Ein omanischer Co-Pilot griff den Flugkapitän mit einem Messer an und versuchte, die Maschine zum Absturz zu bringen. Der indische Pilot widerstand trotz Verletzungen, öffnete die Cockpittür und ermöglichte Passagieren, den Angreifer zu überwältigen.
Netanjahu: Flydubai-Co-Pilot islamistisch radikalisiert
Trotz Messerstichverletzungen öffnete der Pilot die Cockpittür
Was genau ist im Cockpit vorgefallen, und wie konnte die Maschine überhaupt noch landen?
Der Co-Pilot griff den Flugkapitän mit einem Messer an und versuchte, die Maschine zum Absturz zu bringen. Trotz Messerstichverletzungen öffnete der Pilot die Cockpittür, Passagiere überwältigten den Angreifer, und eine zweite Crew an Bord übernahm die Kontrolle. Die Notlandung in Tabuk rettete etwa 180 Menschen.
Das ist bemerkenswert, aber wir sollten festhalten: Netanjahu spricht von islamistischer Radikalisierung, ohne konkrete Belege zu nennen. Er sagt "das scheint sich aus den Informationen zu ergeben" – aber welche Informationen? Das ist noch ungeklärt.
Netanjahu verbindet Radikalisierung mit Suizidgefährdung. Wie hängt das zusammen?
Der Co-Pilot soll der Crew zugerufen haben "tötet mich, tötet mich". Netanjahu sieht darin ein Zeichen, dass der Mann sowohl ideologisch motiviert als auch in einer psychischen Krise war – eine Kombination, die auf das Motiv hindeutet.
Das ist eine Interpretation. Aber psychische Krisen und ideologische Überzeugungen sind zwei verschiedene Dinge. Wir wissen noch nicht, welche Rolle jede spielte. Netanjahu selbst sagt, dass abschließende Erkenntnisse noch nicht vorliegen.
Wer untersucht den Fall jetzt?
Die Emirate haben die Zuständigkeit übernommen, weil das Flugzeug dort registriert ist. Der Co-Pilot wurde von Saudi-Arabien an die Emirate überstellt. Netanjahu erwartet in einigen Tagen mehr Klarheit.
Das ist wichtig zu verstehen: Die Ermittlungen laufen noch. Was wir haben, sind Aussagen von Netanjahu und anderen israelischen Offiziellen, aber keine unabhängigen Untersuchungsergebnisse. Der Fernsehsender Kan berichtet von einem Einzeltäter, aber auch das ist eine Einschätzung, keine bestätigte Tatsache.
Könnte es eine Verbindung zum Iran geben?
Netanjahu sagt, er wolle darüber nicht spekulieren. Er geht aber davon aus, in einigen Tagen mehr zu wissen.
Das ist eine offene Frage. Netanjahu schließt es nicht aus, aber es gibt auch keine Hinweise darauf, die er genannt hat. Das ist ein wichtiger Unterschied.
Il Polso
- Omanischer Co-Pilot griff indischen Flugkapitän mit Messer an
- Etwa 180 Menschen an Bord, fast alle Israelis
- Notlandung in Tabuk, Saudi-Arabien
- Flugkapitän erlitt Messerstichverletzungen, erholt sich
Ein omanischer Co-Pilot griff den Flugkapitän mit einem Messer an und versuchte, die Maschine zum Absturz zu bringen. Der indische Pilot widerstand trotz Verletzungen, öffnete die Cockpittür und ermöglichte Passagieren, den Angreifer zu überwältigen.
Nach einem gewaltsamen Zwischenfall im Cockpit eines Flydubai-Flugs nach Tel Aviv erklärt Premierminister Netanjahu, der Co-Pilot habe sich islamistisch radikalisiert. Der Pilot konnte trotz Messerstichverletzungen die Maschine retten.
Ein Flydubai-Flug war am Vormittag des 30. September auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv, als sich im Cockpit eine Gewalttat abspielte, die nur knapp zur Katastrophe führte. Der Co-Pilot, ein Mann aus dem Oman, griff den Flugkapitän mit einem Messer an und versuchte, die Maschine in einen steilen Sinkflug zu zwingen. Die Maschine verlor rapide an Höhe. Notfallcodes wurden gesendet. Etwa 180 Menschen befanden sich an Bord, fast alle israelische Staatsbürger.
Der indische Flugkapitän, trotz mehrerer Messerstichverletzungen, leistete Widerstand. Er öffnete die Cockpittür und ermöglichte es Passagieren, den Angreifer zu überwältigen. Eine zweite Crew, die sich unter den Fluggästen befand, übernahm die Kontrolle über das Flugzeug. Die Maschine wurde schließlich in der saudi-arabischen Stadt Tabuk notgelandet. Der Co-Pilot wurde nach der Landung festgenommen. Nach Angaben der indischen Botschaft in den Vereinigten Arabischen Emiraten erholt sich der angegriffene Pilot in gutem Zustand.
Israels Premierminister Benjamin Netanjahu äußerte sich am Folgetag zu den Hintergründen des Vorfalls. In einem Interview mit dem amerikanischen Sender Fox News erklärte er, der Co-Pilot sei einer islamistischen Radikalisierung unterzogen worden. "Das scheint sich aus den Informationen zu ergeben", sagte Netanjahu, ohne jedoch konkrete Belege zu nennen. Gleichzeitig beschrieb er den Mann als suizidgefährdet. Der Co-Pilot habe der Crew zugerufen "tötet mich, tötet mich" und sei offenbar in der Absicht gehandelt, sich selbst zu töten. Netanjahu sah in der Kombination aus psychischer Verfassung und ideologischer Radikalisierung einen deutlichen Hinweis auf das Motiv des Anschlags.
Verteidigungsminister Israel Katz hatte unmittelbar nach dem Vorfall von einem "Versuch eines dschihadistischen Anschlags" gesprochen, der nur durch den Mut israelischer Passagiere vereitelt worden sei. Der Fernsehsender Kan berichtete unter Berufung auf israelische Sicherheitsbehörden, dass es sich um einen Einzeltäter handeln soll. Netanjahu betonte jedoch, dass abschließende Erkenntnisse noch nicht vorliegen. Er kündigte an, in einigen Tagen mehr Klarheit zu erwarten. Gleichzeitig erklärte er, nicht über mögliche Verbindungen des Mannes zum Iran oder zu anderen Akteuren spekulieren zu wollen.
Die Untersuchungen des Vorfalls sind zwischen mehreren Behörden aufgeteilt. Saudi-arabische Behörden führten zunächst ein Verhör durch, stellten den Co-Piloten dann aber den Vereinigten Arabischen Emiraten zur Verfügung. Die Emirate erklärten sich für zuständig, da das Flugzeug dort registriert ist und nach emiratischem Recht Straftaten, die an Bord begangen werden, unter ihre Gerichtsbarkeit fallen. Die Passagiere wurden noch am Abend mit einer Ersatzmaschine sicher zum Flughafen Tel Aviv gebracht.
Citazioni salienti
Wir wissen, dass er einer radikalen islamistischen Indoktrination unterzogen wurde— Premierminister Benjamin Netanjahu, Fox News
Versuch eines dschihadistischen Anschlags, der nur dank des Mutes israelischer Passagiere vereitelt worden sei— Verteidigungsminister Israel Katz