Ronaldo verlässt Portugal-Team vor Dänemark-Spiel – Ära nach 23 Jahren zu Ende?

Wenn ich das Gefühl habe, dass ich nichts mehr bringe, werde ich als Erster gehen
Ronaldo hatte dies vor wenigen Tagen gesagt – und tat dann genau das, als er sich nicht mehr gebraucht fühlte.
Mark

Warum ist das so wichtig? Es ist doch nur ein Fußballspiel.

Mimi

Weil es nicht um ein Spiel geht. Es geht um einen Mann, der 23 Jahre lang das Gesicht seiner Nation war und der sich plötzlich nicht mehr gebraucht fühlt.

Luke

Aber wir sollten fair sein: Jesus hat gesagt, dass Ronaldo eingewechselt wird, wenn nötig. Das ist nicht unvernünftig für einen 41-Jährigen.

Mimi

Das stimmt. Aber für Ronaldo war es offenbar unerträglich, auf der Bank zu sitzen. Das sagt etwas über sein Selbstverständnis aus.

Mark

Hat Jesus einen Fehler gemacht, indem er das so hart formuliert hat?

Mimi

Möglich. Aber Jesus ist auch Trainer und muss Entscheidungen treffen. Die Frage ist, ob man einen Spieler von diesem Format so behandeln kann.

Luke

Wir wissen nicht, was hinter den Kulissen passiert ist. Wir wissen nur, dass Ronaldo gegangen ist und dass Jesus sagte, es gebe keinen Zwischenfall. Das ist eine große Lücke.

Mark

Könnte Ronaldo zurückkommen?

Mimi

Das weiß niemand. Er hat versprochen, später die Wahrheit zu sagen. Aber sein Abgang war sehr endgültig.

Luke

Und wir sollten beachten: Das ist sein erstes Mal, dass er sich so verhält. Das macht es umso bemerkenswerter.

  • Ronaldo verließ das Trainingscamp in Kopenhagen in einem schwarzen Lieferwagen
  • 234 Länderspiele, 146 Tore in 23 Jahren für Portugal
  • Trainer Jorge Jesus sagte, Ronaldo würde nur eingewechselt, wenn nötig
  • Europameister 2016, Nations-League-Sieger 2019 und 2025

Ronaldo verließ das Trainingscamp in Kopenhagen in einem schwarzen Lieferwagen und kündigte seinen Abschied via Instagram an, nachdem er erneut auf der Ersatzbank hätte sitzen sollen. Trainer Jesus hatte zuvor erklärt, dass es keinen Zwischenfall gebe und Ronaldo nur eingewechselt würde, wenn nötig – auch der Verbandschef konnte den Spieler nicht umstimmen.

Cristiano Ronaldo ist vom portugiesischen Nationalteam abgereist, nachdem Trainer Jorge Jesus ihm mitgeteilt hatte, dass er beim Nations-League-Spiel gegen Dänemark erneut nicht in der Startelf spielen würde. Der 41-jährige Superstar könnte damit nach 23 Jahren seine internationale Karriere beenden.

Cristiano Ronaldo verließ das portugiesische Nationalteam am Mittwoch, bevor sein Land gegen Dänemark in der UEFA Nations League antreten sollte. Der Grund war einfach und schmerzhaft: Trainer Jorge Jesus hatte ihm mitgeteilt, dass er erneut nicht in der Startelf stehen würde. Der 41-jährige Superstar, der sich sein ganzes Leben lang selbst als unersetzlich betrachtet hatte, konnte diese Nachricht nicht ertragen. Er stieg in einen schwarzen Lieferwagen und verließ das Parken-Stadion in Kopenhagen.

Auf Instagram kündigte Ronaldo seinen Abgang an. Er schrieb, dass er beschlossen habe, das Trainingslager zu verlassen, und versprach, später die Wahrheit über seine Gründe zu offenbaren. Die Botschaft war höflich, aber unmissverständlich: Er wünsche Portugal und seinen Mitspielern Glück, ohne Ausnahme. Es war eine Abschiedsnachricht, auch wenn Ronaldo sie nicht explizit als solche formulierte.

Dies war nicht das erste Zeichen von Frustration in dieser Länderspielpause. Am Sonntag zuvor hatte Portugal gegen Norwegen 2:1 gewonnen, doch Ronaldo saß die ganze Zeit auf der Bank. Er wirkte sichtlich verärgert und wurde nicht einmal eingewechselt. Am Tag vor dem Dänemark-Spiel versuchte Trainer Jesus, die Situation zu entschärfen. In der Pressekonferenz sagte er, es habe keinen Zwischenfall gegeben. Ronaldo werde einfach nicht in der Startelf spielen. "Wenn ich ihn brauche, wird er eingewechselt. Wenn ich ihn nicht brauche, wird er nicht eingewechselt", erklärte Jesus mit einer Sachlichkeit, die für einen Mann wie Ronaldo wie eine Ohrfeige wirken musste.

Selbst der Verbandschef Pedro Proenca, der extra angereist war, konnte Ronaldo nicht umstimmen. Der Spieler war entschlossen zu gehen. Nach Berichten der spanischen Sportzeitung Marca wollte er mit einem Privatjet nach Madrid fliegen.

Was nun folgt, könnte das Ende einer 23 Jahre währenden internationalen Karriere sein. Ronaldo hatte sein erstes Länderspiel 2003 als 18-Jähriger bestritten. Seitdem hatte er 234 Mal für Portugal gespielt und 146 Tore erzielt. Er war Europameister 2016 und hatte mit Portugal die Nations League 2019 gegen die Niederlande und 2025 gegen Spanien gewonnen. Das sind die großen Erfolge eines großen Spielers.

Bis vor wenigen Tagen hatte Ronaldo immer wieder betont, dass er selbst entscheiden würde, wann Schluss ist. "Wenn ich das Gefühl habe, dass ich dem Team nichts mehr bringe oder dass ich eine schlechte Stimmung schaffe, werde ich als Erster gehen", hatte er gesagt. Er fügte hinzu: "Die Portugiesen zählen auf mich. Deshalb bin ich immer noch hier." Nun ist er nicht mehr hier. Ob dieser Abgang nur für das Dänemark-Spiel gilt oder ob es wirklich das Ende ist, bleibt offen. Aber die Tatsache, dass ein Mann, der sein ganzes Leben lang Kontrolle über sein Schicksal hatte, plötzlich die Kontrolle verloren hat, sagt mehr aus als jede offizielle Erklärung.

Wenn ich ihn brauche, wird er eingewechselt. Wenn ich ihn nicht brauche, wird er nicht eingewechselt.
— Trainer Jorge Jesus
Zu gegebener Zeit werde ich allen Portugiesen die Wahrheit über die Gründe für meinen Abschied sagen.
— Cristiano Ronaldo, Instagram-Nachricht
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