Zverev im Eiltempo ins Viertelfinale – Platz eins rückt näher

Ich schätze meine Chancen gut ein
Zverev vor dem Viertelfinale gegen Đoković, der in Peking noch nie verloren hat.
Mark

Was macht diesen Sieg so bedeutsam? Es ist ja nur ein Match gegen einen Spieler, der nicht zu den Top Ten gehört.

Mimi

Der Sieg selbst ist beeindruckend – 55 Minuten, 6:0, 6:3 – aber das Entscheidende ist der Kontext. Sinner fällt aus, und das öffnet Zverev den Weg zur Nummer eins. Das ist nicht nur ein Turnier, das ist eine Karriere-Chance.

Luke

Aber wir sollten vorsichtig sein: Zverev muss nicht nur Peking gewinnen, sondern auch Shanghai. Das sind zwei Masters-Turniere in Folge. Und jetzt wartet Đoković im Viertelfinale. Das ist nicht garantiert.

Mark

Wie realistisch ist es, dass Zverev Đoković schlägt? Der Serbe hat in Peking ja noch nie verloren.

Mimi

Đoković hat eine 31:0-Bilanz in Peking, das ist wahr. Aber Zverev sagt selbst, dass er seine Chancen gut einschätzt. Er hat Selbstvertrauen, und gegen Linkshänder ist er praktisch unschlagbar – 48:1 seit den French Open 2023.

Luke

Das ist eine beeindruckende Statistik, aber Đoković ist kein typischer Gegner. Er ist der erfolgreichste Spieler in der Geschichte des Sports. Die 31:0-Bilanz in Peking ist real, und wir sollten nicht so tun, als wäre das leicht zu brechen.

Mark

Wenn Zverev gewinnt – beide Turniere – wird er die erste deutsche Nummer eins seit Boris Becker 1991. Das ist eine große Geschichte.

Mimi

Genau. Das ist historisch. Mehr als 30 Jahre ohne einen deutschen Weltranglistenersten. Wenn Zverev das schafft, ist das ein Meilenstein für den deutschen Tennis.

Luke

Aber das ist noch Zukunftsmusik. Erst muss er Đoković schlagen, dann Shanghai gewinnen. Sinner könnte auch zurückkommen. Wir sollten das Turnier spielen lassen, bevor wir Geschichte schreiben.

  • Zverev besiegte Shang Juncheng 6:0, 6:3 in 55 Minuten
  • Sinner fällt wegen Knieproblemen aus und öffnet den Weg zur Nummer eins
  • Đoković hat in Peking eine perfekte 31:0-Bilanz
  • Zverev hat seit French Open 2023 eine 48:1-Bilanz gegen Linkshänder
  • Erste deutsche Nummer eins seit Boris Becker 1991 möglich

Zverev dominierte seinen chinesischen Gegner in beeindruckender Schnelligkeit und zeigte dabei seine Stärke gegen Linkshänder (48:1 seit French Open 2023). Jannik Sinner, aktueller Weltranglistenerster, fällt wegen Knieproblemen auch beim Masters Shanghai aus und öffnet damit den Weg zur Nummer eins.

Alexander Zverev besiegte Shang Juncheng in nur 55 Minuten 6:0, 6:3 in Peking. Mit Jannik Sinners Ausfall rückt die Weltranglisten-Spitze für den Hamburger in greifbare Nähe.

Alexander Zverev brauchte nicht einmal eine Stunde, um in Peking voranzukommen. Gegen den chinesischen Tennisspieler Shang Juncheng spielte der Hamburger am Donnerstag eine Demonstration seiner Klasse ab – 6:0, 6:3 in nur 55 Minuten. Es war nicht nur ein Sieg, sondern ein Statement. Der US-Open-Champion ließ seinem Gegner keine Momente der Hoffnung, keine Pausen zum Atmen. Shang, überfordert von Zverevs Tempo und Präzision, konnte nur zusehen, wie sein Match auseinanderfiel.

Dieser Sieg bringt Zverev seinem größten Ziel näher als je zuvor. Die Nummer eins der Weltrangliste – lange Zeit das Ziel eines jeden Profis – rückt plötzlich in greifbare Nähe. Der Grund ist einfach und für Zverev günstig: Jannik Sinner, der aktuelle Weltranglistenerste und Titelverteidiger in Peking, hat sich aus dem Turnier zurückgezogen. Knieprobleme, die sich nicht bessern, zwingen den Italiener auch das Masters in Shanghai auszulassen. Das öffnet Zverev eine Tür, die sonst verschlossen blieb. Sollte der Deutsche sowohl in Peking als auch in Shanghai triumphieren, würde er die erste deutsche Nummer eins seit Boris Becker 1991 werden – eine historische Marke, die seit mehr als drei Jahrzehnten unerreicht ist.

Doch zwischen Zverev und diesem Traum steht eine Legende. Im Viertelfinale wartet Novak Đoković, der Grand-Slam-Rekordchampion, auf ihn. Die Zahlen sind einschüchternd: Đoković hat in Peking eine makellose Bilanz von 31 Siegen und null Niederlagen. Bei jeder seiner Teilnahmen – 2009, 2010 und dann von 2012 bis 2015 – hat er das Turnier gewonnen. Es ist sein Lieblingsplatz, sein Heiligtum. Zverev weiß das und spricht es offen aus. "Ich glaube, das ist wahrscheinlich einer seiner Lieblingsplätze. In seiner Karriere hat er hier noch nie verloren", sagte er nach seinem Sieg. Doch er klingt nicht entmutigt, eher realistisch und entschlossen: "Natürlich werde ich alles tun, was ich kann, um es zu einer Herausforderung zu machen, mithalten zu können und hoffentlich erfolgreich zu sein." Er schätzt seine Chancen gut ein – eine Aussage, die Selbstvertrauen ausstrahlt, ohne Arroganz zu sein.

Zverevs Erfolg gegen Shang ist auch ein weiterer Beweis für eine bemerkenswerte Spezialisierung. Seit den French Open 2023 hat der 29-Jährige gegen Linkshänder eine Bilanz von 48 Siegen und nur einer Niederlage aufgebaut. Es ist eine Quote, die fast unnatürlich wirkt. Shang war der zweite Linkshänder in diesem Turnier für Zverev – in der ersten Runde hatte er bereits den Briten Cameron Norrie besiegt. Nach dem Match zeigte Zverev Respekt für seinen Gegner. "Ich freue mich, dass Shang ein paar Spiele gewonnen hat, denn ich finde, er hat es verdient", sagte er. "Ich hatte mich darauf eingestellt, dass es eine schwierige Herausforderung werden würde. Aber ich bin froh, dass es am Ende doch nicht so war."

Jetzt kommt die echte Prüfung. Đoković mag körperlich nicht mehr ganz so stabil wirken wie in seinen besten Jahren, aber in Peking ist er ein anderer Spieler – unbesiegbar, fokussiert, gefährlich. Für Zverev ist das Viertelfinale ein Wendepunkt. Ein Sieg würde ihn nicht nur der Weltranglistenspitze näher bringen, sondern auch zeigen, dass er gegen die größten Namen des Sports bestehen kann, wenn es zählt. Ein Verlust würde Sinners Rückkehr abwarten lassen und die Chance auf die historische Nummer eins verschieben. Die nächsten Stunden werden entscheidend sein.

Ich glaube, das ist wahrscheinlich einer seiner Lieblingsplätze. In seiner Karriere hat er hier noch nie verloren. Aber natürlich werde ich alles tun, was ich kann, um es zu einer Herausforderung zu machen.
— Alexander Zverev
Fale Conosco FAQ