Djokovic stoppt Zverevs Aufstieg zur Weltranglistenspitze in Peking

Die wenigen Chancen, die du bekommst, musst du nutzen
Djokovic erklärt nach seinem Sieg, warum er gegen Zverev gewann, obwohl dieser der derzeit beste Spieler ist.
Mark

Warum ist diese Niederlage für Zverev so bedeutsam? Es ist ja nur ein Turnier.

Mimi

Weil Zverev einen sehr spezifischen Plan hatte: Peking und Shanghai gewinnen, um Sinner zu verdrängen. Ohne den Sieg in Peking funktioniert dieser Plan nicht mehr.

Luke

Aber Sinner fehlt ja in Shanghai. Kann Zverev nicht trotzdem aufholen?

Mimi

Ja, aber langsamer. Ohne Sinner in Shanghai verliert Zverev die Chance, zwei große Turniere hintereinander zu gewinnen und damit massiv Punkte zu sammeln.

Mark

Wie realistisch ist es noch, dass Zverev bis Jahresende Nummer eins wird?

Mimi

Das hängt davon ab, wie lange Sinner ausfällt. Wenn Sinner lange pausiert, hat Zverev gute Chancen. Wenn Sinner bald zurückkommt, wird es schwierig.

Luke

Aber wir wissen nicht, wann Sinner zurückkommt. Das ist die große Unbekannte hier.

Mimi

Genau. Und Djokovic hat gezeigt, dass Zverev auch gegen Top-Spieler verlieren kann, wenn er nicht perfekt spielt.

Mark

Was hat Djokovic über Zverev gesagt?

Mimi

Dass er der beste Spieler der Welt ist im Moment, mit unglaublichem Selbstvertrauen. Aber auch, dass man die wenigen Chancen nutzen muss — was Djokovic tat und Zverev nicht.

Luke

Das ist interessant: Djokovic lobt Zverev, schlägt ihn aber trotzdem. Das zeigt, wie eng die Matches auf diesem Niveau sind.

Mark

Könnte Zverev noch dieses Jahr Nummer eins werden?

Mimi

Ja, aber nur wenn Sinner lange ausfällt und Zverev die restlichen Turniere gewinnt. Das ist möglich, aber nicht wahrscheinlich.

  • Zverev stand in Peking vor einer seltenen historischen Chance – und verlor sie in drei Sätzen gegen einen 39-jährigen Djokovic, der in diesem Turnier seit Jahrzehnten unbesiegbar ist.
  • Ein vergebener Breakball beim Stand von 4:4 im zweiten Satz kippte die Partie: Zverev verlor seinen Aufschlag, den Satz und schließlich das Match.
  • Djokovic lobte seinen Gegner als derzeit besten Spieler der Welt – doch genau das macht die Niederlage für Zverev umso bitterer.
  • Die intensive Turnierserie nach den US Open – Davis Cup, Laver Cup, Peking – könnte Zverevs Kräfte zermürbt haben, auch wenn das Spekulation bleibt.
  • Sinners Kniebeschwerden zwingen ihn auch in Shanghai zur Pause, was Zverev die Möglichkeit lässt, seinen Rückstand in der Weltrangliste zu verkürzen.
  • Das große Ziel – als zweiter Deutscher nach Becker die Nummer eins zu werden – ist nicht verloren, aber es hängt nun mehr von Sinners Gesundheit als von Zverevs Siegen ab.

In Peking, wo Geschichte und Ehrgeiz aufeinanderprallen, scheiterte Alexander Zverev an Novak Djokovic – einem Mann, der in diesem Turnier seit Jahrzehnten ungeschlagen ist. Der Deutsche verlor nach zwei Stunden und 34 Minuten hochklassigem Tennis und verpasste damit die Chance, Jannik Sinner von der Weltranglistenspitze zu verdrängen. Doch das Streben nach dem Gipfel geht weiter: Sinners Verletzungspause hält die Tür einen Spalt offen, und mit ihr die Möglichkeit, als erst zweiter Deutscher nach Boris Becker die Nummer eins der Welt zu werden.

Alexander Zverev reiste nach Peking mit einem klaren Plan: Siegen, nach Shanghai weiterziehen, siegen – und Jannik Sinner von der Weltranglistenspitze verdrängen. Stattdessen endete sein Turnier im Viertelfinale mit einer 6:4, 4:6, 4:6-Niederlage gegen Novak Djokovic, der in Peking seit Jahren ungeschlagen ist und seinen 32. Sieg in Folge bei diesem Turnier feierte.

Die Partie war nach Zverevs eigenem Urteil hochklassig. Der erste Satz dauerte fast eine Stunde, ehe Zverev ihn für sich entschied. Doch im zweiten Durchgang vergab er beim Stand von 4:4 einen entscheidenden Breakball – und verlor unmittelbar darauf seinen eigenen Aufschlag. Der dritte Satz folgte demselben Muster: beide Spieler auf höchstem Niveau, doch am Ende fehlte Zverev die Kraft. Djokovic verwandelte seinen zweiten Matchball und sprach danach mit echtem Respekt: »Das sind die Momente, für die ich noch Tennis spiele.« Zverev sei derzeit der beste Spieler der Welt – »wenn er so aufschlägt, ist es ein Albtraum, gegen ihn zu spielen«.

Die Wochen zuvor hatten Zverev viel abverlangt: US-Open-Triumph, Davis Cup für Deutschland, Laver Cup für Team Europa – ein Rhythmus ohne Pause. Ob das die Niederlage erklärt, bleibt offen. Klar ist: Sein Jahresendziel, Sinner als Nummer eins abzulösen, rückt in weitere Ferne.

Und doch bleibt Hoffnung. Sinner muss wegen Kniebeschwerden auch das Masters-1000-Turnier in Shanghai absagen. Zverev kann seinen Rückstand verkürzen – und falls Sinner länger ausfällt, könnte sich das Fenster wieder öffnen. Dann stünde Zverev vor der Chance, als erst zweiter Deutscher nach Boris Becker die Weltranglistenspitze zu erreichen.

Alexander Zverev stand in Peking vor einer Gelegenheit, die sich nicht oft wiederholt. Mit einem Sieg beim ATP-500er-Turnier und einem anschließenden Triumph in Shanghai hätte er Jannik Sinner von der Weltranglistenspitze verdrängen können. Stattdessen verlor der deutsche Tennisprofi gegen Novak Djokovic 6:4, 4:6, 4:6 und schied im Viertelfinale aus. Die Partie dauerte zwei Stunden und 34 Minuten und war nach Zverevs eigenem Verständnis hochklassig — doch am Ende reichte es nicht.

Djokovic, 39 Jahre alt, verwandelte seinen zweiten Matchball und setzte damit seine beeindruckende Serie in Peking fort: 32 Siege in Folge, kein einziger Verlust in diesem Turnier über die Jahre hinweg. Nach dem Sieg sprach der Serbe mit Respekt über seinen Gegner. »Das sind die Momente, für die ich noch Tennis spiele«, sagte Djokovic. Er beschrieb Zverev als derzeit besten Spieler der Welt, mit einem unglaublichen Lauf und großem Selbstvertrauen. »Wenn er so aufschlägt wie im Moment, dann ist es ein Albtraum, gegen ihn zu spielen«, erklärte der Altmeister. »Die wenigen Chancen, die du bekommst, musst du nutzen, und das ist mir heute zum Glück gelungen."

Die Partie selbst war ein Duell auf höchstem Niveau. Der erste Satz allein dauerte knapp eine Stunde, ehe Zverev seinen zweiten Satzball zum 6:4 nutzte. Im zweiten Durchgang vergab Zverev beim Stand von 4:4 einen Breakball — eine kritische Moment, der sich unmittelbar danach rächen sollte. Er verlor seinen eigenen Aufschlag und damit den Satz. Der dritte Satz folgte demselben Muster: beide Spieler auf Topniveau, doch Zverev verlor am Ende die Kraft.

Zverev hatte in den Wochen zuvor viel gespielt. Nach seinem Triumph bei den US Open in New York hatte er für Deutschland im Davis Cup gegen Kroatien angetreten und gewonnen, dann für das Team Europa im Laver Cup gegen das Team Welt — ebenfalls erfolgreich. Diese intensive Belastung könnte eine Rolle gespielt haben, doch das ist Spekulation. Tatsache ist: Sein großes Ziel für das Jahresende — Sinner als Nummer eins der Weltrangliste abzulösen — rückt in weitere Ferne.

Und doch ist die Situation nicht hoffnungslos. Sinner muss wegen Kniebeschwerden auch das Masters-1000-Event in Shanghai in der kommenden Woche absagen. Das bedeutet, dass Zverev seinen Rückstand zumindest verkürzen kann, auch wenn er in Peking nicht gewinnt. Im Februar dieses Jahres hatte Zverev noch mehr als 9000 Punkte Rückstand auf Carlos Alcaraz und knapp 5700 auf Sinner. Alcaraz fiel monatelang wegen einer Handgelenksverletzung aus. Jetzt pausiert Sinner. Die Konkurrenz schafft für Zverev Raum, den er nutzen muss.

Wenn Zverev es schafft, Sinner zu verdrängen, würde er ein historisches Ziel erreichen. Er wäre erst der zweite Deutsche nach Boris Becker, der die Weltranglistenspitze erreicht. Becker war insgesamt zwölf Wochen die Nummer eins der Welt. Für Zverev ist noch unklar, wann Sinner auf die Tour zurückkehrt — und das könnte der entscheidende Faktor sein.

Das sind die Momente, für die ich noch Tennis spiele. Er ist im Moment der beste Spieler auf der Welt, hat einen unglaublichen Lauf und viel Selbstvertrauen.
— Novak Djokovic nach seinem Sieg
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