An dem Ort, wo Zinédine Zidane einst als Spieler seinen größten Triumph erlebte und seine tiefste Niederlage erlitt, kehrte er nun als Trainer zurück — und das Stade de France bot ihm kein eindeutiges Urteil. Frankreichs 1:1 gegen Italien ist mehr als ein Punktverlust: Es ist ein Symbol für die Schwierigkeit, Geschichte zu überschreiben, selbst wenn man ihr Hauptdarsteller war. Der Neuanfang unter Zidane bleibt vorerst eine offene Frage, zwischen Aufbruch und Erinnerung.
Olises Traumtor reicht nicht: Frankreich remisiert gegen Italien
Ein Traumtor, das nicht zum Sieg reichte
Warum ist dieses Remis für Zidane so bedeutsam? Es ist ja nur ein Freundschaftsspiel in der Nations League.
Es ist mehr als das. Zidane kehrt nach Jahren zurück, und sein erstes Heimspiel ist ausgerechnet gegen Italien — das Land, gegen das seine Karriere mit einem Skandal endete. Das Stade de France ist sein Heiligtum. Ein Sieg hätte eine Geschichte erzählt.
Aber war Frankreich wirklich besser? Der Text sagt, dass Italien die gefährlichsten Chancen im ersten Durchgang hatte. Das klingt nicht nach einer dominanten französischen Leistung.
Nein, Frankreich machte das Spiel, aber Italien war effizient. Donnarumma war überragend. Olises Tor war wirklich spektakulär — unter die Latte von außerhalb des Strafraums.
Und dann dieser Fehler von Lucas da Cunha, der zum Ausgleich führte?
Genau. Ein einfacher Fehler, und Bastoni war zur Stelle. Dann kam Upamecano mit der Gelb-Roten Karte, und Frankreich konnte nicht mehr angreifen.
Wissen wir, ob dieser Fehler von da Cunha typisch für ihn ist, oder war es nur eine Unachtsamkeit in einem wichtigen Spiel?
Das wird nicht erwähnt. Es war ein einzelner Moment, aber er war entscheidend.
Wie wichtig ist es, dass Zidane ausgerechnet gegen Italien spielte?
Sehr wichtig. Die Zuschauer wussten von 2006, von dem Kopfstoß. Das war überall präsent.
Aber hat das Zidane selbst beeinflusst? Oder ist das nur eine Geschichte, die wir erzählen?
Das wissen wir nicht. Der Text sagt, dass die Zuschauer ihre Mannschaft lautstark antrieben. Das könnte geholfen oder auch Druck aufgebaut haben.
Le Pouls
- Das Stade de France war aufgeladen mit Geschichte — zwanzig Jahre nach Zidanes Kopfstoß-Ausscheiden gegen Italien kehrte er als Trainer gegen denselben Gegner zurück.
- Michael Olises Traumfreistoß in der 55. Minute ließ kurz glauben, dass dieser Abend eine Erlösungsgeschichte werden könnte.
- Alessandro Bastoni nutzte einen französischen Fehler gnadenlos aus und stellte mit dem 1:1 die alte Ordnung wieder her.
- Upamecanos Gelb-Rote Karte in der 85. Minute raubte Frankreich jede Möglichkeit, das Spiel noch zu drehen — zehn gegen elf, und die Zeit lief ab.
- Das Unentschieden dämpft die Euphorie um Zidanes Amtsantritt, ohne die Hoffnung ganz zu löschen.
An dem Ort, wo Zinédine Zidane einst als Spieler seinen größten Triumph erlebte und seine tiefste Niederlage erlitt, kehrte er nun als Trainer zurück — und das Stade de France bot ihm kein eindeutiges Urteil. Frankreichs 1:1 gegen Italien ist mehr als ein Punktverlust: Es ist ein Symbol für die Schwierigkeit, Geschichte zu überschreiben, selbst wenn man ihr Hauptdarsteller war. Der Neuanfang unter Zidane bleibt vorerst eine offene Frage, zwischen Aufbruch und Erinnerung.
Zinédine Zidane kehrte ins Stade de France zurück — jener Ort, an dem er Frankreich 1998 zum Weltmeistertitel führte und 2006 im WM-Finale gegen Italien mit einem Kopfstoß seine Karriere beendete. Sein erstes Heimspiel als Nationaltrainer endete mit einem 1:1, einem Ergebnis, das die Erwartungen an einen Neuanfang dämpfte, auch wenn die Mannschaft phasenweise überzeugte.
Nach einem torarmen ersten Durchgang, in dem Italien defensiv kompakt stand und auf Konter lauerte, brachte Michael Olise Frankreich in der 55. Minute mit einem präzisen Freistoß unter die Latte in Führung. Doch die Freude währte kurz: Alessandro Bastoni nutzte einen Fehler von Lucas da Cunha aus und glich dreizehn Minuten später aus. Gianluigi Donnarumma im italienischen Tor vereitelte mehrere Großchancen spektakulär. Den endgültigen Dämpfer setzte Dayot Upamecano, der in der 85. Minute die Gelb-Rote Karte sah — mit zehn Mann war an einen Siegtreffer nicht mehr zu denken.
Anderswo in der Nations League gab es klarere Verhältnisse. Belgien besiegte die Türkei in Lüttich mit 3:0, angeführt von einem überragenden Kevin De Bruyne mit zwei Toren und einem abschließenden Treffer von Romelu Lukaku. Bosnien-Herzegowina verabschiedete Edin Dzeko mit einem emotionalen 1:1 gegen Schweden — ein annulliertes Tor per VAR, ein Gegentreffer, und schließlich doch noch der Ausgleich. Den eindrucksvollsten Auftritt des Abends lieferte Robert Lewandowski: Der 38-Jährige traf beim 6:0 Polens gegen Rumänien dreimal und bewies, dass manche Geschichten noch nicht zu Ende geschrieben sind.
Zinédine Zidane kehrte an den Ort seiner größten Stunde zurück — das Stade de France in Paris, wo er Frankreich 1998 zum ersten Weltmeistertitel führte. Doch sein erstes Heimspiel als Nationaltrainer endete nicht mit dem erhofften Sieg. Gegen Italien trennte sich die Équipe tricolore mit 1:1 (0:0), ein Ergebnis, das die Erwartungen an einen Neuanfang dämpfte, auch wenn die Leistung phasenweise überzeugte.
Das Spiel trug von Anfang an eine historische Last mit sich. Vor zwanzig Jahren war Zidane in diesem Stadion aus dem WM-Finale gegen Italien hinausgeflogen — nach einem Kopfstoß, der sein Karriereende besiegelte. Die Pariser Zuschauer schienen diese Geschichte zu kennen und trieben ihre Mannschaft mit entsprechender Lautstärke voran. Frankreich übernahm die Kontrolle, doch die gefährlichsten Chancen des ersten Durchgangs gehörten paradoxerweise den Italienern, die defensiv kompakt standen und auf Konter lauerten.
Nach der Pause kam der Moment, auf den die französischen Fans gehofft hatten. Michael Olise, Bayerns Außenseiter-Star, nahm sich einen Freistoß vor und schloss ihn mit einer Präzision ab, die das Publikum zum Jubeln brachte. Der Ball fand den Weg unter die Latte — ein Traumtor, das Frankreich in der 55. Minute in Führung brachte. Es sah nach dem Wendepunkt aus, nach dem Moment, in dem Zidanes Rückkehr Gestalt annehmen würde.
Doch Italien ließ sich nicht abschütteln. Nur dreizehn Minuten später nutzte Alessandro Bastoni einen Fehler von Lucas da Cunha aus und glich aus. Die italienische Abwehr, angeführt von Gianluigi Donnarumma im Tor, der mehrere Großchancen spektakulär vereitelte, hielt stand. In der Schlussphase verschärfte sich die Situation für Frankreich: Dayot Upamecano, Olises Teamkollege bei Bayern München, sah die Gelb-Rote Karte (85. Minute) und musste vom Platz. Mit zehn Mann konnte Frankreich nicht mehr nach vorne drängen.
Anderswo in der Nations League gab es deutlichere Ergebnisse. Belgien feierte unter Nationalcoach Mark van Bommel seinen ersten Heimsieg und besiegte die Türkei in Lüttich mit 3:0 (1:0). Kevin De Bruyne war der Matchwinner des Abends und erzielte zwei Tore, bevor Romelu Lukaku den Schlusspunkt setzte. Für die Türkei war es bereits die dritte Niederlage im dritten Spiel.
Edin Dzeko, der Schalke-Stürmer, spielte sein letztes Länderspiel für Bosnien-Herzegowina. Das Spiel gegen Schweden wurde zur emotionalen Achterbahnfahrt: Ein vermeintlicher Führungstreffer Dzekos mit dem Halbzeitpfiff wurde vom VAR zurückgenommen, kurz darauf traf Schweden. In der Schlussphase gelang den Bosniern aber noch der Ausgleich zum 1:1 (0:0).
Robert Lewandowski, der ehemalige Bayern-Stürmer, zeigte sich bei Polens 6:0-Sieg gegen Rumänien in beeindruckender Form. Der 38-Jährige traf dreimal: einmal in der ersten Halbzeit zur Führung, erneut kurz nach dem Seitenwechsel und schließlich wenige Minuten vor dem Ende. Für Lewandowski war es ein würdiger Auftritt in einer Nations-League-Runde, die für etablierte Mannschaften wie Frankreich eher unbefriedigend ausfiel.
Citations marquantes
Gianluigi Donnarumma vereitelte zahlreiche Großchancen Frankreichs mit überragenden Leistungen— Spielbericht