In einer Zeit, in der digitale Plattformen um jeden Moment menschlicher Aufmerksamkeit konkurrieren, hat der Schauspieler Jeremy Allen White eine stille Form des Widerstands entwickelt: Er löscht Social-Media-Apps nach jeder Nutzung, um die Kontrolle über seine eigene Zeit zurückzugewinnen. Der 35-Jährige sieht darin nicht nur eine persönliche Hygienemaßnahme, sondern stellt eine grundsätzliche Frage an die Absichten mächtiger Internetkonzerne – besonders im Hinblick auf junge Menschen. Sein neuer Film greift genau dieses Thema auf und erinnert daran, dass die Auseinandersetzung mit digitaler
Jeremy Allen White löscht Social-Media-Apps nach jeder Nutzung
Wollen sie einfach unsere gesamte Aufmerksamkeit und Zeit?
Warum ist das interessant? Ein Schauspieler löscht Apps – ist das wirklich eine Geschichte?
Weil es zeigt, wie schwer es geworden ist, die Kontrolle über die eigene Aufmerksamkeit zu behalten. White ist nicht irgendwer, er ist jemand mit Ressourcen und Bewusstsein, und selbst ihm fällt es schwer.
Aber wir wissen nicht, wie lange das funktioniert. Ist das ein Experiment, das er gerade macht, oder eine etablierte Gewohnheit? Die dpa-Aussage sagt »jetzt immer« – aber wie lange schon?
Fair. Aber die Aussage selbst ist aussagekräftig. Er spricht öffentlich darüber, was bedeutet, dass er es für wichtig genug hält, es zu teilen.
Und die Verbindung zum Film – ist das nur Zufall oder hat er diese Methode entwickelt, weil er an dem Projekt arbeitet?
Das wissen wir nicht. Die Quelle verbindet die beiden, aber es gibt keine Aussage, die erklärt, in welche Richtung die Kausalität läuft.
Was aber klar ist: Sein Unbehagen über die Macht dieser Konzerne ist echt. Er spricht von Kindern und jungen Menschen, nicht nur von sich selbst.
Madison geht noch weiter – sie hat nie einen Account gehabt. Das ist eine radikalere Position.
Ja, aber auch hier: Wir wissen nicht, ob das eine bewusste ethische Entscheidung ist oder einfach eine persönliche Vorliebe. Die dpa zitiert sie, aber es gibt keine Erklärung für das Warum.
Das ist der Punkt. Beide Schauspieler signalisieren Skepsis gegenüber diesen Plattformen, aber auf unterschiedliche Weise. Das ist die Geschichte.
O Pulso
- Das endlose Scrollen ist für Millionen Menschen zur täglichen Falle geworden – auch für einen der gefragtesten Schauspieler Hollywoods.
- White hat eine ungewöhnliche Gegenstrategie entwickelt: bewusste Reibung durch das ständige Löschen und Neuinstallieren von Apps, die impulsive Nutzung unterbricht.
- Hinter der persönlichen Taktik steckt eine tiefere Sorge – White hinterfragt öffentlich, ob Internetkonzerne schlicht die gesamte Aufmerksamkeit der Menschheit beanspruchen wollen.
- Seine Mitstreiterin Mikey Madison geht noch weiter: Die Oscar-Preisträgerin hat soziale Netzwerke nie genutzt und plant das auch nicht – radikale Abstinenz als Alternative zur kontrollierten Nutzung.
- Beide Haltungen fließen in Aaron Sorkins Film »The Social Reckoning« ein, der die Facebook Files und die Macht sozialer Netzwerke ins Zentrum rückt und die Debatte in die Öffentlichkeit trägt.
In einer Zeit, in der digitale Plattformen um jeden Moment menschlicher Aufmerksamkeit konkurrieren, hat der Schauspieler Jeremy Allen White eine stille Form des Widerstands entwickelt: Er löscht Social-Media-Apps nach jeder Nutzung, um die Kontrolle über seine eigene Zeit zurückzugewinnen. Der 35-Jährige sieht darin nicht nur eine persönliche Hygienemaßnahme, sondern stellt eine grundsätzliche Frage an die Absichten mächtiger Internetkonzerne – besonders im Hinblick auf junge Menschen. Sein neuer Film greift genau dieses Thema auf und erinnert daran, dass die Auseinandersetzung mit digitaler Macht längst keine private, sondern eine gesellschaftliche Angelegenheit ist.
Jeremy Allen White hat eine ungewöhnliche Methode entwickelt, um sich vor dem Sog sozialer Medien zu schützen: Der 35-jährige Schauspieler löscht Apps wie Instagram oder TikTok nach jeder Nutzung von seinem Telefon. Wer die Anwendung erneut öffnen will, muss sie erst wieder herunterladen – ein kleiner, aber wirksamer Umweg, der gedankenloses Scrollen verhindert. White nutzt die Plattformen nach eigenen Angaben ausschließlich beruflich, nicht zur Unterhaltung.
Doch seine Bedenken reichen weiter als die eigene Bildschirmzeit. Gegenüber der dpa in New York äußerte er tiefe Sorgen über die Macht großer Internetkonzerne, die bereits das Leben aller verändert hätten. Seine zentrale Frage: Wollen diese Unternehmen wirklich unsere gesamte Aufmerksamkeit – und was bedeutet das besonders für Kinder und Jugendliche?
Diese Haltung spiegelt sich in seinem aktuellen Filmprojekt wider. In Aaron Sorkins »The Social Reckoning« spielt White den Journalisten Jeff Horwitz; der Film beleuchtet die Facebook Files, jene internen Dokumente, die Whistleblowerin Frances Haugen öffentlich machte. Mikey Madison verkörpert Haugen im Film – und geht im echten Leben noch weiter als White: Die Oscar-Preisträgerin hat soziale Netzwerke nie genutzt und plant auch keinen Einstieg. Zwei Schauspieler, zwei Strategien – und eine gemeinsame Skepsis gegenüber der digitalen Aufmerksamkeitswirtschaft.
Eine halbe Stunde ist schnell vorbei. Man öffnet die App, um nur kurz die Wettervorhersage zu checken oder E-Mails zu lesen, und plötzlich hat man sich in Facebook, Instagram oder TikTok verloren. Der Kampf gegen das endlose Scrollen ist für viele Menschen zur alltäglichen Herausforderung geworden. Jeremy Allen White, der 35-jährige amerikanische Schauspieler, hat dafür eine unkonventionelle Lösung gefunden: Er löscht die Apps nach jeder Nutzung wieder von seinem Telefon.
»Ich lösche die App jetzt immer, nachdem ich sie benutzt habe«, erklärte White der Nachrichtenagentur dpa in New York. Wer die Anwendung erneut nutzen möchte, muss sie zunächst wieder herunterladen und installieren – ein zusätzlicher Schritt, der ihn abhält, ständig und gedankenlos auf den Plattformen unterwegs zu sein. Diese bewusste Reibung im Prozess funktioniert als Bremse gegen die Gewohnheit. White betont, dass er soziale Medien primär als berufliches Werkzeug betrachtet, nicht als Unterhaltungsmedium für die Freizeit.
Doch Whites Bedenken gehen über seinen persönlichen Umgang hinaus. Er sieht ein größeres Problem in der Macht der großen Internetkonzerne. Diese Unternehmen hätten bereits »unser aller Leben verändert«, sagt er. Sie beanspruchen bereits einen erheblichen Teil unserer Zeit und Aufmerksamkeit – und White fragt sich, ob das wirklich das Ziel ist. »Meine Sorge um mich selbst, die Welt, insbesondere um junge Menschen und Kinder, ist: Wollen sie wirklich alles? Wollen sie einfach unsere gesamte Aufmerksamkeit und Zeit?«
Diese kritische Haltung gegenüber sozialen Medien findet sich auch in Whites aktuellem Filmprojekt wieder. In Aaron Sorkins neuem Film »The Social Reckoning« spielt er den Journalisten Jeff Horwitz. Der Film behandelt die Macht sozialer Netzwerke und die sogenannten Facebook Files – jene Dokumente, die Whistleblowerin Frances Haugen der Öffentlichkeit zugänglich machte. Mikey Madison verkörpert in dem Film Haugen selbst.
Madison, die Oscar-Preisträgerin, geht in ihrer eigenen Mediennutzung noch einen Schritt weiter als White. Sie hat sich nach eigenen Angaben vollständig von sozialen Netzwerken ferngehalten. In ihrem Erwachsenenleben habe sie nie einen Account bei einer dieser Plattformen gehabt, und sie plane auch nicht, das zu ändern, sagte sie der dpa. Während White versucht, seine Nutzung durch technische Hürden zu kontrollieren, hat Madison sich für radikale Abstinenz entschieden – zwei unterschiedliche Antworten auf das gleiche Problem der digitalen Aufmerksamkeitswirtschaft.
Citações Notáveis
Ich lösche die App jetzt immer, nachdem ich sie benutzt habe— Jeremy Allen White
Die großen Internetkonzerne haben bereits unser aller Leben verändert und beanspruchen einen Großteil unserer Zeit und Aufmerksamkeit— Jeremy Allen White