Wenn ein neuer Trainer antritt, zieht er unweigerlich Grenzen – zwischen denen, die er sieht, und denen, die warten müssen. Jürgen Klopp hat in seinen ersten vier Länderspielen als Bundestrainer ein klares Signal gesetzt: Etablierte Namen schützen nicht vor dem Bankplatz. Joshua Kimmich, lange eine der prägenden Figuren der Nationalmannschaft, hat bislang keine einzige Spielminute erhalten – ein Schweigen, das lauter spricht als jede Erklärung.
Kimmich größter Verlierer unter Klopp – DFB-Team im Aufbruch
Sieben Spieler ohne Einsatz, während andere bereits in der Startelf stehen
Warum ist Kimmich denn so wichtig für diese Geschichte? Es gibt doch viele Spieler, die nicht spielen.
Weil Kimmich nicht irgendein Spieler ist. Er war lange Zeit eine Säule der Mannschaft, ein Führungsspieler. Wenn er plötzlich gar nicht zum Einsatz kommt, ist das ein Signal – entweder über seinen Zustand oder über Klopps Pläne.
Aber wir wissen nicht wirklich, warum Klopp ihn nicht aufstellt. Ist es taktisch? Ist Kimmich verletzt? Spielt er nicht gut genug? Das wird nicht gesagt.
Also könnte es auch sein, dass Kimmich einfach nicht in Klopps System passt?
Genau. Klopp testet verschiedene Formationen und Spielertypen. Vielleicht braucht er andere Qualitäten auf Kimmichs Position. Das wäre nicht ungewöhnlich bei einem Trainerwechsel.
Aber dann sollte man das auch sagen. "Kimmich passt nicht in mein System" ist eine andere Geschichte als "Kimmich ist der größte Verlierer". Das erste ist eine Entscheidung, das zweite klingt wie ein Urteil.
Und die Aufbruchstimmung – ist die echt oder nur für die Medien?
Beides wahrscheinlich. Vier Spiele sind nicht viel. Klopp bringt neue Energie, das merkt man. Aber ob das hält, wenn die Ergebnisse ausbleiben, ist eine andere Frage.
Und ob Spieler wie Kimmich das mittragen, wenn sie nicht spielen. Das ist die eigentliche Spannung hier.
Le Pouls
- Kimmich, einst Stammspieler und Führungsfigur, sitzt unter Klopp bislang ohne einen einzigen Einsatz auf der Bank – ein Bruch mit seiner bisherigen Rolle.
- Sieben Spieler aus einem 44-köpfigen Kader haben noch gar nicht gespielt, doch kein Name wiegt so schwer wie der von Kimmich.
- Während Kimmich wartet, steht ein Spieler namens Treu bereits dreimal in der Startelf – Klopp bricht Hierarchien bewusst auf.
- Die Aufbruchstimmung im Team ist spürbar, doch sie ist selektiv: Hoffnung gilt vor allem denen, die auf dem Platz stehen.
- Die kommenden Länderspiele entscheiden, ob Kimmichs Wartezeit ein taktisches Experiment ist – oder das Ende seiner Nationalmannschaftskarriere.
Wenn ein neuer Trainer antritt, zieht er unweigerlich Grenzen – zwischen denen, die er sieht, und denen, die warten müssen. Jürgen Klopp hat in seinen ersten vier Länderspielen als Bundestrainer ein klares Signal gesetzt: Etablierte Namen schützen nicht vor dem Bankplatz. Joshua Kimmich, lange eine der prägenden Figuren der Nationalmannschaft, hat bislang keine einzige Spielminute erhalten – ein Schweigen, das lauter spricht als jede Erklärung.
Jürgen Klopp hat seine ersten vier Länderspiele als Trainer der deutschen Nationalmannschaft hinter sich, und das Bild, das sich abzeichnet, ist für Joshua Kimmich ein unangenehmes: kein Einsatz, keine Spielminuten, kein Zeichen der Zugehörigkeit zu Klopps neuer Ordnung. Der Mann, der jahrelang als unverzichtbar galt, schaut zu.
Klopp nutzt diese frühe Phase, um einen breiten Kader von 44 Spielern zu sichten. Sieben davon haben noch nicht gespielt – doch Kimmich ist der prominenteste unter ihnen, der Name mit der längsten Geschichte. Das macht sein Fehlen besonders auffällig. Andere hingegen bekommen ihre Chancen: Ein Spieler namens Treu stand bereits dreimal in der Startelf, ein deutliches Zeichen dafür, dass Klopp bereit ist, gewachsene Hierarchien zu hinterfragen.
Dieser Neuanfang hat einen Preis – und Kimmich zahlt ihn gerade am sichtbarsten. Ob taktische Überlegungen, Formfragen oder grundsätzliche Vorstellungen dahinterstecken, bleibt offen. Das Ergebnis ist dasselbe: Er wartet, während andere spielen.
Die Aufbruchstimmung ist real, aber sie ist nicht für alle gleich. Die kommenden Länderspiele werden zeigen, ob Klopp seine Entscheidungen überdenkt – oder ob Kimmichs Wartezeit kein Experiment, sondern ein Abschied ist. Die Antwort wird nicht nur für einen Spieler zählen, sondern für das Vertrauen in Klopps gesamtes Projekt.
Jürgen Klopp hat seine ersten vier Länderspiele als Trainer der deutschen Nationalmannschaft absolviert, und die Bilanz wirft bereits Fragen auf – nicht zuletzt für Joshua Kimmich. Der Spieler, der lange Zeit als Stammspieler und Führungsfigur galt, sitzt bislang auf der Bank. Kein Einsatz, keine Spielminuten, während andere Namen in Klopps Aufstellung auftauchen und getestet werden.
Das Muster ist deutlich: Klopp nutzt diese frühen Spiele, um sein Team zu formen. Sieben Spieler haben bislang gar nicht gespielt – sie sind Teil eines großen Kaders von 44 Spielern, den der neue Trainer sichtet und bewertet. Unter ihnen ist Kimmich der prominenteste Name, der Name mit der längsten Geschichte in der Nationalmannschaft. Das macht seinen Ausfall besonders auffällig und für manche Beobachter auch beunruhigend.
Andere Spieler hingegen bekommen ihre Chancen. Ein Spieler namens Treu stand bereits dreimal in der Startelf – ein klares Zeichen dafür, dass Klopp experimentiert, neue Kombinationen ausprobiert und offenbar bereit ist, etablierte Hierarchien zu durchbrechen. Das ist Teil seines Auftrags: die Mannschaft neu zu denken, frische Energie zu bringen, nach Jahren der Stagnation einen echten Neuanfang zu schaffen.
Doch dieser Neuanfang hat einen Preis für einzelne Spieler. Kimmich verkörpert diesen Preis am deutlichsten. Ob es um taktische Überlegungen geht, um Formfragen oder um Klopps grundsätzliche Vorstellung davon, wie die Mannschaft aussehen soll – das Ergebnis ist das gleiche: Der Spieler wartet, während andere spielen.
Die Aufbruchstimmung ist real. Nach vier Spielen sprechen viele von Hoffnung, von neuer Energie, von einem Team, das wieder Richtung hat. Klopp hat Lob bekommen für seinen Ansatz, für seine Bereitschaft, Dinge zu verändern. Aber diese Stimmung ist auch selektiv – sie gilt für die, die spielen, nicht für die, die zuschauen.
Was kommt als Nächstes? Die kommenden Länderspiele werden zeigen, ob Klopp seine Entscheidungen überdenkt oder ob Kimmich weiter außen vor bleibt. Ob dieser Neustart wirklich allen Spielern eine Chance gibt oder ob er einige endgültig aussortiert. Die Antwort wird nicht nur für Kimmich wichtig sein, sondern für das Vertrauen in Klopps Projekt insgesamt.
Citations marquantes
Klopps erschreckendste Erkenntnis könnte die Neustart-Chance sein— n-tv.de