Übersetzer in der Krise: Kampagne gegen Hungerlöhne und für existenzsichernde Einkommen

Übersetzer sind von Altersarmut bedroht und haben keine Absicherung in Krankheits- oder Notfällen.
Wer kann von 24.000 Euro im Jahr leben? Auf Instagram starten Übersetzer eine b…
In seinem 1932 erschienenen Essay über die „homerischen Übersetzungen“ schreibt der wundervolle Jorge Luis Borges: „Kei…
Mark

What happened here?

Mimi

Schicksal der Übersetzer: Weil es nicht reicht!.

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Give me the shape of it.

Mimi

Wer kann von 24.000 Euro im Jahr leben? Auf Instagram starten Übersetzer eine breitenwirksame Kampagne und weisen auf schockierende Details ihrer Existenz hin. Irland macht vor, wie es besser ginge.

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Mimi

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  • Zweihundert Übersetzer machen auf Instagram öffentlich sichtbar, was lange im Verborgenen blieb: Ein Jahreseinkommen von durchschnittlich 24.000 Euro reicht kaum zum Leben.
  • Die Bedrohung durch Altersarmut ist real – wer ein Leben lang Bücher überträgt, hat oft keine ausreichende Rentenabsicherung und kein Netz für Krankheit oder Notfälle.
  • KI-gestützte Übersetzungstools verdrängen Fachübersetzer aus ihrem angestammten Markt und drängen sie in den literarischen Bereich, wo sie zusätzlichen Konkurrenzdruck erzeugen.
  • Die Kampagne versucht, öffentliches Bewusstsein zu schaffen und politischen Druck aufzubauen – denn ohne gesellschaftliche Aufmerksamkeit bleibt strukturelle Veränderung aus.
  • Irlands Grundeinkommensprogramm für Kulturschaffende gilt als konkretes Vorbild, das zeigt, wie staatliche Unterstützung die prekäre Lage von Übersetzern grundlegend verbessern könnte.

Im Schatten der großen Literatur kämpfen jene, die Worte zwischen den Sprachen tragen, um ihre bloße Existenz: Zweihundert literarische Übersetzer in Deutschland haben eine Instagram-Kampagne gestartet, um auf ein durchschnittliches Jahreseinkommen von 24.000 Euro aufmerksam zu machen – ein Drittel des nationalen Durchschnitts, das kaum Raum lässt für Würde im Alter oder Sicherheit in der Not. Während künstliche Intelligenz den Fachübersetzungsmarkt verdrängt und neue Konkurrenz in den ohnehin engen literarischen Markt treibt, blickt die Branche nach Irland, wo ein Grundeinkommensprogramm für Kulturschaffende zeigt, dass Gesellschaften sich entscheiden können, ihre Vermittler des Geistes anders zu bewerten.

Jorge Luis Borges beschrieb das Übersetzen einst als eines der tiefsten Mysterien des Schreibens. Doch wer in Deutschland dieses Mysterium zum Beruf gemacht hat, lebt oft am Rand des Existenzminimums. Mit einer koordinierten Instagram-Kampagne machen nun rund zweihundert literarische Übersetzer auf ihre Lage aufmerksam – und die Zahlen, die sie nennen, sind ernüchternd: Im Schnitt 24.000 Euro im Jahr, etwa ein Drittel des deutschen Durchschnittseinkommens.

Die Folgen sind gravierend. Wer ein Berufsleben lang zu diesen Konditionen arbeitet, baut kaum Rentenansprüche auf und ist im Krankheitsfall weitgehend schutzlos. Altersarmut ist für viele keine abstrakte Gefahr, sondern eine absehbare Realität. Erschwerend kommt hinzu, dass der Aufstieg von KI-Übersetzungstools den Fachübersetzungsmarkt unter Druck setzt – und jene, die dort verdrängt werden, nun verstärkt in den literarischen Markt drängen, wo sie zusätzliche Konkurrenz erzeugen.

Die Kampagne zielt darauf ab, was bislang fehlte: öffentliche Sichtbarkeit. Denn strukturelle Verbesserungen – etwa höhere Honorare oder bessere soziale Absicherung – setzen politischen Willen voraus, der ohne gesellschaftlichen Druck selten entsteht. Als mögliches Modell gilt Irland, wo ein Grundeinkommensprogramm für Kulturschaffende bereits erprobt wird. Ob Deutschland diesen Weg gehen wird, bleibt offen – doch die Übersetzer haben begonnen, laut zu werden.

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In seinem 1932 erschienenen Essay über die „homerischen Übersetzungen“ schreibt der wundervolle Jorge Luis Borges: „Kein Problem ist so wesenseigen mit den Schriften und ihrem bescheidenen Mysterium verbunden wie dasjenige, welches eine Üb…

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