Im Stade de France hat Frankreich unter Zinédine Zidane eine neue Hierarchie sichtbar gemacht: Nicht die altbekannten Superstars, sondern der 24-jährige Michael Olise vom FC Bayern München trägt die Équipe tricolore derzeit. Mit zwei Toren und einer Vorlage nach seiner Einwechslung in der 60. Minute entschied er das Spiel gegen Belgien und schrieb damit ein Kapitel, das den Fußball daran erinnert, dass Schlüsselspieler selten dort entstehen, wo man sie erwartet.
Olise führt Frankreich mit Gala-Auftritt zum 4:1-Sieg gegen Belgien
Es ist einfach außergewöhnlich, was er macht
Wie ist es möglich, dass ein einzelner Spieler an sechs von sieben Treffern beteiligt ist? Das klingt fast zu gut, um wahr zu sein.
Olise kam erst in der 60. Minute ins Spiel, als Frankreich noch 0:1 hinten lag. In der folgenden halben Stunde hat er das Spiel komplett verändert – zwei Tore und eine Vorlage. Das ist nicht Zufall, das ist Qualität unter Druck.
Aber wir sollten fair sein: Belgien spielte unter einem neuen Trainer, und Frankreich hatte nach dem Ausgleich ein ganz anderes Spiel. Olise war brillant, ja, aber auch die Umstände waren günstig.
Zidane sagt, dass es noch Verbesserungspotenzial gibt. Was meint er damit konkret?
Er kritisiert die Effizienz im Strafraum. Frankreich braucht mehr Spieler in den gefährlichen Zonen, um konsistenter zu sein. Das 4:1 war beeindruckend, aber Zidane denkt bereits weiter.
Das ist wichtig zu verstehen: Ein 4:1-Sieg sieht toll aus, aber Zidane sieht auch die Schwächen. Belgien führte lange Zeit, und erst nach dem Ausgleich wurde Frankreich dominant. Das ist nicht die Stabilität, die man von einer Top-Mannschaft erwartet.
Olise selbst wirkt sehr bescheiden. Sagt er nicht viel nach solchen Leistungen?
Nein, er ist gewohnt knapp. Er betont, dass es eine Teamleistung ist und dass Zidane die Ideen einbringt. Das deutet auf einen Spieler hin, der sich in die Mannschaft einfügt.
Das ist auch bemerkenswert: In vier Spielen unter Zidane hat Frankreich sieben Tore erzielt, und Olise war an sechs beteiligt. Das ist eine ungewöhnliche Konzentration der Effektivität auf einen Spieler. Ob das nachhaltig ist, werden die nächsten Spiele zeigen.
O Pulso
- Belgien führte bis weit in die zweite Halbzeit – die Franzosen wirkten ideenlos und ohne Durchschlagskraft in den entscheidenden Zonen.
- Zidanes taktischer Griff in der 60. Minute, Olise aufs Feld zu schicken, veränderte das Spiel schlagartig und setzte eine halbe Stunde der Dominanz in Gang.
- Olise bereitete das 2:1 vor, erzielte dann zwei Tore kurz vor Schluss und verwandelte eine drohende Niederlage in einen klaren 4:1-Sieg.
- Mit zehn Punkten aus vier Spielen ist Zidanes Start geglückt, doch der Trainer mahnt: Die Effizienz im Strafraum muss noch wachsen.
- Olise selbst bleibt bescheiden und spricht von Teamleistung – doch die Zahlen erzählen eine andere Geschichte: sechs von sieben Toren unter Zidane gehen auf sein Konto.
Im Stade de France hat Frankreich unter Zinédine Zidane eine neue Hierarchie sichtbar gemacht: Nicht die altbekannten Superstars, sondern der 24-jährige Michael Olise vom FC Bayern München trägt die Équipe tricolore derzeit. Mit zwei Toren und einer Vorlage nach seiner Einwechslung in der 60. Minute entschied er das Spiel gegen Belgien und schrieb damit ein Kapitel, das den Fußball daran erinnert, dass Schlüsselspieler selten dort entstehen, wo man sie erwartet.
Frankreich hat unter Zinédine Zidane sieben Tore in vier Spielen erzielt – und an sechs davon war ein einziger Mann beteiligt: Michael Olise, 24 Jahre alt, Flügelspieler des FC Bayern München. Nicht Mbappé, nicht Dembélé, sondern der vergleichsweise unscheinbare Olise ist zum Herzstück der neuen Équipe tricolore geworden.
Gegen Belgien im Stade de France schien zunächst wenig dafür zu sprechen. Die Belgier unter Mark van Bommel gingen durch Lukébakio in Führung und hielten diese lange. Erst als Zidane in der 60. Minute Olise einwechselte, änderte sich das Bild. Innerhalb von dreißig Minuten bereitete der Bayern-Spieler das 2:1 durch Cherki vor und erzielte anschließend selbst zwei Tore – in der 88. und in der 90.+1. Minute. Endstand: 4:1.
Olise gab sich nach dem Spiel wortkarg und zugewandt zugleich: »Das ist eine Teamleistung. Zidane bringt Ideen ein und wir setzen sie um.« Zidane seinerseits schwärmte offen: »Es ist einfach außergewöhnlich, was er macht.« Zehn Punkte aus vier Spielen nannte er erfreulich, mahnte aber auch, dass die Mannschaft im letzten Drittel noch zu wenig Durchschlagskraft zeige. Schritt für Schritt, sagte er – und meinte damit wohl auch, dass das Beste dieser Mannschaft noch vor ihr liegt.
Frankreich hat unter seinem neuen Trainer Zinédine Zidane eine bemerkenswerte Bilanz aufgebaut: sieben Tore in vier Spielen. Doch die Verteilung dieser Treffer erzählt eine Geschichte, die niemand so hätte vorhersehen können. Michael Olise, der 24-jährige Flügelspieler des FC Bayern München, war an sechs dieser sieben Tore beteiligt. Nicht der Superstar Kylian Mbappé, nicht der Weltfußballer Ousmane Dembélé – sondern Olise ist unter Zidane zum Schlüsselspieler der französischen Nationalmannschaft geworden.
Am Montagabend im Stade de France besiegelte Olise diese Entwicklung eindrucksvoll. Frankreich gewann gegen Belgien 4:1 in der Nations League und feierte damit seinen dritten Sieg im vierten Spiel unter Zidane. Die Belgier, trainiert vom neuen Coach Mark van Bommel, gingen durch Dodi Lukébakio in der 35. Minute in Führung und hielten diese lange Zeit. Doch Zidane reagierte taktisch und brachte Olise in der 60. Minute ins Spiel. Was folgte, war eine halbe Stunde, in der der Bayern-Spieler das Spiel allein zu dominieren schien.
Zunächst bereitete Olise das 2:1 vor, das Rayan Cherki in der 81. Minute erzielte. Dann folgte sein Doppelpack: zwei Tore in den Minuten 88 und 90+1, die die Partie endgültig entschieden. Dazwischen hatte der ebenfalls eingewechselte Désiré Doué den Ausgleich erzielt. Olise selbst blieb nach dem Spiel bescheiden. Dem Sender TF1 sagte er nur: »Am Ende haben wir gut gespielt. Das ist eine Teamleistung. Zidane bringt Ideen ein und wir setzen sie um.« Es war eine Antwort, die seine Bescheidenheit widerspiegelte, aber nicht die Tatsache verdecken konnte, dass er der Architekt dieses Sieges gewesen war.
Zidane war begeistert. »Es ist einfach außergewöhnlich, was er macht«, sagte der Trainer über Olise. Das Spiel selbst bezeichnete er als »ermutigend«, und er erklärte sich als »sehr optimistisch für die Zukunft«. Mit zehn Punkten aus den ersten vier Spielen seiner Amtszeit sei er zufrieden. Doch der ehemalige Weltstar ließ auch durchblicken, dass es noch Arbeit zu tun gibt. »Es gibt Dinge zu verbessern, aber das wird Schritt für Schritt kommen«, sagte Zidane. Besonders kritisierte er den »Mangel an Durchschlagskraft auf den letzten 25 bis 30 Metern«. Er kündigte an, den Strafraum stärker besetzen zu wollen und mehr Spieler in die gefährlichen Zonen zu schieben, um effizienter zu sein. »Aber nachdem wir ausgeglichen hatten, war es ein ganz anderes Spiel«, merkte er an – ein Hinweis darauf, dass die französische Mannschaft unter Druck durchaus ihre Qualität zeigt.
Citações Notáveis
Am Ende haben wir gut gespielt. Das ist eine Teamleistung. Zidane bringt Ideen ein und wir setzen sie um.— Michael Olise gegenüber TF1
Es gibt Dinge zu verbessern, aber das wird Schritt für Schritt kommen. Wir können es besser machen, und wir werden es besser machen.— Zinédine Zidane nach dem Spiel