Huthi-Angriffe auf Riad: Türkei und Pakistan entsenden Truppen zur Unterstützung

Vereinbarte Streitkräfte sollten schnell stationiert werden
Türkei und Pakistan aktivieren erstmals ihren Verteidigungspakt mit Saudi-Arabien angesichts anhaltender Huthi-Angriffe.
Mark

Warum ist die Entsendung dieser Truppen jetzt so wichtig? Saudi-Arabien hat doch bereits eine Militärkoalition im Jemen.

Mimi

Weil die Huthis nicht mehr nur von außen angreifen. Sie kontrollieren jetzt die westjemenitische Küste, was ihnen strategische Vorteile gibt. Saudi-Arabien muss gleichzeitig die Heimat schützen und Operationen im Jemen fortsetzen. Das erfordert mehr Kapazität.

Luke

Aber die gemeinsame Stellungnahme sagt nicht, was diese Truppen konkret tun werden. Sind es Luftabwehr? Bodentruppen? Berater? Das ist unklar.

Mark

Und wie lange werden sie dort sein?

Mimi

Das wurde nicht angekündigt. Der Verteidigungspakt von Mekka ist relativ neu — Anfang August gegründet. Das ist die erste echte Aktivierung.

Luke

Genau. Das ist wichtig: Das ist nicht einfach eine Routine-Verstärkung. Das ist die erste praktische Anwendung eines Pakts, der speziell wegen des Irankriegs geschaffen wurde. Das zeigt, wie ernst die Lage ist.

Mark

Und die Huthis? Sind sie wirklich hinter diesen Angriffen auf Riad?

Mimi

Sie beanspruchen sie. Die Koalition meldet gleichzeitig, dass sie Huthi-Stellungen zerstört hat. Das ist ein klassisches Eskalationsmuster.

Luke

Wobei wir nicht wissen, wie effektiv diese Koalitions-Luftschläge wirklich sind. Die Meldung über zerstörte Waffenlager ist eine Seite der Geschichte. Unabhängige Bestätigung gibt es nicht in diesem Bericht.

  • Explosionen in Riads Nacht; Huthis beanspruchen Angriffe auf Infrastruktur
  • Türkei und Pakistan entsenden Truppen unter dem Verteidigungspakt von Mekka
  • Huthis kontrollieren seit September große Teile der westjemenitischen Küste
  • Saudi-arabischer Präsidialrat kündigt Offensive zur Rückeroberung an

Detonationen erschüttern Riad; Huthis beanspruchen Angriffe auf Infrastruktur, während die saudi-arabische Koalition Huthi-Stellungen zerstört. Türkei und Pakistan aktivieren Verteidigungspakt von Mekka und entsenden vereinbarte Streitkräfte zur schnellen Stationierung im Königreich.

Huthi-Milizen melden Angriffe auf Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad. Türkei und Pakistan kündigen Truppenentsendung zur Unterstützung an.

Explosionen erschüttern Riads Nacht. Die proiranischen Huthi-Milizen beanspruchen Angriffe auf die Infrastruktur der saudi-arabischen Hauptstadt, während die von Riad angeführte Militärkoalition im Jemen gleichzeitig Gegenschläge meldet. In Hudaida an der Küste des Roten Meeres zerstörten Koalitionskräfte nach Angaben des Sprechers Turki al-Malki Waffenlager, Einrichtungen zur Lagerung von mit Sprengfallen versehenen Booten und Seeminen. Die Koalition behauptet zudem, einen geplanten Huthi-Angriff auf Schifffahrtswege im südlichen Roten Meer verhindert zu haben.

Die Anschläge sind Teil einer Eskalation, die seit Wochen andauert. Angesichts dieser anhaltenden Bedrohung kündigten die Türkei und Pakistan an, Truppen zur Unterstützung Saudi-Arabiens zu entsenden. Nach einer Dringlichkeitssitzung in Riad erklärten die drei Länder in einer gemeinsamen Stellungnahme, sie hätten sich darauf geeinigt, »unverzüglich mit der Umsetzung des gegenseitigen Verteidigungsabkommens« zu beginnen. Die »vereinbarten Streitkräfte und militärischen Mittel« sollten »schnell im Königreich stationiert« werden. Welche konkreten Aufgaben die Truppen nach ihrer Ankunft erfüllen sollen, blieb in der Erklärung offen.

Der Verteidigungspakt, unter dem Namen »Gemeinsames Verteidigungsabkommen von Mekka« bekannt, wurde Anfang August von den drei mehrheitlich sunnitischen Staaten gegründet. Der Pakt entstand vor dem Hintergrund des Irankriegs und seiner regionalen Folgen. Seine Logik ist einfach: Wird eines der drei Mitglieder angegriffen, sind die anderen verpflichtet, es zu verteidigen. Die Aktivierung dieses Mechanismus signalisiert, dass Saudi-Arabien die Huthi-Angriffe als Bedrohung seiner Sicherheit einstuft, die externe Unterstützung rechtfertigt.

Die Huthis sind keine neue Kraft im Jemen. Seit Jahren kontrollieren sie weite Teile des Landes, darunter die Hauptstadt Sanaa. Im September verschärfte sich ihre Position erheblich: Die Miliz übernahm die Kontrolle über große Teile der westjemenitischen Küste. Diese geografische Expansion gibt ihnen Zugang zu Häfen und Schifffahrtswegen, was ihre Fähigkeit erhöht, Anschläge wie die in Riad durchzuführen oder zu koordinieren.

Die saudi-arabische Seite reagiert. Am Sonntag kündigte der von Saudi-Arabien unterstützte Präsidialrat des Jemen eine Offensive zur Rückeroberung aller von den Huthis kontrollierten Gebiete an. Dies deutet auf eine Intensivierung der Kämpfe hin, nicht auf eine Deeskalation. Die Entsendung türkischer und pakistanischer Truppen ist in diesem Kontext zu verstehen: Sie soll Saudi-Arabien militärische Kapazität geben, um gleichzeitig die Heimat zu verteidigen und Operationen im Jemen fortzusetzen. Wie lange dieser Konflikt andauern wird und welche regionalen Auswirkungen er haben könnte, bleibt offen.

Seestreitkräfte hätten Waffendepots sowie Einrichtungen zur Lagerung von mit Sprengfallen versehenen Booten und Seeminen zerstört
— Turki al-Malki, Sprecher der saudi-arabischen Militärkoalition
Die drei Länder einigten sich darauf, unverzüglich mit der Umsetzung des gegenseitigen Verteidigungsabkommens zu beginnen
— Gemeinsame Stellungnahme von Saudi-Arabien, Türkei und Pakistan
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