Fünf britische Staatsbürger wurden wegen Verdachts auf Terrorismus und Sprengstoffdelikte festgenommen, nachdem eine Landwirtin verdächtige Aktivitäten am Stützpunkt beobachtet hatte. Britische und US-Behörden deuten auf mögliche iranische Verwicklung hin, während auch russische Sabotage und islamistische Hintergründe untersucht werden.
USA ziehen B-1-Bomber nach Terrorverdacht von RAF Fairford ab
Starke Anzeichen für iranische Verwicklung in mutmaßliche Anschlagspläne
Warum zogen die USA ihre Bomber ab, wenn die Verdächtigen bereits festgenommen waren?
Das ist die zentrale Frage. Das Pentagon sagte, es gehe um "operative Sicherheit", aber das bedeutet wahrscheinlich, dass sie nicht sicher waren, ob die Festnahmen das gesamte Netzwerk erfasst hatten. Eine Woche ist eine sehr kurze Zeit.
Genau. Wir wissen nicht, ob es weitere Verdächtige gibt oder ob die Ermittlungen noch laufen. Das Pentagon hat das nicht offengelegt.
Und die iranische Verwicklung — wie sicher ist das?
Das ist spekulativ. Burnham und Rubio deuten darauf hin, aber konkrete Beweise wurden nicht genannt. Der Iran bestreitet es kategorisch.
Wichtig: Wir haben nur Aussagen von britischen und amerikanischen Regierungsvertretern. Die Ermittler untersuchen auch russische Sabotage und islamistische Hintergründe. Das wird oft übersehen, wenn man nur auf Iran schaut.
Was bedeutet das für die Zukunft?
Die Bomber sind weg, aber die Spannungen bleiben. Der Iran hatte den Stützpunkt bereits als Ziel bezeichnet, nachdem die Briten die Bomber für Angriffe auf iranische Raketenstellungen freigegeben hatten.
Das ist der größere Kontext, den man verstehen muss. Das ist nicht isoliert. Es ist Teil einer eskalierenden Situation in der Region.
Und die 85 Haushalte, die evakuiert wurden?
Sie wurden in Sicherheit gebracht, als die Polizei das Gebiet absperrte. Wie lange die Evakuierung dauerte, ist nicht bekannt.
Das ist auch ein Punkt: Wir wissen nicht, wie lange diese Menschen weg waren oder wie die Evakuierung ablief. Die Quelle gibt uns nur die Zahlen.
El Pulso
- Zwölf B-1-Bomber von RAF Fairford abgezogen
- Fünf britische Staatsbürger zwischen 23 und 25 Jahren festgenommen
- 85 Haushalte evakuiert, 400-Meter-Sperrzone um Stützpunkt
- Landwirtin meldete maskierte Männer und weiße Transporter
- Britische Terrorwarnstufe seit April auf zweithöchster Stufe
Fünf britische Staatsbürger wurden wegen Verdachts auf Terrorismus und Sprengstoffdelikte festgenommen, nachdem eine Landwirtin verdächtige Aktivitäten am Stützpunkt beobachtet hatte. Britische und US-Behörden deuten auf mögliche iranische Verwicklung hin, während auch russische Sabotage und islamistische Hintergründe untersucht werden.
Die USA haben zwölf B-1-Bomber vom britischen Luftwaffenstützpunkt RAF Fairford abgezogen, eine Woche nach der Festnahme von fünf Männern unter Terrorverdacht. Sicherheitsbedenken und mögliche iranische Verwicklung führten zur Verlegung.
Die USA haben zwölf B-1-Bomber vom britischen Luftwaffenstützpunkt RAF Fairford abgezogen. Die Verlegung erfolgte eine Woche nach der Festnahme von fünf britischen Staatsbürgern, denen die Vorbereitung von Terroranschlägen vorgeworfen wird. Ein Sprecher des Pentagon bestätigte am Sonntag, dass alle auf der Basis nordwestlich von London stationierten Langstreckenbomber in ihre Heimatstützpunkte in den USA zurückgekehrt seien. Aus Gründen der operativen Sicherheit habe man die Verlegung nicht in Echtzeit öffentlich machen können, erklärte das Verteidigungsministerium.
Die Festnahmen ereigneten sich, nachdem eine Landwirtin in der Nähe des Flugplatzes maskierte Männer und drei weiße Transporter beobachtet hatte, die sich dem Stützpunkt näherten. Sie alarmierte die Behörden, woraufhin die Polizei das Gelände in einem Radius von 400 Metern absperrte und die Bewohner von 85 Häusern evakuierte. Die fünf Verdächtigen, alle zwischen 23 und 25 Jahren alt und britische Staatsbürger aus London, wurden wegen des Verdachts auf Terrorismus und Sprengstoffdelikte festgenommen.
Britische und amerikanische Regierungsvertreter deuteten auf eine mögliche Verwicklung des Iran hin. Premierminister Andy Burnham erklärte am Mittwoch, es gebe "starke Anzeichen" für iranische Beteiligung an den mutmaßlichen Anschlagsplänen. US-Außenminister Marco Rubio verwies auf die "Hände eines ausländischen Akteurs". Die iranische Regierung wies die Vorwürfe als unbegründet zurück und bestellte den britischen Botschafter ein. Die iranische Botschaft in London hatte ähnliche Spekulationen zuvor bereits als Propaganda bezeichnet.
Der Kontext dieser Sicherheitsbedenken reicht Monate zurück. Die britische Regierung hatte den USA erlaubt, die B-1-Bomber für Angriffe auf iranische Raketenstellungen einzusetzen, von denen aus Schiffe in der Straße von Hormus attackiert worden waren. Im Juli hatte die iranische Revolutionsgarde den Stützpunkt deshalb als legitimes Ziel bezeichnet. Verteidigungsminister Wes Streeting verwies auf eine generelle Bedrohung durch den Iran. Die USA gaben ihren Bürgern in Großbritannien Sicherheitshinweise.
Ermittler untersuchen mehrere mögliche Hintergründe für die geplanten Anschläge. Neben einer iranischen Verwicklung wird auch eine russische Sabotageoperation oder ein islamistischer Hintergrund in Betracht gezogen, wie eine mit dem Vorgang vertraute Person mitteilte. Großbritannien hatte seine Terrorwarnstufe bereits im April auf die zweithöchste Stufe angehoben. Der Abzug der Bomber markiert eine unmittelbare Reaktion auf die Sicherheitsrisiken, denen westliche Militärbasen ausgesetzt sind, und könnte Vorbote für weitere Truppenverlegungen oder verstärkte Schutzmaßnahmen sein.
Citas Notables
Es gibt starke Anzeichen für eine Verwicklung des Iran in die mutmaßlichen Anschlagspläne— Premierminister Andy Burnham
Aus Gründen der operativen Sicherheit konnte die Verlegung nicht in Echtzeit bestätigt werden— Pentagon-Sprecher