Trump widerspricht Rubio: Iranische Drohnenbedrohung hinter Bomber-Abzug

Fünf Männer wurden nahe dem Stützpunkt festgenommen und des Terrorverdachts beschuldigt; ein sechster Verdächtiger mit iranisch-britischer Staatsbürgerschaft wurde ebenfalls festgenommen, alle wurden später unter Auflagen freigelassen.
Die Flugzeuge seien nicht zufällig ausgeflogen, betonte Trump.
Trump widerspricht Rubios Darstellung einer Routineverlegung und nennt iranische Drohungen als Grund für den überraschten Abzug.
Mark

Warum ist es wichtig, dass Trump und Rubio sich widersprechen? Das passiert doch ständig in Regierungen.

Mimi

Weil es hier um eine konkrete Sicherheitsentscheidung geht, die Menschenleben betrifft. Wenn der Außenminister sagt, es ist Routine, und der Präsident sagt, es war eine iranische Drohne, dann wissen wir nicht, was wirklich los war.

Luke

Aber wir sollten vorsichtig sein: Die Medienberichte über den Drohnenangriff stammen von anonymen US-Beamten. Das ist nicht dasselbe wie eine offizielle Bestätigung.

Mark

Also könnte Rubio recht haben, dass es nur eine Routineverlegung war?

Mimi

Das ist möglich, aber dann erklärt sich nicht, warum Bomber starteten, bevor die Tankflugzeuge bereit waren. Das deutet auf echte Eile hin.

Luke

Genau. Und die fünf Männer, die festgenommen wurden – das ist real, das ist dokumentiert. Aber ob sie tatsächlich einen Anschlag planten, ist noch nicht bewiesen.

Mark

Was ist mit Trumps Aussage, dass die Bomber nicht allzu weit weg bewegt wurden?

Mimi

Das ist das Merkwürdigste. Das Pentagon sagt klar, sie sind in die USA zurückgekehrt. Das ist über 5000 Kilometer entfernt.

Luke

Entweder Trump weiß nicht, wo seine Bomber sind, oder er versucht, die Sache herunterzuspielen. Beides ist problematisch.

  • Amerikanische Bomber verließen RAF Fairford so abrupt, dass einige Maschinen starteten, bevor die nötigen Tankflugzeuge für den Atlantikflug überhaupt bereit waren.
  • Während Rubio die Öffentlichkeit mit dem Wort 'Routine' beruhigte, nannte Trump wenige Stunden später iranische Bedrohungen als Ursache – ein offener Widerspruch auf höchster Regierungsebene.
  • US-Medien berichten von konkreten Warnungen über einen geplanten iranischen Drohnenangriff, der auf Flugzeuge und Personal – darunter US-Piloten – abzielte.
  • Sechs Verdächtige wurden nahe dem Stützpunkt festgenommen, darunter ein iranisch-britischer Staatsbürger; alle wurden unter strengen Auflagen freigelassen, während die Ermittlungen andauern.
  • Trumps Andeutung, die Bomber seien 'nicht allzu weit' verlegt worden, steht im direkten Widerspruch zur Pentagon-Bestätigung, dass alle Maschinen in die USA zurückgekehrt sind.

Als amerikanische Langstreckenbomber in ungewöhnlicher Eile den britischen Stützpunkt RAF Fairford verließen, offenbarte sich nicht nur eine mögliche Bedrohung durch den Iran – sondern auch ein tiefer Riss im Inneren der US-Regierung selbst. Während Außenminister Rubio die Verlegung als routinemäßig darstellte, widersprach Präsident Trump ihm öffentlich und verwies auf iranisch verknüpfte Drohungen, ohne dabei mit den eigenen Pentagon-Angaben übereinzustimmen. In diesem Widerspruch zeigt sich, was in Krisenzeiten besonders schwer wiegt: nicht nur die äußere Bedrohung, sondern die Unklarheit darüber, ob eine Regierung sich selbst vertraut.

Am Wochenende verließen US-Langstreckenbomber den britischen Luftwaffenstützpunkt RAF Fairford in auffälliger Hast – ein Bild, das amerikanische Medien mit einem aufgescheuchten Vogelschwarm verglichen. Was die Maschinen in die Luft trieb, blieb jedoch umstritten.

Außenminister Marco Rubio trat vor die Kameras und beschrieb den Vorgang als gewöhnliche Rotation von Militärressourcen. Bedrohungen, die in den Tagen zuvor bekannt geworden waren, hätten mit der Entscheidung nichts unmittelbar zu tun, versicherte er. Stunden später widersprach ihm Präsident Trump direkt: Es habe Drohungen gegeben, die Täter seien vermutlich mit dem Iran verbunden, und die Bomber seien keineswegs zufällig verlegt worden.

Doch auch Trumps Version hielt einer Überprüfung nicht stand. Er deutete an, die Flugzeuge seien nicht weit weg bewegt worden – während das Pentagon bestätigte, dass sämtliche Bomber an ihre Heimatstützpunkte in den USA zurückgekehrt waren. Der Atlantik lässt sich kaum als kurze Strecke beschreiben.

US-Medien wie das Wall Street Journal und Axios berichteten unterdessen von konkreten Warnungen über einen geplanten iranischen Drohnenangriff, der Flugzeuge und Personal auf dem Stützpunkt – darunter US-Piloten – treffen sollte. Die New York Times schilderte, wie dringend die Lage eingestuft wurde: Einige Maschinen starteten, noch bevor die Tankflugzeuge für den Atlantikflug bereit waren.

Ende September waren bereits fünf Männer in der Nähe des Stützpunkts festgenommen worden, verdächtig der Vorbereitung einer Terrortat. Ein sechster Verdächtiger mit iranisch-britischer Staatsbürgerschaft folgte kurz darauf. Alle wurden später unter strengen Auflagen freigelassen. Großbritanniens Premierminister Andy Burnham bestätigte Hinweise auf eine mögliche iranische Verbindung.

Was bleibt, ist das Bild einer Regierung, die sich selbst nicht einig ist, wie viel sie preisgeben will – und deren innere Widersprüche in einer Krisensituation ebenso viele Fragen aufwerfen wie die Bedrohung von außen.

Am Wochenende verließen amerikanische Langstreckenbomber in hastiger Eile den britischen Luftwaffenstützpunkt RAF Fairford. Die Washington Post verglich die Szene mit einem aufgescheuchten Taubenschwarm. Doch während die Maschinen abheben, widersprechen sich die obersten Vertreter der US-Regierung über das, was sie in die Luft trieb.

Außenminister Marco Rubio stellte sich vor die Kameras und beschrieb den Abzug als Routine. Solche Rotationen von Militärressourcen in verschiedene Teile der Welt seien nichts Ungewöhnliches, sagte er. Die Bedrohungen, die in den Tagen zuvor bekannt geworden waren, hätten nicht unmittelbar mit der Entscheidung zur Verlegung zu tun. Er behielt sich vor, weiterhin Vertrauen in die britischen Sicherheitsvorkehrungen auf dem Stützpunkt zu haben.

Stunden später widersprach ihm Präsident Donald Trump direkt. Es habe Bedrohungen gegeben, sagte Trump vor Journalisten in Washington, ohne zunächst Details zu nennen. Auf Nachfrage erklärte er, dass die Menschen hinter diesen Drohungen vermutlich mit dem Iran verbunden seien. Die Flugzeuge seien nicht zufällig ausgeflogen, betonte Trump. Es habe ein paar Drohungen gegeben, und deshalb habe man die Bomber hin und her bewegt. Warum sollte man sie dort lassen?

Doch Trumps Darstellung wirft neue Fragen auf. Er deutete an, dass die Bomber nicht allzu weit weg bewegt worden seien. Das Pentagon erzählte eine andere Geschichte. Das US-Verteidigungsministerium bestätigte, dass alle Langstreckenbomber, die auf RAF Fairford stationiert waren, an ihre Heimatstützpunkte in den Vereinigten Staaten zurückbeordert wurden. Ein Flug über den Atlantik ist kaum als nicht allzu weit weg zu beschreiben.

US-amerikanische Medien hatten in den Tagen zuvor über konkrete Informationen berichtet. Das Wall Street Journal und das Nachrichtenportal Axios meldeten, dass Warnungen über einen möglichen iranischen Drohnenangriff zum eiligen Abzug geführt hätten. Der geplante Angriff sollte demnach Teil eines vielschichtigen iranischen Komplotts sein, mit dem Ziel, die Flugzeuge anzugreifen und Personal auf dem Stützpunkt zu töten, darunter auch US-Piloten. Die New York Times berichtete, dass die Notwendigkeit der Verlegung als so dringlich eingestuft wurde, dass einige Maschinen mit ihren Besatzungen bereits starteten, während die benötigten Tankflugzeuge erst noch für die Unterstützung über dem Atlantik vorbereitet werden mussten.

Ein US-Beamter erklärte, dass die Informationen zwar Teil jener Warnungen von vor drei Wochen seien, die Lage sich aber in den vergangenen 24 Stunden aufgrund konkreter Details zugespitzt habe. Ende September waren fünf Männer nahe dem Stützpunkt aufgegriffen worden. Sie werden der Vorbereitung einer terroristischen Tat verdächtigt und auch wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt. Ein sechster Verdächtiger mit iranisch-britischer Staatsbürgerschaft wurde in den folgenden Tagen ebenfalls festgenommen. Alle wurden später unter strengen Auflagen wieder auf freien Fuß gesetzt. Großbritanniens Premierminister Andy Burnham bestätigte Hinweise auf eine mögliche Verbindung zum Iran.

Die widersprüchlichen Aussagen zwischen Trump und Rubio deuten auf eine Regierung hin, die sich selbst nicht einig ist, wie offen sie über die Bedrohungslage sprechen will. Trumps vage Formulierungen und sein Widerspruch zu den Pentagon-Angaben werfen Fragen darüber auf, wie transparent die US-Regierung tatsächlich über das ist, was zum Abzug führte.

Es habe Bedrohungen gegeben. Die Menschen hinter der Bedrohung stünden vermutlich in Verbindung mit dem Iran.
— Präsident Donald Trump
Ich würde das nicht unmittelbar mit der Entscheidung über die Verlegung in Verbindung bringen. Die Verlegung ist nichts Ungewöhnliches.
— Außenminister Marco Rubio
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