Eintracht erlöst sich: 1:0 gegen Köln bricht Heimsieg-Fluch seit März

Ein Sieg, der einen Fluch bricht, auch wenn er nicht schön aussieht
Eintracht Frankfurt gewinnt sein erstes Heimspiel seit März gegen den 1. FC Köln.
Mark

Warum ist dieser Sieg für Frankfurt so bedeutsam, wenn das Spiel selbst so schwach war?

Mimi

Weil die Eintracht seit März kein Heimspiel mehr gewonnen hatte. Das ist eine lange Zeit. Ein Sieg, auch wenn er nicht schön aussieht, bricht einen Fluch.

Luke

Aber wie lange ist März her? Wir sprechen von Oktober. Das sind sieben Monate ohne Heimsieg – das ist nicht normal für einen Bundesliga-Klub.

Mark

Und was sagt das über die Mannschaft aus?

Mimi

Dass sie kämpft, dass sie nicht aufgibt. In der zweiten Halbzeit waren sie deutlich besser, strategischer. Ebnoutalib war zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Luke

Aber wir sollten nicht übertreiben. Ein 1:0 gegen Köln, das auch nicht gut spielte, ist kein Beweis dafür, dass Frankfurt plötzlich wieder stark ist.

Mark

Was war denn mit Köln? Warum war El Mala so ineffektiv?

Mimi

Frankfurt hat ihn gut verteidigt. Zwei Spieler auf ihn, immer wenn er den Ball bekam. Das funktionierte.

Luke

Wobei El Mala in der Vorwoche noch das Derby entschieden hatte. Das zeigt, dass Frankfurt defensiv besser war als Köln offensiv.

Mark

Und die Atmosphäre im Stadion – warum war die so ruhig?

Mimi

Weil Beck am Montag wiederwählt werden sollte. Keine Unruhe vor der Mitgliederversammlung.

Luke

Das ist eine Beobachtung, aber wir wissen nicht, ob die Ruhe wirklich damit zu tun hat oder ob die Fans einfach nur ein schwaches Spiel sahen und nicht viel zu sagen hatten.

  • Seit März hatte Frankfurt kein Heimspiel mehr gewonnen – ein Makel, der auf der Mannschaft und dem Verein lastete wie ein stiller Vorwurf.
  • Beide Teams lieferten ein Spiel auf erschreckend niedrigem Niveau: fehlerhafte Pässe, kaum Chancen, dafür umso mehr Provokation und Reklamieren wie in der Bezirksliga.
  • Die Partie wurde zunehmend rauer – Ellbogenchecks, Schubsereien und Spielverzögerungen ersetzten das, was an Fußball fehlte.
  • In der zweiten Halbzeit fand Frankfurt mehr Struktur, spielte Doan konsequent frei und erhöhte den Druck auf Kölns Abwehr.
  • Ebnoutalib erlöste das Waldstadion mit einem cleveren Kombinationszug an der Abseitslinie – sein Tor brachte drei Punkte und eine spürbare Erleichterung.
  • Auch abseits des Platzes herrschte Ruhe: Für Präsident Mathias Beck, der am Montag zur Wiederwahl steht, war der friedliche Abend im Stadion eine willkommene Nachricht.

Nach monatelanger Heimschwäche fand Eintracht Frankfurt am Freitagabend im Waldstadion zu einem knappen, aber bedeutsamen Sieg zurück. Younes Ebnoutalib traf in der 76. Minute gegen den 1. FC Köln und beendete damit eine Durststrecke, die bis in den März zurückreichte. Das Spiel selbst war kein Zeugnis fußballerischer Reife, sondern eher ein Spiegel zweier Mannschaften, die noch nach ihrer Form suchen – doch im Fußball zählt am Ende das Ergebnis, nicht die Eleganz des Weges dorthin.

Younes Ebnoutalib befreite Eintracht Frankfurt in der 76. Minute aus einem Heimfluch, der seit März andauerte. Das 1:0 gegen den 1. FC Köln war kein schönes Spiel – Frankfurt stand auf Platz 14, Köln auf Platz 10, und beide Mannschaften wirkten wie Teams, die noch nicht zu sich gefunden haben.

Trainer Adi Hütter hatte seine Spieler aufgefordert, etwas zu zeigen. Doch die erste Halbzeit bot wenig. Nach etwa 30 Minuten drängten die Kölner energischer nach vorne, doch schnell passten sich beide Teams einander an – auf bemerkenswert schwachem Niveau. Fehlerhafte Pässe, Angriffe, die im Nichts endeten, und Torwart Noah Atubolu, der Frankfurt mit zwei starken Paraden im Spiel hielt. Die Partie wurde zunehmend rauer: Verteidiger Lilian Brassier und Luka Lochoshvili lieferten sich körperliche Duelle, Said El Mala versuchte, Atubolu beim Abschlag zu stören. Es war Fußball als Nervenkrieg, nicht als Kunst.

Auf der Tribüne blieb es hingegen ruhig – eine gute Nachricht für Präsident Mathias Beck, der sich am Montag wiederwählen lassen wollte und keine Unruhe brauchte. Die Mitgliederversammlung in Höchst sollte so ereignisarm verlaufen wie die erste Halbzeit.

Nach der Pause kam Frankfurt strukturierter zurück. Die Eintracht spielte Ritsu Doan konsequent auf dem rechten Flügel frei, der immer wieder nach innen flankte. Kölns Offensivspiel dagegen wurde einfältiger – El Mala, der eine Woche zuvor noch das Derby entschieden hatte, blieb diesmal ungefährlich.

Dann, nach 76 Minuten: Ebnoutalib ließ sich nach außen fallen, kombinierte mit dem eingewechselten Noel Aseko und schlich an der Abseitslinie entlang, bevor er den Ball mit der Innenseite ins Tor schoss. Ein ungewöhnliches Tor für einen ungewöhnlichen Abend – und Frankfurts erster Heimsieg seit dem 1:0 gegen Heidenheim im März.

Younes Ebnoutalib erlöste Frankfurt in der 76. Minute mit einem Tor, das die Eintracht aus einem Heimfluch befreite, der seit März andauerte. Das 1:0 gegen den 1. FC Köln war kein schönes Spiel – weder tabellarisch noch auf dem Platz. Die Frankfurter standen auf Platz 14, Köln auf Platz 10, und beide Mannschaften spielten wie Teams, die sich noch nicht gefunden haben.

Trainer Adi Hütter hatte seine Spieler aufgefordert, etwas zu zeigen, wenn am Freitagabend die Lichter des Waldstadions angingen. Stattdessen bot die Eintracht in der ersten Halbzeit wenig. Nach etwa 30 Minuten wachten die Kölner auf und drängten energischer nach vorne, bedrängten die Frankfurter Abwehr. Doch schnell merkten beide Teams, dass es gegen einen tief stehenden Gegner schwierig wird, Fußball zu spielen. Sie passten sich einander an – auf bemerkenswert schwachem Niveau. Fehlerhafte Pässe, Angriffe, die vor den Füßen von Ritsu Doan endeten, den die Kölner eng bewachten. Auf der anderen Seite das gleiche Spiel mit Kölns Said El Mala. Marius Bülter vergab die besten Chancen für Köln, Frankfurts Torwart Noah Atubolu hielt stark in der 1. und 32. Minute. Die Eintracht schaffte in der ersten Halbzeit einen guten Angriff, an dessen Ende Farès Chaibi den Kölner Torhüter anschoss.

Die Partie wurde zunehmend rauer. Frankfurts Verteidiger Lilian Brassier rammte seinem Gegenspieler Luka Lochoshvili erst den Ellbogen ins Gesicht, dann beim folgenden Freistoß in die Brust. Lochoshvili versuchte, daraus ein Foul zu machen, worauf Brassier ihn auf dem Boden liegend schubste. El Mala, immerhin Nationalspieler, hüpfte danach vor Atubolu herum, um den Frankfurter Keeper am Abschlag zu hindern. Es war wie in der Bezirksliga: wenn sonst nichts geht, provozieren und reklamieren.

Auf der Tribüne blieb es hingegen ruhig. Das war für viele bei der Eintracht eine gute Nachricht – besonders für Präsident Mathias Beck, der sich am Montag wiederwählen lassen wollte und keine Unruhe brauchte. Die Kölner zündeten eine einzige Pyro-Fackel, einige in der Frankfurter Kurve pfiffen, sonst richteten sich die Blicke aufs Feld. Die Mitgliederversammlung in Höchst sollte am Montagabend ereignisarm verlaufen, so wie die erste Halbzeit.

In der zweiten Halbzeit kam die Eintracht strategischer aus der Kabine. Atubolu hatte seine Wasserflasche vergessen und bediente sich beim Linienrichter. Von hinten sah er, wie Frankfurt immer wieder Doan rechts freispielte, der den Ball nach innen flankte. Ebnoutalib, Brassier und Chaibi köpften, aber nicht präzise genug. Die Eintracht war auf dem Feld angekommen, passte genauer, hielt Druck auf Kölns Abwehr. Kölns Offensivspiel dagegen wurde zunehmend einfältig. El Mala dribbelte von der Außenbahn auf die Frankfurter Abwehr zu, nicht mehr aus der Zentrale. Aber immer kam ein zweiter Frankfurter Verteidiger hinzu. Nachdem El Mala in der Vorwoche noch das Derby gegen Borussia Mönchengladbach entschieden hatte, blieben seine Dribblings und Schüsse an diesem Freitag ungefährlich.

Das Problem aus Frankfurter Sicht: So gut wie die Abwehr funktionierte, so ideenlos spielte der Angriff. Das änderte sich nach 76 Minuten. Ebnoutalib ließ sich nach außen fallen, passte auf den eingewechselten Noel Aseko, der ihm den Ball prompt zurückspielte. Ebnoutalib schlich an der Abseitslinie entlang, nahm den Ball an und schoss ihn mit der Innenseite ins Tor. Er versuchte danach, seine Finger zu sortieren, um die Freunde in der Stadt mit der passenden Zahlenfolge vor den Kameras zu grüßen. Das passte zu Ebnoutalibs ungewöhnlichem Spielstil und zu einem ungewöhnlichen Fußballabend in Frankfurt. Einem Abend, an dem der Gegner kein Tor schoss und die Eintracht ein Heimspiel gewann – ihr erster seit dem 1:0 gegen Heidenheim im März.

Die Eintracht sollte etwas zeigen, wenn am Freitag die Lichter angehen
— Trainer Adi Hütter
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