Pistorius kündigt erstes Drohnenregiment der Bundeswehr an

Wer sich zu Land durchsetzen will, muss den Kampf mit unbemannten Systemen beherrschen
Verteidigungsminister Pistorius erklärt die strategische Notwendigkeit des neuen Drohnenregiments.
Mark

Warum braucht die Bundeswehr ausgerechnet jetzt ein eigenes Drohnenregiment? Das klingt nach einer großen organisatorischen Veränderung.

Mimi

Die Antwort liegt im Ukrainekrieg. Die Bundeswehr hat beobachtet, dass Drohnen nicht mehr ein Randthema sind — sie sind zentral für moderne Kriegführung. Ein Regiment zu schaffen bedeutet, alle Fähigkeiten an einem Ort zu konzentrieren: Aufklärung, Angriff, Abwehr.

Luke

Aber 600 Soldaten für ein ganzes Regiment — ist das nicht relativ klein? Und wie viele Drohnen sprechen wir hier eigentlich?

Mimi

Das ist eine gute Frage. Der Bericht nennt keine konkreten Zahlen zu Drohnen oder Ausrüstung. 600 Soldaten ist für ein Regiment tatsächlich nicht groß, aber es geht hier um spezialisierte Fähigkeiten, nicht um Masse.

Mark

Das Regiment soll schon nächstes Jahr einsatzbereit sein. Ist das realistisch?

Mimi

Freuding spricht von einer »Anfangsbefähigung« — also nicht voller Einsatzbereitschaft, sondern einem funktionsfähigen Grundgerüst. Die vollständige Ausbildung und Ausrüstung soll bis 2027 abgeschlossen sein.

Luke

Und wo wird das Regiment stationiert? Der Bericht sagt, dass ein Standort noch gesucht wird.

Mimi

Genau. Das ist noch offen. Sie brauchen einen Platz, wo die Soldaten mit Drohnen trainieren können — das ist nicht trivial.

Mark

Was bedeutet »elektromagnetischer Kampf«? Das klingt nach Science-Fiction.

Mimi

Das ist die Fähigkeit, gegnerische Drohnen zu stören oder abzuschießen — elektronische Kriegführung gegen unbemannte Systeme. Eine ganze Kompanie wird sich darauf spezialisieren.

Luke

Und die Brigade 45, die nach Litauen geht — bekommt die auch Drohnenabwehr?

Mimi

Ja, das ist ein festes Ziel. Sie soll mit diesen Fähigkeiten ausgestattet werden, bevor sie 2027 nach Litauen verlegt wird.

Mark

Das klingt nach einer Antwort auf die NATO-Präsenz im Osten.

Mimi

Absolut. Die Division 2025 ist das Zukunftsprojekt des Heeres, und Drohnen sind ein Kernstück davon.

  • Die Bundeswehr zieht eine direkte Lehre aus dem Ukrainekrieg: Ohne Drohnenkompetenz ist moderne Landkriegführung nicht mehr möglich — und dieser Rückstand soll nun mit Tempo aufgeholt werden.
  • Das neue Regiment mit 600 Soldaten soll Reichweiten von der Nahkampfzone bis zu 500 Kilometern abdecken und verfügt über eine eigene Kompanie für elektromagnetischen Kampf.
  • Bereits im kommenden Jahr soll eine erste operative Einsatzfähigkeit erreicht sein — Generalleutnant Freuding nennt das Tempo ehrgeizig, aber militärisch unausweichlich.
  • Das Regiment wird Teil der Division 2025 und soll die Brigade 45 noch vor ihrer dauerhaften Stationierung in Litauen ab 2027 mit Drohnenabwehrfähigkeiten ausstatten.
  • Parallel erprobt die Bundeswehr im Rahmen der Experimentalserie Land neue Technologien selbst — ein Bekenntnis, nicht länger auf Lösungen von außen zu warten.

In einer Zeit, in der der Krieg in der Ukraine die Regeln moderner Landkriegführung neu schreibt, zieht Deutschland eine weitreichende Konsequenz: Die Bundeswehr gründet ihr erstes eigenständiges Drohnenregiment — 600 Soldaten, die Aufklärung, Angriff und Abwehr unbemannter Systeme unter einem Kommando vereinen. Verteidigungsminister Pistorius verkündete das Vorhaben auf dem Truppenübungsplatz Bergen, als Eingeständnis, dass militärische Stärke heute nicht mehr ohne Beherrschung des Luftraums durch Maschinen gedacht werden kann. Es ist ein Schritt, der zeigt, wie Kriege anderswo die Streitkräfte der Welt formen — auch jene, die nicht selbst kämpfen.

Auf dem Truppenübungsplatz Bergen in Niedersachsen gab Verteidigungsminister Boris Pistorius den Startschuss für ein Vorhaben, das die Bundeswehr grundlegend verändern soll: das erste eigenständige Drohnenregiment der deutschen Streitkräfte. 600 Soldaten sollen künftig Aufklärung, Drohnenangriff und die Abwehr feindlicher unbemannter Systeme in einer einzigen Einheit bündeln. Die Entscheidung ist eine unmittelbare Antwort auf die Beobachtungen aus dem Ukrainekrieg — einem Konflikt, der gezeigt hat, dass Landstreitkräfte ohne Drohnenkompetenz auf dem modernen Schlachtfeld kaum bestehen können.

Das Regiment wird fünf spezialisierte Kompanien umfassen: für Nah- und Mittelstreckenangriffe, für Drohnenabwehr und elektronischen Kampf sowie eine Einheit für Tests und Neuentwicklungen. Die Reichweiten erstrecken sich von der unmittelbaren Gefechtsnähe bis zu 500 Kilometern. Generalleutnant Christian Freuding, Inspekteur des Heeres, beschrieb den Aufbauplan als ambitioniert, aber militärisch notwendig. Ein geeigneter Standort für das Regiment wird noch gesucht.

Das neue Regiment ist eingebettet in das größere Zukunftsprojekt des Heeres: die Division 2025, aus der eine vollständig ausgestattete Division mit bis zu 30.000 Soldaten entstehen soll. Besondere Dringlichkeit erhält das Vorhaben durch die Brigade 45, die ab 2027 dauerhaft in Litauen stationiert sein wird — und die noch vor ihrer Verlegung mit Drohnenabwehrfähigkeiten ausgestattet werden soll.

Pistorius betonte, dass die Bundeswehr neue Technologien künftig selbst erproben will, statt auf Angebote der Industrie oder anderer Länder zu warten. Die sogenannte Experimentalserie Land soll als eine Art Feldlabor dienen. Die Ankündigung ist ein klares Signal: Deutschland nimmt die Lehren aus der Ukraine ernst — und will seine Streitkräfte schnell und eigenständig modernisieren.

Die Bundeswehr baut ihre erste eigenständige Drohneneinheit auf. Verteidigungsminister Boris Pistorius kündigte das Vorhaben am Donnerstag auf dem Truppenübungsplatz Bergen in Niedersachsen an — ein Regiment mit 600 Soldaten, das die Fähigkeiten zum Aufklären, zum Angriff mit unbemannten Systemen und zur Abwehr gegnerischer Drohnen unter einem Dach vereinen soll. Die Entscheidung ist eine direkte Reaktion auf das, was die Bundeswehr im Ukrainekrieg beobachtet hat: dass moderne Landkriegführung ohne Drohnenkompetenz nicht mehr funktioniert.

Pistorius formulierte es prägnant: Wer sich zu Land durchsetzen wolle, müsse den Kampf mit unbemannten Systemen beherrschen. Das neue Regiment wird Reichweiten von der unmittelbaren Nähe bis zu 500 Kilometern abdecken und verfügt über eine eigene Kompanie für elektromagnetischen Kampf — also für die Störung und Abwehr von Drohnensystemen. Der Aufbau ist ambitioniert: Bereits im kommenden Jahr soll das Regiment eine erste operative Befähigung erreichen. In den zwei Jahren danach wächst die Einheit auf ihre volle Stärke von etwa 600 Mann heran.

Generalleutnant Christian Freuding, der Inspekteur des Heeres, beschrieb das Tempo als ehrgeizig, aber militärisch notwendig. Das Regiment wird ein eigenständiger Verband sein, aber eng mit anderen Einheiten zusammenarbeiten. Freuding plant fünf spezialisierte Kompanien: eine für Drohnenangriffe auf kurze Distanz, eine für mittlere Reichweiten bis zu mehreren hundert Kilometern, zwei für Drohnenabwehr und elektronischen Kampf, und eine fünfte für Tests und Neuentwicklungen. Ein geeigneter Standort wird noch gesucht — ein Ort, an dem die Soldaten mit Drohnen trainieren können.

Das Regiment wird Teil der sogenannten Division 2025, dem Zukunftsprojekt des Heeres. Aus der 10. Panzerdivision soll eine moderne, vollständig ausgestattete Division mit bis zu 30.000 Soldaten entstehen. Ein zentrales Element ist die Brigade 45, die ab 2027 dauerhaft in Litauen stationiert sein wird — und die Bundeswehr hat sich zum Ziel gesetzt, diese Brigade noch vor ihrer Verlegung mit Drohnenabwehrfähigkeiten auszustatten.

Parallel zum neuen Regiment werden unbemannte Systeme auch in bestehende Truppengattungen wie Aufklärer, Jäger und Panzertruppen integriert. Pistorius betonte, dass die Bundeswehr nicht länger darauf wartet, dass andere Länder oder die Industrie Lösungen anbietet. Stattdessen erprobt sie im Rahmen der sogenannten Experimentalserie Land neue Technologien selbst — ein »Labor im Gelände«, wie der Minister es nannte. Der Erfolg einzelner Waffensysteme hänge entscheidend davon ab, wie gut sie sich in das Gesamtnetzwerk integrieren lassen. Mit dieser Ankündigung signalisiert die Bundeswehr, dass sie die Lehren aus der Ukraine ernst nimmt und ihre Fähigkeiten schnell modernisieren will.

Wer sich zu Land durchsetzen will, der muss eben den Kampf mit unbemannten Systemen beherrschen
— Verteidigungsminister Boris Pistorius
Heute ist ein guter Tag fürs Heer, mit dem Startschuss verfolgen wir einen schnellen Pfad, um die dringend notwendige Fähigkeit im Bereich Drohnen schnell aufzubauen
— Generalleutnant Christian Freuding, Inspekteur des Heeres
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