk »Orange Plague« (Orangefarbene Plage) an einem der verkehrsreichsten Punkte des Parlamentsgebäudes aufgestellt, dort, wo Abgeordnete und Besucher täglich vorbeigehen. Die Figur zeigt den US-Präsidenten auf den Schultern eines Mannes kniend, einen überproportional langen Golfschläger in der Hand. Mit Sockel misst die Skulptur etwa 2,5 Meter in die Höhe und ist nach Angaben des Künstlers mit 23-karätigem Gold beschichtet – eine teure, glänzende Umhüllung für eine ungeschminkte Botschaft.

Eingeladen wurde Galschiøt von Per Clausen, einem dänischen Linkenabgeordneten im Europäischen Parlament. Clausen verteidigte die Ausstellung mit einer provokanten Gegenfrage: Wer so dünnhäutig sei, dass er eine solche Skulptur im Parlament nicht ertragen könne, habe auf der Weltbühne nichts zu suchen. Die Aussage war eine bewusste Herausforderung, ein Versuch, die Kunstfreiheit gegen mögliche Kritik zu verteidigen, bevor sie überhaupt kam. Bislang hat Trump sich nicht öffentlich zu der Statue geäußert, doch die Botschaft war klar adressiert: Sie sollte ihn erreichen, ohne dass er sie selbst sehen müsse.

Die Ausstellung ist bewusst kurz bemessen – sie läuft nur bis einschließlich Donnerstag. Das ist lang genug, damit Nachricht von der Aktion die Medien erreicht und Trump zu Ohren kommt, aber kurz genug, dass ein spontaner Besuch des US-Präsidenten in Europa die Statue nicht mehr antreffen würde. Es ist eine Kalkulation, die zwischen künstlerischer Provokation und diplomatischer Vorsicht balanciert.

Die Skulptur trägt auch einen zweiten Namen: »König der Ungerechtigkeit«. Auf Visitenkarten neben dem Werk findet sich ein zugeschriebenes Zitat, das die Botschaft des Künstlers verdichtet: »Ich sitze auf dem Rücken eines Mannes. Er sinkt unter meiner Last. Ich werde alles tun, um ihm zu helfen. Außer von seinem Rücken zu steigen.« Das Bild ist unmissverständlich – es spricht von Ausbeutung, von einer Last, die nicht abgelegt wird, von Versprechen ohne Taten. Galschiøt nutzt die Nacktheit und die Gold-Beschichtung als künstlerische Mittel: Die Nacktheit entblößt, das Gold glorifiziert gleichzeitig. Beides zusammen ist Satire.

Der Künstler positioniert Trump als eines der größten Hindernisse für die Lösung der Klimakrise. Das ist keine zufällige Wahl des Themas. In den USA haben Trumps Anhänger und seine Regierung Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen systematisch abgebaut. Nach nur einem Jahr sprechen Kritiker vom größten Rückbau in der Geschichte des Landes – ein Rückbau, der die Gesundheit und Sicherheit von Millionen Menschen gefährdet. Galschiøts Statue ist also nicht nur eine persönliche Attacke auf einen Mann, sondern eine künstlerische Anklage gegen eine Politik, die der Künstler für destruktiv hält.

Dass diese Provokation ausgerechnet im Europäischen Parlament stattfindet, ist kein Zufall. Das Parlament ist ein Symbol europäischer Werte – Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Klimaschutz. Trump und die EU haben in diesen Fragen zunehmend gegensätzliche Positionen. Die Statue im Herzen des Parlaments ist also auch eine Stellungnahme: Europa positioniert sich gegen das, was Trump repräsentiert. Ob Trump die Nachricht erhält und wie er reagiert, bleibt abzuwarten. Aber die Botschaft ist bereits in der Welt.

Wenn jemand so dünnhäutig ist, dass er es nicht erträgt, dass diese Skulptur im Europäischen Parlament ausgestellt wird, dann hat er auf der Weltbühne nichts zu suchen.
— Per Clausen, dänischer Linkenabgeordneter
Ich sitze auf dem Rücken eines Mannes. Er sinkt unter meiner Last. Ich werde alles tun, um ihm zu helfen. Außer von seinem Rücken zu steigen.
— Zitat auf Visitenkarten neben der Statue, zugeschrieben dem Künstler
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