Erneut Schüsse in Köln: Wohnhaus und Restaurant getroffen

Keine Verletzten nach bisherigen Erkenntnissen, jedoch wachsende Verunsicherung und psychische Belastung bei Anwohnern durch wiederholte nächtliche Schießereien.
Hier leben Kinder, Familien — wenn hier geschossen wird, hört der Spaß auf
Ein Anwohner aus Merkenich beschreibt die wachsende Angst in seiner Nachbarschaft nach wiederholten nächtlichen Schießereien.
Mark

Warum passiert das immer wieder? Gibt es einen erkennbaren Grund, warum gerade diese Häuser und Restaurants?

Mimi

Das ist das Beunruhigende — die Polizei sagt, die Hintergründe seien unklar. Aber das Muster deutet auf etwas Systematisches hin. Es geht nicht um Zufall.

Luke

Wir sollten vorsichtig sein: Die Polizei vermutet "Crime as a Service", aber das ist eine Vermutung. Wir wissen nicht, ob das in diesen beiden Fällen wirklich zutrifft.

Mark

Was bedeutet "Crime as a Service" überhaupt?

Mimi

Jemand zahlt für einen Schuss. Ein Täter wird angeheuert, um die Tat auszuführen. Ein zweiter filmt es als Beweis. Es ist wie ein Geschäftsmodell für Gewalt.

Luke

Aber wir kennen die Auftraggeber nicht. Wir wissen nicht, ob es Erpressung ist, Racheakte oder etwas ganz anderes. Die 28 Fälle seit Mai — sind die alle gleich motiviert?

Mark

Wie fühlen sich die Menschen dort?

Mimi

Ein Anwohner sagte, es sei bereits das zweite Mal gewesen, dass nachts in seiner Straße geschossen wurde. Ihm ginge es damit schlecht. Andere beschweren sich, dass die Polizei sie nicht informiert.

Luke

Das ist wichtig: Die psychische Belastung ist real, auch wenn niemand verletzt wurde. Aber wir sollten nicht übertreiben — es gab keine Toten, keine Verletzten in diesen beiden Fällen.

Mark

Was kommt als nächstes?

Mimi

Die Polizei sucht Zeugen. Sie sucht nach zwei Männern in jedem Fall. Aber solange das Motiv unklar bleibt, ist es schwer zu sagen, wie man das stoppen kann.

Luke

Und das ist die unbeantwortete Frage: Warum diese Orte? Warum diese Nacht? Ohne das zu verstehen, ist es schwer zu prognostizieren, wo es als nächstes passiert.

  • 28 registrierte Fälle dieser Art seit Mai 2026
  • Zwei Tatorte in einer Nacht: Einfamilienhaus in Merkenich (ca. 3:20 Uhr) und Restaurant in Rodenkirchen (etwa eine Stunde später)
  • Polizei vermutet "Crime as a Service" — angeheuerte Täter, von denen einer schießt und einer filmt
  • Keine Verletzten nach bisherigen Erkenntnissen, aber wachsende Verunsicherung bei Anwohnern

Unbekannte feuerten auf ein Einfamilienhaus und ein Restaurant ab, wobei mehrere Einschusslöcher entstanden. Zum Zeitpunkt der Schüsse befand sich niemand im Wohnhaus. Zeugen berichten von zwei dunkel gekleideten Männern, die mit E-Scootern vom Restaurant-Tatort flohen. Die Polizei vermutet ein organisiertes Kriminalitätsmuster namens 'Crime as a Service'.

In Köln sind in der Nacht zu Samstag erneut Schüsse auf ein Wohnhaus in Merkenich und ein Restaurant in Rodenkirchen abgegeben worden. Dies ist bereits der 28. Fall dieser Art seit Mai, wobei die Polizei Auftragstaten vermutet.

In der Nacht zum Samstag haben Unbekannte erneut das Kölner Stadtbild mit Gewalt durchbrochen. Gegen 3:20 Uhr hörten Anwohner im Stadtteil Merkenich mehrere Schüsse fallen. Die Polizei fand an einem Einfamilienhaus mehrere Einschusslöcher vor. Das Haus war in dem Moment, als die Schüsse abgegeben wurden, leer — ein Zufall, der möglicherweise Leben rettete.

Einer der Nachbarn berichtete dem WDR, dass ihn die Schüsse aus dem Schlaf rissen. Es war nicht das erste Mal in dieser Straße. "Hier leben Kinder, Familien. Hier ist eine Einfamilienhauswohnsiedlung, und wenn hier geschossen wird, dann hört der Spaß auf", sagte er. Die Verunsicherung in der Nachbarschaft wächst. Andere Anwohner beklagen sich, dass die Polizei sie nicht ausreichend informiert habe über das, was in ihrer unmittelbaren Umgebung geschieht.

Zeugen beschrieben zwei Männer, die vom Tatort flohen. Einer trug eine dunkle Basecap, eine schwarze Jogginghose und eine North-Face-Jacke mit Kapuze. Ein Tuch war über seine Nase gezogen. Sein Begleiter war ebenfalls dunkel gekleidet. Sie verschwanden in der Nacht.

Etwa eine Stunde später, immer noch in der Dunkelheit, fielen Schüsse in einem anderen Stadtteil. Diesmal war ein Restaurant in Rodenkirchen, in der Nähe des Maternusplatzes, das Ziel. Die Polizei fand mehrere Einschusslöcher in der Glasfront des Lokals. Zeugen berichteten, dass zwei dunkel gekleidete Personen auf grün-weißen E-Scootern in Richtung Rhein davonfuhren.

Diese beiden Vorfälle sind nicht isoliert. Sie sind Teil einer Serie, die seit Mai dieses Jahres andauert. Die Polizei hat 28 registrierte Fälle dieser Art dokumentiert. Die Hintergründe bleiben unklar, doch die Ermittler vermuten ein Muster: sogenannte "Crime as a Service". Das bedeutet, dass Täter angeheuert werden. Einer schießt, einer filmt — um dem Auftraggeber den Beweis zu liefern, dass die Tat ausgeführt wurde. Es ist eine industrialisierte Form der Gewalt.

In beiden Fällen sucht die Polizei nach jeweils zwei Tätern. Die Staatsanwaltschaft Köln ist eingebunden. Bislang gibt es nach bisherigen Erkenntnissen keine Verletzten. Aber die Angst in den betroffenen Vierteln ist real. Familien schlafen unruhig. Die Frage, wer als nächstes Ziel ausgewählt wird und warum, bleibt offen. Die Serie setzt sich fort, und mit ihr wächst die Frage, wie lange die Stadt dieses Muster noch dulden wird.

Hier leben Kinder, Familien. Hier ist eine Einfamilienhauswohnsiedlung, und wenn hier geschossen wird, dann hört der Spaß auf.
— Anwohner aus Merkenich
Es sei bereits das zweite Mal gewesen, dass nachts in der Straße geschossen wurde. Ihm ginge es damit schlecht.
— Anwohner, im Gespräch mit dem WDR
Vuoi la storia completa? Leggi l'originale su tagesschau ↗
Contattaci Domande frequenti