Sean Connery bat Ron Perlman: Spuck mir ins Gesicht

Wenn du mir nicht ins Gesicht spuckst, werden wir den ganzen Tag hier sein
Sean Connery löst Perlmans Hemmung mit einer klaren Ansage auf dem Set von »Der Name der Rose«.
Mark

Warum ist diese Geschichte überhaupt erwähnenswert? Es geht um eine Szene aus einem Film von vor 40 Jahren.

Mimi

Weil sie zeigt, wie Connery als Person funktionierte. Er war nicht unerreichbar, nicht eitel. Als er sah, dass Perlman gehemmt war, löste er das Problem mit einem Satz.

Luke

Aber wir wissen nur, was Perlman dem Guardian erzählt hat. Wir haben Connerys Version nicht. Und die Zahl – 16 Mal – ist das eine genaue Zählung oder eine Schätzung?

Mimi

Das ist fair. Perlman sagt »bestimmt 16 Mal«, also eher eine Erinnerung als eine exakte Zahl. Aber der Punkt bleibt: Es war viel öfter als einmal.

Mark

Und die Geschichte mit Connery, der an die Tür klopft – kommt die auch von Annaud?

Luke

Ja, genau. Annaud erzählt diese Geschichte dem Guardian. Wir haben keine unabhängige Bestätigung dafür, dass es so passiert ist.

Mimi

Aber es passt zu dem Bild, das wir von Connery haben. Ein Mann, der wusste, was er wollte, und der direkt handelte.

Mark

Also eine Geschichte über Professionalität und Demut?

Mimi

Und über das Brechen von Hierarchien. Perlman war nervös, weil Connery sein Held war. Connery machte das irrelevant.

Luke

Was wir nicht wissen: Wie war die Atmosphäre danach? Wurde Perlman und Connery danach Freunde? Oder war es einfach eine professionelle Transaktion?

Mimi

Das steht nicht in dem Bericht. Aber die Tatsache, dass Perlman sich 40 Jahre später daran erinnert und es dem Guardian erzählt, deutet darauf hin, dass es für ihn bedeutsam war.

  • Perlman stand wie gelähmt vor seinem Idol – die Szene verlangte das Unvorstellbare, und er konnte sich schlicht nicht überwinden, es zu tun.
  • Connery durchschnitt die Spannung mit einer einzigen nüchternen Ansage: Entweder Perlman spuckt jetzt, oder sie verbringen den ganzen Tag damit zu warten.
  • Die Direktheit wirkte – doch die Kamera forderte ihren Tribut: Mehrere Einstellungen bedeuteten, dass Perlman die Szene am Ende sechzehnmal wiederholen musste.
  • Hinter der Anekdote steckt eine zweite Geschichte: Connery hatte die Rolle des William von Baskerville nicht zugewiesen bekommen, sondern sie sich durch persönliches Erscheinen an Regisseur Annauds Bürotür selbst geholt.
  • Mit seinem Tod 2020 hinterließ Connery nicht nur Filmgeschichte, sondern auch Geschichten wie diese – Zeugnisse eines Mannes, dem Lässigkeit und Ernsthaftigkeit kein Widerspruch waren.

Manchmal offenbart sich die Größe eines Künstlers nicht in der Geste der Bewunderung, sondern in der Bereitschaft, sie aufzugeben. Als Ron Perlman 1986 am Set von »Der Name der Rose« zögerte, seinem Idol Sean Connery ins Gesicht zu spucken, war es Connery selbst, der die Situation mit entwaffnender Pragmatik löste – und damit zeigte, dass wahres Handwerk keine Ehrerbietung, sondern Wahrheit verlangt. Die Anekdote, die Perlman heute erzählt, ist mehr als eine Kuriosität: Sie ist ein kleines Gleichnis über Professionalität, Vertrauen und die seltsame Intimität, die beim gemeinsamen Erschaffen von Kunst entsteht.

Ron Perlman befand sich 1986 in einer Situation, die ihn vollständig lähmte: Die Szene am Set von »Der Name der Rose« verlangte, dass er Sean Connery – seinem persönlichen Idol – ins Gesicht spuckte. Perlman konnte es einfach nicht. Die bloße Vorstellung war für ihn unerträglich.

Connery erkannte das Problem und handelte mit der Direktheit, die ihn auszeichnete. Er nahm Perlman beiseite und machte ihm klar: Wenn er es nicht tue, würden sie den ganzen Tag feststecken. Die Worte wirkten. Perlman überwand sich – und spuckte. Doch die Anforderungen des Films ließen keine Gnade: Mehrere Kamerawinkel bedeuteten mehrere Wiederholungen. Am Ende des Drehtages hatte Perlman seinem Idol sechzehnmal ins Gesicht gespuckt.

Dass Connery überhaupt auf diesem Set stand, war das Ergebnis eigenen Willens. Regisseur Jean-Jacques Annaud hatte ursprünglich einen unbekannten Darsteller für die Rolle des mordermittelnden Mönchs William von Baskerville vorgesehen. Connerys Agent signalisierte Interesse – doch Connery wartete nicht. Er klopfte persönlich an Annauds Bürotür, erklärte, dass er das Drehbuch gelesen habe und es genau so klinge, wie er sich das Buch vorgestellt hatte. Er wollte die Rolle. Und er bekam sie.

Sean Connery starb 2020 im Alter von 90 Jahren. Was bleibt, sind nicht nur seine Rollen, sondern Momente wie dieser – in dem ein Weltstar einem eingeschüchterten Kollegen half, indem er ihn einfach bat, ihn anzuspucken.

Ron Perlman stand 1986 auf dem Set von »Der Name der Rose« und wusste nicht, wie er vorgehen sollte. Die Szene erforderte, dass er seinem Idol Sean Connery ins Gesicht spucken würde – eine Anforderung, die der damals 76-jährige Perlman lähmte. Er konnte sich einfach nicht überwinden, es zu tun. Sein Held stand direkt vor ihm, und die Vorstellung, ihn so zu behandeln, war für Perlman unerträglich.

Connery erkannte das Problem sofort. Er nahm Perlman zur Seite und sprach Klartext: »Ron, wenn du mir nicht ins Gesicht spuckst, werden wir den ganzen verdammten Tag hier sein.« Die Direktheit war befreiend. Perlman tat, was verlangt wurde. Aber dann kam das nächste Problem: Die Szene musste aus mehreren Blickwinkeln gefilmt werden. Das bedeutete Wiederholungen. Viele Wiederholungen. Am Ende des Tages hatte Perlman seinem Idol etwa 16 Mal ins Gesicht gespuckt – eine bizarre Initiation in die Zusammenarbeit mit einer Legende des Kinos.

Connery hatte sich diese Rolle hart erkämpft. Der Regisseur Jean-Jacques Annaud hatte ursprünglich einen unbekannten Schauspieler für die Rolle des Mönchs William von Baskerville vorgesehen, jenes mordermittelnden Benediktiners aus Umberto Ecos Weltbestseller. Connerys Agent versuchte mehrfach, sein Interesse zu signalisieren. Doch Connery wartete nicht auf weitere Vermittlung. Er klopfte persönlich an Annauds Bürotür.

»Listen, boy«, sagte er dem Regisseur. Er habe das Drehbuch gelesen, erinnert sich Annaud, und es habe genau so geklungen, wie er sich die Geschichte vorgestellt habe, als er das Buch selbst gelesen hatte. Connery wusste also, worauf er sich einließ. Er wollte diese Rolle. Und er bekam sie.

Sean Connery starb 2020 im Alter von 90 Jahren auf den Bahamas. Er bleibt einer der besten Filmschauspieler der Geschichte – und zweifellos einer der lässigsten. Ein Mann, der sich nicht zu schade war, von einem bewundernden Kollegen angespuckt zu werden, wenn die Geschichte es verlangte.

Ron, wenn du mir nicht ins Gesicht spuckst, werden wir den ganzen verdammten Tag hier sein.
— Sean Connery zu Ron Perlman auf dem Set
Er war mein Held
— Ron Perlman über Sean Connery im Guardian
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