Auf einer der renommiertesten Kulturbühnen Europas sprach Greta Thunberg in Zürich vor einem fast leeren Saal – obwohl die Veranstaltung als ausgebucht galt. Die Aktivistin, die Klimakrise, Kolonialismus und Unterdrückung als untrennbar begreift, nutzte den Moment, um Marokkos Politik in der Westsahara anzuprangern, und stellte eine unbequeme Frage: Wer hat ein Interesse daran, dass bestimmte Stimmen nur im Flüstern gehört werden?
Greta Thunberg tritt vor fast leerem Saal auf und spricht von Sabotage
Wer hatte dafür gesorgt, dass die Menschen nicht kamen?
Warum sollte jemand daran interessiert sein, Thubergs Auftritt zu sabotieren? Was hätte das gebracht?
Wenn man Marokkos Position zur Westsahara verteidigt, könnte man Thubergs Kritik als Bedrohung sehen. Ein leerer Saal bedeutet weniger Aufmerksamkeit, weniger Verbreitung ihrer Botschaft.
Aber wir wissen nicht, wer das getan haben soll. Thunberg vermutet Sabotage, aber das ist eine Vermutung. Es könnte auch ein technisches Problem sein, oder Menschen haben einfach nicht erfahren, wo sie sein sollten.
Ist es wahrscheinlich, dass ein Filmfestival eine Veranstaltung als ausgebucht ankündigt und dann vergisst, die Leute zu informieren?
Das wäre ungewöhnlich, ja. Festivals sind organisiert. Wenn der Saal leer ist, obwohl er ausgebucht sein sollte, deutet das auf etwas Absichtliches hin.
Oder auf ein Missverständnis. Wir haben nur Thubergs Vermutung, nicht die Erklärung des Festivals. Das ist wichtig zu sagen.
Was war denn das Thema ihres Auftritts?
Die Westsahara und Marokkos Besatzungspolitik. Das ist ein Thema, das Marokko nicht gerne kritisiert sieht.
Aber auch da: Wir wissen nicht, ob Marokko oder jemand anderes dahintersteckt. Das ist Spekulation.
Trotzdem – wenn Thunberg recht hat, zeigt das, dass ihre Arbeit Wirkung hat. Sonst würde niemand sie sabotieren.
Genau. Sabotage ist eine Form von Bestätigung. Sie zeigt, dass die Botschaft bedrohlich genug ist, um bekämpft zu werden.
Il Polso
- Ein als ausgebucht gemeldeter Saal bleibt weitgehend leer – ein Widerspruch, der sich nicht von selbst erklärt.
- Thunberg spricht den Verdacht der Sabotage offen aus: Jemand könnte gezielt dafür gesorgt haben, dass ihr Publikum ausbleibt.
- Im Zentrum ihrer Rede steht die marokkanische Besatzung der Westsahara – ein politisch brisantes Thema, das mächtige Interessen berührt.
- Wer hinter einer möglichen Störaktion steckt, bleibt unklar – Thunberg nennt keine Namen, stellt aber die Frage in den Raum.
- Der Vorfall zeigt, dass Thubergs Aktivismus für bestimmte Akteure bedrohlich genug ist, um aktiv dagegen vorzugehen.
Auf einer der renommiertesten Kulturbühnen Europas sprach Greta Thunberg in Zürich vor einem fast leeren Saal – obwohl die Veranstaltung als ausgebucht galt. Die Aktivistin, die Klimakrise, Kolonialismus und Unterdrückung als untrennbar begreift, nutzte den Moment, um Marokkos Politik in der Westsahara anzuprangern, und stellte eine unbequeme Frage: Wer hat ein Interesse daran, dass bestimmte Stimmen nur im Flüstern gehört werden?
Greta Thunberg betrat die Bühne des Zürcher Filmfestivals und blickte in einen Saal, der nach allen Ankündigungen voll hätte sein sollen. Stattdessen saßen dort deutlich weniger Menschen als erwartet – obwohl der Veranstalter die Veranstaltung als ausgebucht bezeichnet hatte. Thunberg stellte die Frage, die im Raum stand: Wer hatte dafür gesorgt, dass die Menschen trotz Reservierung nicht kamen?
Sie nannte es Sabotage – direkt, ohne Umschreibung. Es war eine offene Anschuldigung, die einen neuen Grad der Störung in ihrer ohnehin kontroversen Karriere markierte. Ob technische Manipulation, gezielte Desinformation über Ort und Zeit oder eine bewusste Kampagne dahintersteckte, blieb offen. Namen nannte sie keine.
Der eigentliche Anlass ihres Auftritts war politisch brisant: Thunberg wollte die marokkanische Politik in der Westsahara kritisieren – ein Territorium, dessen Zugehörigkeit international umstritten ist. Für sie ist die Besatzung kein isoliertes geopolitisches Problem, sondern Teil eines Systems, das Klimakrise, Kolonialismus und Unterdrückung miteinander verbindet.
Dass ausgerechnet dieser Auftritt vor einem leeren Saal stattfand, deutet für Thunberg darauf hin, dass ihre Botschaft für manche Akteure bedrohlich genug ist, um aktiv dagegen vorzugehen. Ob die Sabotage tatsächlich stattgefunden hat, ließ sich nicht abschließend klären. Was feststand: Sie sprach vor weniger Menschen als geplant – und war bereit, das öffentlich zu benennen.
Greta Thunberg stand auf der Bühne des Filmfestivals in Zürich vor einem Saal, der nach allen Ankündigungen hätte voll sein sollen. Stattdessen saßen dort deutlich weniger Menschen, als erwartet worden war. Der Veranstalter hatte die Veranstaltung als ausgebucht angekündigt. Thunberg nutzte den Moment, um eine unbequeme Frage zu stellen: Wer hatte dafür gesorgt, dass die Menschen nicht kamen, obwohl die Plätze reserviert waren?
Die schwedische Klimaaktivistin vermutete Sabotage. Sie sprach den Verdacht offen aus – dass jemand bewusst daran gearbeitet haben könnte, ihre Rede vor einem kleinen Publikum stattfinden zu lassen. Es war eine direkte Anschuldigung, ohne Umschreibung. Thunberg hat sich in ihrer Karriere daran gewöhnt, dass ihre Auftritte kontrovers sind, aber dies war ein neuer Grad der Störung.
Der Grund für die Aufmerksamkeit war nicht nur die leere Halle. Thunberg hatte sich für diesen Auftritt in Zürich etwas vorgenommen: Sie wollte die marokkanische Politik in der Westsahara kritisieren. Das Thema ist politisch sensibel. Marokko beansprucht die Westsahara als Teil seines Territoriums; die internationale Gemeinschaft ist gespalten über die Legitimität dieses Anspruchs. Für Thunberg ist es eine Frage von Besatzung und Unterdrückung – Themen, die in ihrem Aktivismus zentral sind.
Die Vermutung der Sabotage deutet darauf hin, dass es Kräfte gibt, die Thubergs Botschaft nicht verbreitet sehen wollen. Ob es sich um marokkanische Behörden, Unterstützer Marokkos oder andere Akteure handelt, blieb unklar. Thunberg nannte keine Namen, stellte aber die Frage in den Raum: Wer profitiert davon, dass sie vor weniger Menschen spricht?
Das Filmfestival in Zürich ist eine etablierte Plattform. Dass dort eine Veranstaltung als ausgebucht angekündigt wird und dann kaum Zuschauer erscheinen, ist ungewöhnlich. Es deutet auf eine Koordination hin – entweder technische Manipulation, Desinformation über den tatsächlichen Ort oder die Zeit, oder eine bewusste Kampagne, Menschen von der Teilnahme abzuhalten. Thunberg sprach von Sabotage, weil sie keinen anderen Erklärungsrahmen sah, der das Phänomen abdeckte.
Die Kritik an Marokko und der Westsahara ist für Thunberg Teil eines größeren Musters. Sie sieht Klimakrise, Kolonialismus und Unterdrückung als verbundene Systeme. Die Besatzung der Westsahara ist für sie nicht nur ein geopolitisches Problem, sondern auch ein Zeichen für die Art, wie Macht über schwächere Gemeinschaften ausgeübt wird – eine Dynamik, die sie in ihrem Aktivismus immer wieder anprangert.
Der Vorfall in Zürich zeigt, dass Thunbergs Reichweite und ihre Botschaften für manche Akteure bedrohlich genug sind, um aktiv dagegen vorzugehen. Ob die Sabotage tatsächlich stattgefunden hat oder ob es andere Erklärungen gibt, ließ sich aus den verfügbaren Informationen nicht abschließend klären. Was feststand: Thunberg sprach vor weniger Menschen als geplant, und sie war bereit, das öffentlich zu benennen und ihre Vermutung auszusprechen.
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Thunberg vermutete, dass jemand bewusst daran gearbeitet haben könnte, ihre Rede vor einem kleinen Publikum stattfinden zu lassen— Greta Thunberg