Flydubai-Co-Pilot war vorher als Extremist eingestuft worden

Der Pilot wurde schwer verletzt durch einen Angriff mit einer Rettungsaxt im Cockpit.
Extremistisches Material bei ihm gefunden, aber weiter arbeiten lassen
Der Co-Pilot wurde bei Oman Air suspendiert, durfte aber in einer Verwaltungsposition bleiben.
Mark

Wie ist es möglich, dass jemand, der bei einer Fluggesellschaft als Extremist eingestuft wurde, später bei einer anderen Airline als Co-Pilot arbeiten konnte?

Mimi

Das ist genau die Frage, die sich jetzt stellt. Bei Oman Air wurde er suspendiert und durfte nicht mehr fliegen, aber offenbar gab es keinen Informationsaustausch oder keine wirksame Kontrolle, die Flydubai vor seiner Einstellung warnte.

Luke

Wir sollten hier vorsichtig sein – wir wissen nicht, wie detailliert die Informationen zwischen den Fluggesellschaften oder zwischen den Ländern ausgetauscht werden. Es ist möglich, dass Flydubai nicht wusste, was bei Oman Air vorgefallen war.

Mark

Aber wenn extremistisches Material bei ihm gefunden wurde, sollte das doch in irgendeinem System dokumentiert sein?

Mimi

Man würde das erwarten. Aber Sicherheitssysteme sind nicht immer so vernetzt, wie sie sein sollten. Der Mann konnte bei Oman Air in einer Verwaltungsrolle bleiben, nachdem er nicht mehr fliegen durfte – das deutet darauf hin, dass die Besorgnis begrenzt war oder dass es Wege gab, ihn im Unternehmen zu halten.

Luke

Das ist ein wichtiger Punkt: Wir wissen nicht genau, wie schwerwiegend die Bedenken bei Oman Air waren oder wie sie dokumentiert wurden. Die Medienberichte sagen, dass extremistisches Material gefunden wurde, aber wir kennen nicht die Details oder den Kontext.

Mark

Der Aufenthalt in Syrien – wie lange war er dort, und wann war das?

Mimi

Die Berichte sagen nur, dass er sich eine Zeit lang dort aufhielt. Das war offenbar genug, um die Sorge zu wecken, er könnte von radikalen Gruppen beeinflusst worden sein.

Luke

Aber das ist Spekulation. Ein Aufenthalt in Syrien ist nicht automatisch ein Beweis für Radikalisierung. Wir wissen nicht, wann das war, wie lange, oder unter welchen Umständen.

Mark

Was passiert jetzt mit den Ermittlungen?

Mimi

Die emiratischen Behörden untersuchen seine Motive und prüfen Verbindungen zu Organisationen. Das wird wahrscheinlich Monate dauern.

Luke

Und das ist wichtig – bis diese Ermittlungen abgeschlossen sind, haben wir nur Teile des Bildes. Die Behörden müssen klären, ob das ein isolierter Angriff war oder ob es eine größere Verbindung gibt.

  • Mitten im Flug nach Tel Aviv griff der Co-Pilot den Piloten mit einer Rettungsaxt an – das Flugzeug verlor dabei erheblich an Höhe.
  • Trotz schwerer Verletzungen öffnete der Pilot die Cockpit-Tür, woraufhin Passagiere den Angreifer überwältigten und eine Katastrophe abwendeten.
  • Medienberichte enthüllen, dass der Co-Pilot bereits bei Oman Air wegen extremistischer Ansichten und eines verdächtigen Syrien-Aufenthalts suspendiert worden war – und dennoch bei Flydubai fliegen durfte.
  • Die Generalstaatsanwaltschaft der Vereinigten Arabischen Emirate stufte den Angriff als geplanten Terrorakt ein; die israelische Regierung spricht von einem dschihadistischen Anschlag.
  • Emiratische Ermittler prüfen noch mögliche Verbindungen zu extremistischen Netzwerken, während technische und digitale Beweismittel ausgewertet werden.

Über den Wolken zwischen Dubai und Tel Aviv offenbarte sich eine der tiefsten Ängste der modernen Zivilluftfahrt: Ein Co-Pilot, der bereits in seiner Vergangenheit als Sicherheitsrisiko bekannt war, griff seinen Kapitän mit einer Rettungsaxt an. Dass der verletzte Pilot noch die Kraft fand, die Cockpit-Tür zu öffnen, und Passagiere den Angreifer überwältigten, rettete das Flugzeug vor dem Schlimmsten. Die Frage, wie ein als Extremist eingestufter Mann erneut in ein Cockpit gelangen konnte, stellt nun Sicherheitssysteme und Behörden vor eine unbequeme Rechenschaft.

Ein Flydubai-Flug von Dubai nach Tel Aviv wurde am Mittwoch zum Schauplatz eines Angriffs im Cockpit: Der Co-Pilot attackierte den Piloten mit einer Rettungsaxt. Obwohl schwer verletzt, öffnete der Kapitän die Cockpit-Tür – Passagiere überwältigten den Angreifer. Eine zweite Besatzung an Bord übernahm die Kontrolle über die Maschine, die zwischenzeitlich stark an Höhe verloren hatte, und landete sie sicher in der saudi-arabischen Stadt Tabuk. Der Co-Pilot wurde anschließend in die Emirate überstellt.

Was die Ermittlungen seither zutage fördern, wiegt schwer: Der Mann war bereits bei seinem früheren Arbeitgeber Oman Air als Sicherheitsrisiko bekannt. Während seiner Zeit als Co-Pilot-Auszubildender im Jahr 2024 wurde extremistisches Material bei ihm gefunden; er wurde suspendiert und durfte nicht mehr fliegen, behielt jedoch eine Verwaltungsposition. Omanische Behörden hatten zudem einen längeren Aufenthalt des Mannes in Syrien als Warnsignal gewertet.

Die Generalstaatsanwaltschaft der Vereinigten Arabischen Emirate stufte den Angriff offiziell als geplanten Terrorakt ein – der Co-Pilot habe versucht, die Kontrolle über das Flugzeug zu übernehmen. Die israelische Regierung sprach von einem dschihadistischen Anschlag. Die Ermittlungen laufen weiter: Behörden prüfen mögliche Verbindungen zu extremistischen Organisationen und werten digitale sowie physische Beweismittel aus. Offen bleibt die Frage, wie ein als Extremist eingestufter Mann erneut in ein Cockpit gelangen konnte.

Ein Flydubai-Flug war am Mittwoch auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv, als der Co-Pilot den Piloten mit einer Rettungsaxt angegriffen hat. Trotz schwerer Verletzungen gelang es dem Piloten, die Cockpit-Tür zu öffnen. Passagiere überwältigten daraufhin den Angreifer, während eine zweite Besatzung an Bord die Maschine, die während des Angriffs erheblich an Höhe verloren hatte, zur Notlandung in der saudi-arabischen Stadt Tabuk brachte. Der Co-Pilot wurde anschließend in die Emirate gebracht.

Nun zeigen Medienberichte, dass dieser Mann bereits in seiner beruflichen Vergangenheit als erhebliches Sicherheitsrisiko bekannt war. Bei seiner früheren Arbeitgeber Oman Air war er suspendiert worden, nachdem er als Extremist eingestuft worden war. ABC News berichtet, dass extremistisches Material bei ihm gefunden wurde, während er 2024 als Co-Pilot-Auszubildender bei der Fluggesellschaft beschäftigt war. Obwohl er daraufhin nicht mehr fliegen durfte, behielt er eine Verwaltungsposition bei der Airline.

Die Behörden im Oman hatten festgestellt, dass der Mann extremistische Ansichten vertrat. Ein weiterer Grund für die Besorgnis war ein längerer Aufenthalt in Syrien, der die Vermutung aufkommen ließ, er könnte dort von radikalen Gruppen beeinflusst worden sein. Der saudi-arabische Nachrichtensender Al-Arabiya berichtete über diese Details aus den Ermittlungen der omanischen Behörden.

Die Generalstaatsanwaltschaft der Vereinigten Arabischen Emirate hat den Angriff inzwischen als geplanten Terrorakt eingestuft. Der Co-Pilot habe versucht, die Kontrolle über das Flugzeug zu übernehmen, so die offizielle Darstellung. Die Rettungsaxt, mit der der Angriff verübt wurde – im Fachjargon crash axe genannt – gehört zur vorgeschriebenen Notausrüstung in Flugzeugen und dient dazu, sich im Notfall durch Verkleidungen oder andere Hindernisse zu arbeiten.

Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Die emiratischen Behörden prüfen weiterhin, welche Motive hinter dem Angriff standen und ob der Mann Verbindungen zu anderen Personen oder extremistischen Organisationen hatte. Technische Untersuchungen sowie die Auswertung physischer und digitaler Beweismittel laufen noch. Die israelische Regierung hatte bereits erklärt, sie gehe von einem dschihadistischen Terroranschlag aus. Der Pilot, der den Angriff erlitt, hatte schwere Verletzungen davongetragen, konnte aber in dem entscheidenden Moment noch handlungsfähig bleiben.

Der Co-Pilot habe einen Terrorakt geplant und versucht, die Kontrolle über das Flugzeug zu übernehmen
— Generalstaatsanwalt der Emirate
Extremistische Ansichten und Aufenthalt in Syrien führten zur Einstufung als Sicherheitsrisiko
— Behörden im Oman
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