Im Jemen, einem Land, das seit Jahren zwischen Krieg und Hoffnung schwankt, hat sich die Gewalt erneut zugespitzt: Huthi-Milizionäre beschossen eine Aramco-Ölanlage nahe Riad mit Raketen und Drohnen, während das jemenitische Militär mit Luftschlägen auf Huthi-Stellungen in Sanaa, Saada und Tais antwortete. Diese wechselseitigen Schläge sind kein isoliertes Ereignis, sondern Teil einer seit Juli wieder entfachten Eskalation, die den Jemen-Konflikt in eine breitere regionale Auseinandersetzung einbettet. Wer Öl trifft, trifft die Welt – und so trägt jeder Angriff auf die Energieinfrastruktur das
Jemens Militär bombardiert Huthi-Hochburgen – Vergeltung für Anschlag auf Aramco
Sanaa war bereits am Donnerstag zum ersten Mal seit Jahren wieder unter Beschuss
Warum greifen die Huthi ausgerechnet Ölanlage an? Was ist die Strategie dahinter?
Sie versuchen, Saudi-Arabien zu treffen, wo es weh tut – bei der Energieversorgung und der Wirtschaft. Aramco ist der Ölriese des Landes. Wenn sie die Anlagen beschädigen, unterbrechen sie die Produktion und den Export.
Aber wie erfolgreich sind diese Angriffe wirklich? Der Bericht sagt, es gab Brände, aber Saudi-Arabien äußert sich nicht dazu. Wir wissen nicht, wie viel Schaden tatsächlich entstanden ist.
Das ist ein guter Punkt. Und warum reagiert das jemenitische Militär so schnell mit Luftschlägen?
Das ist Vergeltung. Die Huthi schlagen zu, das Militär schlägt zurück. Es ist ein Kreislauf, der sich immer schneller dreht.
Aber wer kontrolliert das jemenitische Militär? Der Bericht sagt, es sind Regierungstruppen, aber Saudi-Arabien unterstützt sie. Das ist wichtig zu verstehen – das ist nicht nur ein jemenitischer Konflikt, das ist ein Proxy-Krieg.
Und die Huthi sind vom Iran unterstützt?
Ja, genau. Das ist der größere Konflikt – Iran gegen Saudi-Arabien, und der Jemen ist das Schlachtfeld.
Der Bericht sagt, die Kämpfe sind im Juli wieder aufgeflammt. Das bedeutet, es gab vorher eine Phase ohne diese Intensität. Das sollte man nicht vergessen – das ist eine Eskalation, nicht der Normalzustand.
Der Puls
- Die Huthi-Miliz feuerte ballistische Raketen und Drohnen auf eine Aramco-Anlage südlich von Riad – es ist bereits der dritte solche Angriff seit August.
- In Sanaa erschütterten mindestens fünf Explosionen verschiedene Stadtteile, Kampfflugzeuge waren am Himmel zu sehen.
- Das jemenitische Militär schlug mit Luftangriffen auf Huthi-Hochburgen in Sanaa, Saada und Tais zurück – die Spirale der Vergeltung dreht sich schneller.
- Saudi-Arabien schwieg offiziell zu den Vorfällen, doch die wiederholten Treffer auf seine Ölanlagen zeigen eine gefährliche Verwundbarkeit der regionalen Energieversorgung.
- Die Kämpfe, seit Juli wieder aufgeflammt, deuten auf eine neue Front im Iran-Konflikt hin – und jede Eskalation macht eine Deeskalation unwahrscheinlicher.
Im Jemen, einem Land, das seit Jahren zwischen Krieg und Hoffnung schwankt, hat sich die Gewalt erneut zugespitzt: Huthi-Milizionäre beschossen eine Aramco-Ölanlage nahe Riad mit Raketen und Drohnen, während das jemenitische Militär mit Luftschlägen auf Huthi-Stellungen in Sanaa, Saada und Tais antwortete. Diese wechselseitigen Schläge sind kein isoliertes Ereignis, sondern Teil einer seit Juli wieder entfachten Eskalation, die den Jemen-Konflikt in eine breitere regionale Auseinandersetzung einbettet. Wer Öl trifft, trifft die Welt – und so trägt jeder Angriff auf die Energieinfrastruktur das Risiko in sich, weit über die Grenzen des Jemen hinaus zu wirken.
Die Kämpfe im Jemen haben sich in den vergangenen Stunden dramatisch verschärft. Die pro-iranische Huthi-Miliz griff eine Ölanlage des saudi-arabischen Konzerns Aramco südlich von Riad mit ballistischen Raketen und Drohnen an und löste dort Brände aus. Gleichzeitig antwortete das jemenitische Militär mit Luftschlägen auf Huthi-Stellungen in der Hauptstadt Sanaa, in der nordwestlichen Provinz Saada und in Tais im Südwesten des Landes.
Für Aramco ist es bereits der dritte Huthi-Angriff seit August: Im September hatten die Kämpfer das wichtigste Ölterminal in der Hafenstadt Janbu ins Visier genommen, im August Anlagen im Süden Saudi-Arabiens. Riad äußerte sich zu den jüngsten Vorfällen nicht öffentlich. In Sanaa selbst hörte ein AFP-Korrespondent mindestens fünf Explosionen, zwei Kampfflugzeuge waren beim Abfeuern von Raketen zu beobachten. Die Huthi sprachen von 26 saudi-arabischen Luftangriffen auf die Hauptstadt – Angaben zu Opfern machten sie nicht.
Der Konflikt ist Teil einer größeren regionalen Dynamik. Seit Juli sind die Kämpfe zwischen der Huthi-Miliz und Saudi-Arabien wieder aufgeflammt und haben im Kontext des Iran-Konflikts eine neue Front geöffnet. Die wiederholten Angriffe auf Ölanlagen legen nahe, dass die Huthi gezielt versuchen, die Energieversorgung der Region zu destabilisieren und Saudi-Arabien wirtschaftlich unter Druck zu setzen. Mit jeder Vergeltungsaktion sinken die Chancen auf eine Deeskalation weiter.
Die Kämpfe im Jemen haben sich in den vergangenen Stunden dramatisch verschärft. Während die pro-iranische Huthi-Miliz eine Ölanlage des saudi-arabischen Konzerns Aramco südlich von Riad mit mehreren ballistischen Raketen und Drohnen angegriffen hat, reagierte das jemenitische Militär mit Luftschlägen auf Huthi-Stellungen im ganzen Land. Ein Militärsprecher bestätigte, dass Regierungstruppen Ziele in der von den Huthi kontrollierten Hauptstadt Sanaa, in der nordwestlichen Provinz Saada und in Tais im Südwesten des Landes attackiert haben. Die gegenseitigen Angriffe zeigen, wie schnell die Lage eskaliert, wenn eine Seite zuschlägt.
Die Aramco-Anlage stand in Flammen, nachdem die Huthi-Miliz nach eigenen Angaben ihre Raketen und Drohnen auf den Standort abgefeuert hatte. Die Anschläge hätten Brände an den getroffenen Positionen verursacht, erklärte die Gruppe. Saudi-Arabiens Behörden äußerten sich nicht zu den Vorfällen. Für Aramco ist dies bereits der dritte Angriff durch die Huthi seit August. Im September hatten die Kämpfer das wichtigste Ölterminal des Landes in der Hafenstadt Janbu angegriffen, im August Anlagen im Süden Saudi-Arabiens.
In Sanaa selbst hörte ein AFP-Korrespondent mindestens fünf Explosionen in verschiedenen Stadtteilen. Ein weiterer Journalist beobachtete zwei Kampfflugzeuge, die Raketen abfeuerten. Die Huthi beschuldigten die saudi-arabische Armee, 26 Luftangriffe auf die jemenitische Hauptstadt geflogen zu haben. Sanaa war bereits am Donnerstag zum ersten Mal seit Jahren wieder unter Beschuss geraten. Über mögliche Opfer machten die Huthi keine Angaben.
Dieser Konflikt ist Teil einer größeren regionalen Auseinandersetzung. Die Kämpfe zwischen der pro-iranischen Huthi-Miliz und Saudi-Arabien sind im Juli wieder aufgeflammt und haben im Iran-Krieg eine neue Front geschaffen. Saudi-Arabien unterstützt die jemenitische Regierungstruppe in ihrem Kampf gegen die Huthi. Die wiederholten Angriffe auf Ölanlagen deuten darauf hin, dass die Huthi versuchen, die Energieversorgung der Region zu destabilisieren und Saudi-Arabien wirtschaftlich unter Druck zu setzen. Mit jedem Anschlag und jeder Vergeltungsaktion wird die Lage im Jemen gefährlicher und die Chancen auf eine Deeskalation geringer.
Bemerkenswerte Zitate
Die Huthi-Miliz erklärte, mehrere ballistische Raketen und Drohnen eingesetzt zu haben, um Aramco anzugreifen und Brände an den getroffenen Standorten auszulösen— Huthi-Miliz