Mit einem knappen Satz im Netz hat María Corina Machado ihre Rückkehr nach Venezuela verkündet, fast ein Jahr nachdem sie ihr Land heimlich verlassen hatte. Es ist der Moment, in dem eine Politikerin, die seit der umstrittenen Wahl von 2024 ein Symbol des Widerstands war, wieder auf dem Boden steht, aus dem ihre Bewegung entstanden ist. Wo genau sie sich aufhält und wie sie ins Land kam, bleibt vorerst im Dunkeln. Ob ihre Heimkehr den Weg zu freien Wahlen öffnet oder neue Konflikte entfacht, wird sich erst in den kommenden Wochen zeigen.
Machado kehrt nach Venezuela zurück: »Ich bin hier. Bei euch.«
»Ich bin hier. Bei euch.«
Warum ist dieser eine Satz auf X so bedeutsam?
Weil Machado fast ein Jahr weg war und ihre Rückkehr mehrfach angekündigt hatte. Jetzt ist sie da, und Tausende hatten es erst am Donnerstag gefordert.
Wo ist sie denn jetzt genau?
Das wissen wir nicht. Weder sie noch González Urrutia haben Ort oder Umstände genannt. Bestätigt ist die Rückkehr, mehr nicht.
Und die Ermittlungen gegen sie?
Präsidentin Delcy Rodríguez sagt, Machado müsse sich wegen angeblicher Unterstützung der US-Militäraktion verantworten. Das ist ein echtes Risiko für sie.
Wichtig ist das Wort »angeblich«. Das ist ein Vorwurf der Regierung, kein Ergebnis eines Verfahrens.
Welche Rolle spielt sie in den Gesprächen über Wahlen?
Bisher keine, sie war bei den Gesprächen seit Ende August nicht dabei.
Ob sich das ändert, ist offen. Dazu gibt es bislang keine Aussage.
Und der Vorwurf, man habe sie an der Rückkehr gehindert?
Der stammt von ihrer Partei Vente Venezuela. Eine unabhängige Bestätigung nennt der Bericht nicht.
O Pulso
- Ein kurzer Satz auf X – »Ich bin hier. Bei euch.« – reicht, um ein ganzes Land in Bewegung zu setzen.
- Ermittlungen gegen Machado wegen angeblicher Unterstützung der US-Militäraktion werfen einen Schatten auf jede Rückkehr.
- Tausende fordern in Caracas und Táchira ihre Heimkehr und Wahlen, während die Regierung unter Delcy Rodríguez abwägt.
- Die Gespräche über Präsidentschaftswahlen laufen ohne Machado – ob sie nun eingebunden wird, ist offen.
Mit einem knappen Satz im Netz hat María Corina Machado ihre Rückkehr nach Venezuela verkündet, fast ein Jahr nachdem sie ihr Land heimlich verlassen hatte. Es ist der Moment, in dem eine Politikerin, die seit der umstrittenen Wahl von 2024 ein Symbol des Widerstands war, wieder auf dem Boden steht, aus dem ihre Bewegung entstanden ist. Wo genau sie sich aufhält und wie sie ins Land kam, bleibt vorerst im Dunkeln. Ob ihre Heimkehr den Weg zu freien Wahlen öffnet oder neue Konflikte entfacht, wird sich erst in den kommenden Wochen zeigen.
Am Sonntag schrieb María Corina Machado auf X nur wenige Worte: »Ich bin hier. Bei euch.« Damit bestätigte die Oppositionspolitikerin und Friedensnobelpreisträgerin, dass sie nach knapp einem Jahr im Exil wieder in Venezuela ist. Ihr Verbündeter Edmundo González Urrutia sprach von einem sehr wichtigen Tag für die Venezolaner. Wo sie sich aufhält und wie sie einreiste, blieb zunächst offen.
Die Rückkehr war lange angekündigt. Am Donnerstag hatten Tausende Menschen in Caracas und im Grenzstaat Táchira ihre Heimkehr gefordert und Wahlen verlangt. Machado war im Dezember heimlich ausgereist, nachdem sie seit der umstrittenen Wahl von 2024 untergetaucht war. Ihr Weg führte über eine gefährliche Bootsfahrt bis nach Norwegen, wo sie den Friedensnobelpreis nicht persönlich entgegennehmen konnte. Zuletzt lebte sie in Panama.
Der Konflikt reicht weit zurück. Nach der Wahl von 2024, von der Machado ausgeschlossen worden war, folgte eine Welle der Repression mit 28 Toten. Seit Anfang Januar führt Delcy Rodríguez die Regierung, nachdem US-Soldaten Maduro festgenommen hatten. Gespräche über Wahlen laufen seit August, Machado war nicht dabei.
Für sie ist die Rückkehr riskant, denn die Regierung hat Ermittlungen gegen sie angekündigt. Ob sie in die Wahlgespräche eingebunden wird und wie Rodríguez reagiert, ist die Frage, die nun über Venezuelas nächste Monate entscheidet.
Am Sonntag setzte María Corina Machado im Onlinedienst X einen kurzen Satz ab: »Ich bin hier. Bei euch.« Damit gab die venezolanische Oppositionspolitikerin und Friedensnobelpreisträgerin bekannt, dass sie nach knapp einem Jahr im Exil wieder in ihrem Heimatland ist. Ihre Rückkehr hatte sie seit Monaten angekündigt.
Bestätigt wurde sie von ihrem Verbündeten Edmundo González Urrutia, dem früheren Präsidentschaftskandidaten der Opposition. »Heute ist ein sehr wichtiger Tag für die Venezolaner«, sagte er. Wo sich die 60-Jährige aufhält und unter welchen Umständen sie eingereist ist, ließen beide zunächst offen.
Die Rückkehr kam nicht aus dem Nichts. Erst am Donnerstag hatten Tausende Menschen in Venezuela gefordert, Machado möge heimkehren. In Caracas versammelten sich rund 2000 Demonstranten, auf ihren Plakaten verlangten sie zudem Wahlen. Weitere Kundgebungen gab es im westlichen Bundesstaat Táchira an der Grenze zu Kolumbien.
Machado hatte Venezuela im Dezember vergangenen Jahres heimlich verlassen. Seit der umstrittenen Präsidentschaftswahl 2024 hatte sie sich versteckt gehalten. Ihr Ziel war Norwegen, wo sie den Friedensnobelpreis entgegennehmen wollte. Bei einer gefährlichen Bootsfahrt auf der Flucht brach sie sich nach Angaben ihrer Sprecherin einen Wirbel. Zur Verleihung in Oslo kam sie zu spät, ihre Tochter nahm die Auszeichnung stellvertretend entgegen. Zuletzt lebte Machado in Panama. Ihre Partei Vente Venezuela erklärt, man habe sie mehrfach an der Heimkehr gehindert.
Der Streit reicht zurück zur Wahl im Juli 2024. Die Behörden untersagten Machado die Kandidatur. Der damalige Präsident Nicolás Maduro erklärte sich danach zum Sieger, die Opposition beanspruchte den Sieg für González Urrutia. Es folgte eine Welle der Repression, bei der 28 Menschen getötet wurden. Zahlreiche Oppositionelle flohen ins Ausland.
Anfang Januar dieses Jahres nahmen US-Soldaten Maduro in Caracas fest und brachten ihn in die USA. Seither führt Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez die Regierung. Ende August begannen Vertreter ihrer Regierung und der Opposition Gespräche über die politische Zukunft des Landes; beide Seiten bekräftigten, Präsidentschaftswahlen abhalten zu wollen. Machado nahm daran nicht teil.
Für sie ist die Rückkehr nicht ohne Risiko: In Venezuela laufen Ermittlungen gegen sie. Rodríguez erklärte, Machado müsse sich wegen ihrer angeblichen Unterstützung der US-Militäraktion verantworten, bei der auch Maduro festgenommen wurde. Offen ist, wie die Regierung nun reagiert und ob Machado in die Gespräche über die Wahlen eingebunden wird.
Citações Notáveis
Heute ist ein sehr wichtiger Tag für die Venezolaner.— Edmundo González Urrutia
Ich bin hier. Bei euch.— María Corina Machado auf X