Nach 28 Jahren: Weltumwanderer Karl Bushby kehrt schwimmend nach England zurück

Es war nicht einfach, und genau darum ging es ja auch
Bushby reflektiert über die Schwierigkeiten seiner 28-jährigen Weltreise, die durch Visa, Krisen und Pandemie unterbrochen wurde.
Mark

Was hat ihn dazu bewogen, sich selbst diese Regeln aufzuerlegen – keine Transportmittel, nur zu Fuß oder schwimmend?

Mimi

Das war seine Art, die Reise authentisch zu machen. Wenn man fliegen oder fahren könnte, wäre es einfach nur eine Weltreise. So wurde es ein Test seiner selbst.

Luke

Aber wir wissen nicht wirklich, warum er diese Regeln brauchte. Das ist seine Erklärung, aber die Quelle gibt uns nicht viel über seine innere Motivation.

Mark

14 Jahre von 28 Jahren waren also Pausen – das ist mehr als die Hälfte der Zeit.

Mimi

Ja, aber das zeigt auch, wie real die Hindernisse waren. Visaprobleme sind nicht romantisch. Die Finanzkrise war real. Corona war real.

Luke

Wir sollten vorsichtig sein: Das sind seine Zahlen. Wir wissen nicht, wie er diese 14 Jahre berechnet hat oder ob es andere Pausen gab, die nicht erwähnt werden.

Mark

Werner Herzog dreht einen Film über ihn. Das ist bemerkenswert.

Mimi

Herzog dokumentiert Menschen, die an den Grenzen ihrer Möglichkeiten leben. Bushby passt perfekt in sein Werk.

Luke

Aber wir wissen nicht viel über den Film selbst – wann er fertig ist, was Herzog darin zeigt. Das ist noch offen.

Mark

Was bedeutet es für Bushby, jetzt nach Hull zu kommen?

Mimi

Es ist das Ende einer Reise, die sein ganzes Leben war. Er wird 28 Jahre älter sein als als er ging.

Luke

Wir wissen nicht, wie er sich fühlt, wenn er ankommt. Wir haben nur eine kurze Aussage von ihm. Das ist ein großes Loch in der Geschichte.

  • 28 Jahre nach dem Aufbruch aus Patagonien hat Bushby den Ärmelkanal durchschwommen und britischen Boden betreten – ein Moment, der nüchtern wirkte und doch Jahrzehnte trug.
  • Visasperren, die Finanzkrise 2008 und die Coronapandemie raubten ihm insgesamt rund 14 Jahre – die Hälfte seiner gesamten Reisezeit war erzwungenes Warten in Drittländern.
  • Seine eiserne Regel – kein motorisiertes Transportmittel, nur Fuß oder Schwimmen – zwang ihn nach jeder Unterbrechung zurück an den exakten Abbruchpunkt, ohne Ausnahme.
  • Werner Herzog begleitet das Abenteuer filmisch; der Dokumentarfilm wird mit Bushbys Ankunft in Hull Anfang November seinen Abschluss finden.
  • Das Ziel ist noch nicht ganz erreicht: Erst wenn Bushby seine Heimatstadt Hull im Norden Englands betritt, ist die Reise wirklich vollendet.

Manche Heimkehrten dauern ein Leben lang. Der britische Abenteurer Karl Bushby, 57, hat nach 28 Jahren und über 50.000 Kilometern zu Fuß und schwimmend England wieder betreten – durch den Ärmelkanal, an einem Strand südlich von Dover, wo sein Vater und seine Brüder auf ihn warteten. Was 1998 in Patagonien begann, war nie nur eine Reise um die Welt, sondern ein Bekenntnis zur Schwierigkeit als Lebensform: kein Motor, keine Abkürzung, kein Neuanfang an einem anderen Punkt. Die Welt widersetzte sich ihm – mit Visa, Krisen und Pandemie – doch er kehrte stets genau dorthin zurück, wo er aufgehört hatte.

Karl Bushby stand am Shakespeare Beach südlich von Dover und spürte britischen Boden unter den Füßen. 28 Jahre, mehr als 50.000 Kilometer, 29 Länder – und zuletzt der Ärmelkanal, den er schwimmend überquerte, nachdem britische und französische Behörden die Genehmigung erteilt hatten. Sein Vater, seine Brüder und der deutsche Filmemacher Werner Herzog warteten am Strand auf ihn.

Begonnen hatte alles im November 1998 in Punta Arenas, Patagonien. Der frühere Fallschirmjäger legte sich zwei unverhandelbare Regeln auf: kein motorisiertes Transportmittel, und jede Unterbrechung musste er genau dort fortsetzen, wo er aufgehört hatte. Kein Neuanfang, keine Abkürzung. Ein Wägelchen namens »The Beast« trug seine gesamte Habe durch die Welt.

Die Welt widersetzte sich. Russland verweigerte ihm lange ein Visum, nachdem er die Beringstraße zu Fuß überquert hatte. Die Finanzkrise 2008 zwang ihn zu Pausen. Die Coronapandemie stoppte ihn erneut. Insgesamt kosteten ihn diese Hindernisse rund 14 Jahre – die Hälfte seiner Zeit unterwegs war kein Gehen, sondern Warten.

»Es war nicht einfach, und genau darum ging es ja auch«, sagte Bushby. Die Schwierigkeit war nicht Hindernis, sondern Kern seiner Philosophie. Anfang November wird er Hull erreichen, seine Heimatstadt im Norden Englands. Erst dann ist die Reise wirklich vorbei.

Karl Bushby stand am Shakespeare Beach südlich von Dover und spürte britischen Boden unter seinen Füßen. Nach 28 Jahren, nach mehr als 50.000 Kilometern, nach einem Schwimmen über den Ärmelkanal war der 57-jährige Brite endlich heimgekehrt. Am Strand warteten sein Vater und seine Brüder auf ihn. Auch Werner Herzog war da, der deutsche Filmemacher, der Bushbys Reise in einem Dokumentarfilm festhält.

Im November 1998 hatte Bushby in Punta Arenas, in Patagonien, begonnen. Der frühere Fallschirmjäger setzte sich selbst zwei unerschütterliche Regeln: Er würde kein motorisiertes Transportmittel benutzen. Er würde nur zu Fuß oder schwimmend nach Hause zurückkehren – zu seiner Familie nahe Hull im Norden Englands. Diese Selbstbeschränkung war nicht romantisch gemeint. Sie war die Bedingung seiner Reise.

Doch die Welt ließ sich nicht so einfach durchqueren. Visaprobleme hielten ihn auf. Die russischen Behörden verweigerten ihm lange ein Visum, nachdem er die Beringstraße zwischen Alaska und Russlands Norden zu Fuß überquert hatte. Die Finanzkrise von 2008 zwang ihn zu Pausen. Die Coronapandemie stoppte ihn erneut. Insgesamt, sagte Bushby selbst, kosteten ihn diese Hindernisse etwa 14 Jahre. Von seinen 28 Jahren unterwegs war er also nur etwa 14 Jahre tatsächlich in Bewegung.

Wenn er seine Reise unterbrechen musste – wegen Visa, wegen Geld, wegen Pandemie – verbrachte er Zeit in Drittländern. Aber er kehrte immer zu genau dem Ort zurück, an dem er sie unterbrochen hatte. Es gab keine Abkürzungen, keine Neuanfänge an einem anderen Punkt. Die Reise musste kontinuierlich sein, auch wenn sie in Wirklichkeit fragmentiert war.

Sein ganzes Leben trug er mit sich. Ein Wägelchen mit dem Spitznamen »The Beast« – das Ungeheuer – transportierte seine gesamte Habe um die Welt. 29 Länder durchquerte er. Jedes Land war ein Kapitel, jedes Kapitel eine Herausforderung. Und nun, nach fast drei Jahrzehnten, war die letzte Herausforderung das Wasser selbst. Er schwamm den Ärmelkanal, nachdem britische und französische Behörden ihm die Genehmigung erteilt hatten.

»Es fühlt sich gut an, nach all den Jahren wieder britischen Boden unter meinen Füßen zu haben«, sagte Bushby. Es war eine nüchterne Aussage für ein außergewöhnliches Moment. »Es war nicht einfach, und genau darum ging es ja auch«, erklärte er später. Das war die ganze Philosophie seiner Reise: nicht die Leichtigkeit, sondern die Schwierigkeit war der Punkt.

Anfang November wird er Hull erreichen, seine Heimatstadt. Dann wird die Reise wirklich vorbei sein. Werner Herzog wird den Film fertig haben. Die Welt wird wissen, dass ein Mann 28 Jahre lang gelaufen ist, um nach Hause zu kommen – und dass er es geschafft hat.

Es fühlt sich gut an, nach all den Jahren wieder britischen Boden unter meinen Füßen zu haben
— Karl Bushby
Es war nicht einfach, und genau darum ging es ja auch
— Karl Bushby
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