FlyDubai-Pilot greift Kollegen mit Messer an – Notlandung in Saudi-Arabien

Ein Kapitän wurde verletzt und musste ins Krankenhaus. 180 Passagiere waren an Bord und erlebten Angst und Panik während des Vorfalls.
Sie haben viele Leben gerettet, sie haben eine schwere Katastrophe verhindert
Premierminister Netanjahu würdigt Passagiere und Besatzung, die den Angreifer überwältigten und das Flugzeug stabilisierten.
Mark

Was genau ist im Cockpit passiert? Die Berichte sind widersprüchlich.

Mimi

Das ist das Problem – wir haben nur Passagieraussagen und Aussagen von Sicherheitsbeamten. Ein Pilot soll den anderen mit einem Messer angegriffen haben, aber die genauen Umstände sind noch unklar.

Luke

Genau. Wir wissen, dass das Flugzeug abgesackt ist und notgelandet ist. Wir wissen, dass Passagiere den Angreifer überwältigt haben. Aber ob es wirklich ein Messer war oder nur ein Streit, das basiert auf Berichten von Passagieren, nicht auf offiziellen Aussagen.

Mark

Wer war der Angreifer? Die Berichte sagen, er sei aus dem Oman, aber das ist nicht bestätigt.

Mimi

Das ist richtig. Ynet berichtet das, aber es gibt keine offizielle Bestätigung. Anfangs hieß es, der Pilot sei Russe und der Co-Pilot Ukrainer. Jetzt sagen israelische Medien, der Co-Pilot sei Omani. Das zeigt, wie schnell sich die Informationen ändern.

Luke

Und das ist wichtig für die Leser zu verstehen – wir wissen nicht wirklich, wer dieser Mann ist oder warum er das getan hat. Die Ermittlungen laufen noch.

Mark

Netanjahu spricht von einer verhinderten Katastrophe. Wie ernst war die Lage wirklich?

Mimi

Das Flugzeug ist von 10.000 auf 5.200 Meter in einer Minute abgesackt. Das ist dramatisch. Passagiere berichten von Angst und Panik. Aber ob der Pilot wirklich das Flugzeug zum Absturz bringen wollte oder ob es ein Streit war, der eskaliert ist – das wissen wir nicht.

Luke

Netanjahu erzählt die Geschichte so, dass ein Pilot bewusst das Flugzeug zerstören wollte. Aber das ist seine Interpretation basierend auf Passagierberichten. Die Behörden ermitteln wegen Terrorverdachts, aber das bedeutet nicht, dass Terrorismus bewiesen ist.

Mark

Was bedeutet das für die Flugzeugsicherheit?

Mimi

Es zeigt, dass die Sicherheitsmaßnahmen im Cockpit möglicherweise nicht ausreichen. Ein Pilot konnte einen anderen angreifen. Passagiere mussten eingreifen.

Luke

Aber das ist auch selten. 2022 gab es einen ähnlichen Fall bei Air France, aber der war weniger dramatisch. Wir sollten nicht überreagieren und so tun, als wäre das ein systematisches Problem.

  • FlyDubai-Flug FZ 1073 mit 180 israelischen Passagieren von Dubai nach Tel Aviv
  • Pilot griff Co-Piloten mit Messer an; Flugzeug sackte von 10.000 auf 5.200 Meter ab
  • Notlandung in Tabuk, Saudi-Arabien; Passagiere überwältigten Angreifer
  • Tatverdächtiger Co-Pilot wird in Saudi-Arabien befragt; Ermittlungen wegen Terrorverdachts

Ein Pilot der FlyDubai-Maschine FZ 1073 soll seinen Co-Piloten mit einem Messer angegriffen haben, während das Flugzeug von Dubai nach Tel Aviv unterwegs war. Das Flugzeug fiel plötzlich ab und musste in Tabuk, Saudi-Arabien, notlanden. Passagiere überwältigten den Angreifer, während ein weiteres Besatzungsmitglied das Flugzeug stabilisierte.

Ein FlyDubai-Pilot griff seinen Co-Piloten mit einem Messer an, woraufhin das Flugzeug mit 180 israelischen Passagieren in Saudi-Arabien notlanden musste. Passagiere überwältigten den Angreifer und verhinderten eine mögliche Katastrophe.

Mittwochmorgen, 7.05 Uhr, Flughafen Dubai. Der Passagierjet FZ 1073 der Billigfluggesellschaft FlyDubai hebt mit gut zwanzig Minuten Verspätung ab. An Bord: eine Boeing 737 MAX mit dem Kennzeichen A6-FKF, knapp 180 israelische Passagiere, Ziel Tel Aviv. Was niemand weiß, ist, dass dieses Flugzeug sein Ziel nicht erreichen wird.

Zweieinhalb Stunden nach dem Start geschieht das Ungewöhnliche. Nach Daten des Flugportals FlightRadar24 sinkt die Maschine innerhalb einer Minute von 10.000 Metern auf 5.200 Meter ab. Das Flugzeug fliegt eine Kurve in der Nähe der jordanischen Grenze, dreht um und fliegt nach Süden. Eine Stunde später landet es in Tabuk, Saudi-Arabien. Die israelische Luftwaffe hatte bereits Kampfflugzeuge aufsteigen lassen, weil zunächst der Verdacht einer Flugzeugentführung im Raum stand.

Was sich im Cockpit abgespielt hatte, erfuhren die Behörden erst durch die Aussagen von Passagieren und Besatzungsmitgliedern. Ein Streit zwischen den beiden Piloten war eskaliert. Israelische Medien berichten unter Berufung auf Sicherheitsbeamte und Passagiere, dass einer der Flugzeugführer den anderen mit einem Messer verletzt haben soll. Eine israelische Passagierin schilderte dem Sender N12, sie habe Schreie gehört und anschließend viel Blut im Cockpit gesehen. "Es gab Momente, in denen wir dachten, dass wir das nicht lebend überstehen würden," sagte sie. Eine weitere Passagierin berichtete von großer Angst unter den Reisenden, von Schreien und Panik. Mehrere Männer, darunter auch Israelis, sprangen auf und überwältigten den Angreifer.

Nach Angaben des israelischen Nachrichtenportals Ynet stammt der tatverdächtige Co-Pilot aus dem Oman, wobei es dafür bislang keine offizielle Bestätigung gibt. Anfangs war von einem russischen Piloten und einem ukrainischen Co-Piloten die Rede gewesen. Der verletzte Kapitän kam ins Krankenhaus. Der tatverdächtige Co-Pilot wird derzeit in Saudi-Arabien befragt. Die Behörden ermitteln wegen Terrorverdachts.

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu beschrieb die Ereignisse als "sehr schwerwiegenden Sicherheitsvorfall". In einer Videobotschaft erklärte er, dass fast alle Passagiere Israelis gewesen seien und dass einer der Piloten mit einem Messer auf seinen Kollegen eingestochen habe, offenbar mit der Absicht, das Flugzeug mit den Passagieren zum Absturz zu bringen. Ein Passagier habe ihm berichtet, wie das Flugzeug zu trudeln angefangen habe und in einen Sturzflug geraten sei. Gemeinsam mit einem Besatzungsmitglied sei es diesem Passagier gelungen, in das Cockpit vorzudringen und den Angreifer auszuschalten, während dieser versucht habe, die Flugzeugapparate zu beschädigen. Eine weitere Crew sei dann in das Cockpit gegangen und habe das Flugzeug stabilisiert. Netanjahu würdigte diese Menschen als Helden mit "außergewöhnlicher Geistesgegenwart und Wagemut". "Sie haben viele Leben gerettet, sie haben eine schwere Katastrophe verhindert," sagte der Ministerpräsident.

Die Fluggesellschaft FlyDubai hält sich zu den Ursachen noch zurück. "Unsere Teams arbeiten eng mit den zuständigen Behörden zusammen," teilte die Airline mit. Die Flotte von FlyDubai besteht ausschließlich aus Varianten der Boeing 737, darunter fast 100 Maschinen, von denen 69 vom modernsten Typ 737 MAX 8 sind. Inzwischen sind die Passagiere Medienberichten zufolge wieder in Israel angekommen.

Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die Luftfahrtsicherheit in einer Region, die erst seit 2020 regelmäßige kommerzielle Flugverbindungen zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten sieht. Seit der Normalisierung der Beziehungen sind die VAE ein beliebtes Urlaubsziel für israelische Touristen geworden. Während Flugunregelmäßigkeiten wegen Auseinandersetzungen der Crew selten sind, gab es Präzedenzfälle: 2022 wurden zwei Air-France-Piloten suspendiert, nachdem sie sich im Cockpit auf einem Flug von Genf nach Paris gestritten hatten, doch jene Maschine musste nicht umgeleitet werden.

Es gab Momente, in denen wir dachten, dass wir das nicht lebend überstehen würden.
— Israelische Passagierin zum Sender N12
Sie haben viele Leben gerettet, sie haben eine schwere Katastrophe verhindert.
— Premierminister Benjamin Netanjahu über die Passagiere und Besatzung
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