Trump veröffentlicht Handynummer von Senator Cotton im Streit über Sommerzeit

Niemand möchte seine kostbare Zeit damit verbringen, zweimal im Jahr die Uhren umzustellen
Trump argumentiert für die dauerhafte Sommerzeit und kritisiert die bisherige Praxis der halbjährlichen Zeitumstellung.
Mark

Warum ist Trump so erbost über diese Zeitumstellung? Das klingt wie ein Randthema.

Mimi

Für ihn geht es um Tageslicht am Nachmittag – Golf, Tennis, Jagd. Er sieht das als Lebensqualität. Aber Cotton sieht ein echtes Problem: Kinder, die im Winter im Dunkeln zur Schule gehen.

Luke

Moment – hat Trump recht, dass das Repräsentantenhaus bereits zugestimmt hat?

Mimi

Ja, im Juli. Der Senat ist der Engpass. Und Cotton kann es allein blockieren – das ist die Regel dort.

Mark

Aber warum veröffentlicht Trump die Telefonnummer? Das ist doch extrem.

Mimi

Er versucht, Druck von außen aufzubauen. Wenn genug Arkansans anrufen, könnte Cotton nachgeben. Es ist eine Eskalation.

Luke

Funktioniert die Nummer überhaupt? Der Artikel sagt, die Mailbox war voll.

Mimi

Das ist unklar. Es könnte Cottons Nummer sein, oder auch nicht. Aber der Punkt ist gemacht – Trump hat öffentlich gemacht, dass Cotton blockiert.

Mark

Und Cotton argumentiert, dass die USA das schon versucht haben?

Mimi

Genau. Mehrfach. Jedes Mal haben sie es wieder abgeschafft, weil die Amerikaner die späten Sonnenaufgänge im Winter nicht ertragen konnten.

Luke

Also ist das keine neue Idee, sondern ein bekanntes Problem mit bekannten Lösungen, die nicht funktioniert haben?

Mimi

So sieht es Cotton. Trump sieht es anders – für ihn überwiegt der Nutzen.

Mark

Wer hat recht?

Luke

Das ist eine Wertfrage. Aber faktisch: Der Kongress hat das Problem schon gelöst, indem er zur halbjährlichen Umstellung zurückgekehrt ist.

  • Trump eskaliert den Konflikt, indem er Cottons Telefonnummer öffentlich postet und Arkansaner direkt auffordert, ihren Senator unter Druck zu setzen.
  • Die veröffentlichte Nummer war sofort überlastet und nicht erreichbar – ein Zeichen dafür, wie viel Mobilisierungskraft der Präsident entfalten kann.
  • Cotton verteidigt seine Blockade sachlich: Der Kongress habe die permanente Sommerzeit bereits mehrfach eingeführt und stets wieder zurückgenommen, weil Schulkinder im Winter im Dunkeln unterwegs waren.
  • Trump kontert mit dem Vorwurf, Cotton handle aus Ego, nicht aus Überzeugung – und verschärft damit den innerparteilichen Bruch.
  • Das Repräsentantenhaus hat dem Gesetz bereits zugestimmt; im Senat genügt eine einzige Stimme zur Blockade – Cottons Stimme.

Was wie eine bürokratische Kleinigkeit wirkt – das Umstellen der Uhren –, hat sich in Washington zu einem Riss innerhalb der Republikanischen Partei ausgeweitet. Donald Trump veröffentlichte die Mobilfunknummer seines Parteifreundes Tom Cotton, um Bürger aus Arkansas zu mobilisieren und Druck für den »Sunshine Protection Act« zu erzeugen, der die halbjährliche Zeitumstellung dauerhaft abschaffen soll. Cotton hält dagegen: Er sieht in der permanenten Sommerzeit eine Last für Familien, deren Kinder im Winterdunkel zur Schule aufbrechen müssten. In diesem Streit über Stunden und Minuten spiegelt sich eine tiefere Frage wider – wer in einer Demokratie den Willen des Volkes definiert und wer das Recht hat, ihn zu bremsen.

Ein Streit um die Uhr hat sich zu einem ungewöhnlichen Machtkampf innerhalb der Republikanischen Partei entwickelt. Donald Trump veröffentlichte auf Truth Social die Mobilfunknummer von Senator Tom Cotton aus Arkansas und rief dessen Wähler auf, ihn direkt zu kontaktieren. Der Anlass: Cotton blockiert den »Sunshine Protection Act«, der die halbjährliche Zeitumstellung in den USA für immer abschaffen würde.

Trump bezeichnete das Vorhaben als »sehr wichtig« und argumentierte, mehr Sonnenschein am Nachmittag komme Golfern, Jägern, Landwirten und Hobbysportlern zugute. Cotton, den Trump als Freund bezeichnete, stehe dem Fortschritt im Weg – und im Senat reiche eine einzige Stimme zur Blockade. Die veröffentlichte Nummer war zum Zeitpunkt des Posts nicht erreichbar; eine automatische Ansage meldete, dass kein Platz für Nachrichten vorhanden sei.

Cotton antwortete rasch. Auf X erklärte er, auch er lehne die Zeitumstellung ab – doch die Geschichte zeige, dass dauerhafte Sommerzeit im Winter zu absurd späten Sonnenaufgängen führe. Kinder in Arkansas müssten dann im Stockdunkeln zur Schule gehen. Für ihn stehe sein Bundesstaat an erster Stelle.

Trump ließ das nicht gelten und warf Cotton in einem zweiten Post vor, das Gesetz aus reinem Ego zu blockieren. Das Repräsentantenhaus hatte dem Entwurf bereits im Juli zugestimmt. Wie der Konflikt ausgeht, ist offen – doch die öffentliche Konfrontation zeigt, dass Trump bereit ist, erheblichen Druck selbst gegen Verbündete einzusetzen, wenn es um seine politischen Ziele geht.

Ein Streit über die Uhr hat sich zu einem öffentlichen Machtkampf zwischen dem US-Präsidenten und einem Senator aus seiner eigenen Partei entwickelt. Donald Trump veröffentlichte am Sonntag die Mobilfunknummer von Tom Cotton, dem republikanischen Senator aus Arkansas, und forderte die Wähler des Staates auf, ihren Vertreter anzurufen. Der Grund: Cotton blockiert ein Gesetz, das Trump offenbar sehr wichtig ist – den sogenannten Sunshine Protection Act, der die halbjährliche Zeitumstellung in den USA abschaffen würde.

Trump beschrieb das Vorhaben als »sehr wichtig« und argumentierte in seinem Post auf Truth Social, dass mehr Sonnenschein am späten Nachmittag besser sei als am frühen Morgen. Er führte Golfer der PGA-Tour an, die mehr Tageslicht benötigen würden, um ihre Turniere zu beenden. Auch Hobbygolfer, Tennisspieler, Jäger und Landwirte würden profitieren. »Niemand möchte seine kostbare Zeit damit verbringen, zweimal im Jahr herumzurennen und die Uhren umzustellen«, schrieb der Präsident. Doch Cotton, den Trump als Freund bezeichnete, steht im Weg – und im Senat reicht eine einzige Stimme zur Blockade.

Die veröffentlichte Nummer war zu dem Zeitpunkt nicht erreichbar. Eine automatische Ansage teilte Anrufern mit, dass kein Platz für Nachrichten vorhanden sei. Ob es sich um Cottons persönliche Nummer handelte, ließ sich nicht unmittelbar klären. Der Schritt war ungewöhnlich: Ein amtierender Präsident nutzte seine Plattform, um Bürger direkt zu mobilisieren gegen einen Senatskollegen seiner eigenen Partei.

Cotton antwortete schnell. Auf X schrieb er, dass auch er die Zeitumstellung nicht mag – aber der Kongress habe die dauerhafte Sommerzeit bereits mehrfach eingeführt und jedes Mal wieder abgeschafft, sobald die Amerikaner mit den Folgen konfrontiert wurden. Im Winter führe die permanente Sommerzeit zu absurd späten Sonnenaufgängen. Die Bürger von Arkansas wollten nicht, dass ihre Kinder im Stockdunkeln zur Schule gingen. Für ihn stehe Arkansas immer an erster Stelle.

Trump ließ das nicht stehen. In einem zweiten Post warf er Cotton vor, das Gesetz allein aus Ego zu blockieren. Wenn Cotton Arkansas wirklich an erste Stelle setzen würde, würde er den Menschen »eine extra Stunde Tageslicht geben«. Der Streit zeigt einen grundlegenden Konflikt: Während Trump die Vorteile von mehr Nachmittagslicht betont, warnt Cotton vor den praktischen Problemen, die eine dauerhafte Sommerzeit mit sich bringt – insbesondere für Familien mit Schulkindern in einem südlichen Bundesstaat.

Das Repräsentantenhaus hatte dem Sunshine Protection Act bereits im Juli zugestimmt. Im Senat aber stößt der Gesetzentwurf auf Widerstand, und Cotton hat die Macht, ihn zu blockieren. Die Debatte ähnelt Diskussionen in Europa, wo ebenfalls regelmäßig über die Abschaffung der Zeitumstellung gestritten wird. In den USA wird zweimal im Jahr die Zeit umgestellt – mit Ausnahme von Hawaii und dem größten Teil von Arizona. Wie der Konflikt zwischen Trump und Cotton endet, bleibt offen. Aber die öffentliche Konfrontation zeigt, dass der Präsident bereit ist, erheblichen Druck auszuüben, um sein Ziel zu erreichen.

Aber der Kongress hat die dauerhafte Sommerzeit bereits mehrfach eingeführt und jedes Mal wieder abgeschafft, sobald die Amerikaner im Winter mit absurd späten Sonnenaufgängen konfrontiert waren.
— Senator Tom Cotton auf X
Wenn Tom Cotton Arkansas tatsächlich an erste Stelle setzen würde, würde er ihnen eine extra Stunde Tageslicht geben.
— Donald Trump auf Truth Social
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