Zwölf deutschsprachige Schriftsteller haben sich in tschechische Mittelstädte aufgemacht – nicht als Touristen, sondern als Bewohner auf Zeit – und dabei eine Anthologie geschaffen, die das Tschechien jenseits von Prag zu fassen versucht. Das Projekt stellt eine alte Frage neu: Was sehen Außenstehende wirklich, wenn sie sich in das Fremde einschreiben? Die Antworten, die die Texte liefern, sind so aufschlussreich durch ihre Erkenntnisse wie durch ihre blinden Flecken.
Zwölf deutschsprachige Autoren erforschen das provinzielle Tschechien
12 deutschsprachige Autoren schreiben eine Anthologie über das provinzielle Tsc…
What happened here?
Gastland Tschechien: Die Mittelstadt als literarisches Experiment.
Give me the shape of it.
12 deutschsprachige Autoren schreiben eine Anthologie über das provinzielle Tschechien. Das Ergebnis bringt mitunter Drastisches hervor, zeigt aber auch Erwartbares und die eigene Ahnungslosigkeit.
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The Pulse
- Prag war tabu – die Autoren sollten dorthin reisen, wo deutschsprachige Literatur noch keine Spuren hinterlassen hat.
- Ein Monat Eintauchen in zwölf verschiedene Provinzstädte: Das Experiment verlangte echte Präsenz, nicht bloße Beobachtung von außen.
- Die entstandenen Texte schwanken zwischen überraschenden Entdeckungen und der unfreiwilligen Offenbarung der eigenen Unwissenheit über das ländliche Tschechien.
- Das Projekt wirft eine unbequeme Frage auf: Können Schriftsteller von außen einen Ort wirklich erfassen, oder schreiben sie letztlich über sich selbst?
Zwölf deutschsprachige Schriftsteller haben sich in tschechische Mittelstädte aufgemacht – nicht als Touristen, sondern als Bewohner auf Zeit – und dabei eine Anthologie geschaffen, die das Tschechien jenseits von Prag zu fassen versucht. Das Projekt stellt eine alte Frage neu: Was sehen Außenstehende wirklich, wenn sie sich in das Fremde einschreiben? Die Antworten, die die Texte liefern, sind so aufschlussreich durch ihre Erkenntnisse wie durch ihre blinden Flecken.
Das Gastland Tschechien beim Literaturbetrieb hat zwölf deutschsprachige Autoren zu einem ungewöhnlichen Experiment veranlasst: Einen Monat lang lebten sie in tschechischen Mittelstädten – Orte, die weit ab vom literarisch übersättigten Prag liegen – und schrieben über das, was sie dort vorfanden.
Das Ergebnis ist eine Anthologie, die in ihrer Ungleichmäßigkeit ehrlich ist. Manche Texte fördern Drastisches zutage, Unerwartetes, das unter der Oberfläche der Provinz schlummert. Andere hingegen bewegen sich in erwartbaren Bahnen und verraten mehr über die Herkunft ihrer Verfasser als über die bereisten Orte selbst.
Gerade diese Reibung macht das Projekt bedeutsam: Es hinterfragt nicht nur, was Tschechien jenseits seiner Hauptstadt ist, sondern auch, wie der literarische Blick von außen funktioniert – und wo er an seine Grenzen stößt. Die Anthologie ist damit sowohl ein geografisches als auch ein epistemisches Experiment, dessen Auswertung noch andauert.
A story is developing around Gastland Tschechien: Die Mittelstadt als literarisches Experiment. 12 deutschsprachige Autoren schreiben eine Anthologie über das provinzielle Tschechien. Das Ergebnis bringt mitunter Drastisches hervor, zeigt aber auch Erwartbares und die eigene Ahnungslosigkeit.
Einen Monat wohnen, schreiben, etwas in Erfahrung bringen: den Ort, eine Geschichte, das war das Ziel. „Jenseits von Prag“ sollte das sein, denn über Prag sei ja schon genug geschrieben worden – und Prag sei nicht gleich Tschechien. Aber w…
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