DFB-Tor wegen Handspiel annulliert: Klopp ratlos über Schiedsrichter-Entscheidung

Keine Ahnung. Ich weiß nicht.
Klopp über die Schiedsrichter-Entscheidung, das Tor nicht anzuerkennen.
Mark

Was genau hat Turpin denn gesehen, das ihn zu dieser Entscheidung bewogen hat?

Mimi

Er hat sich nicht das Tor selbst angeschaut, sondern eine Szene Sekunden davor – einen Mehrkampf, in dem Bischofs Arm den Ball berührt hat. Der Arm war ausgestreckt.

Luke

Aber war das wirklich ein Handspiel nach den Regeln? Bischofs Arm war Teil einer natürlichen Bewegung in einem Mehrkampf, nicht eine bewusste Positionierung.

Mimi

Genau. Turpin muss davon ausgegangen sein, dass der ausgestreckte Arm eine unnatürliche Vergrößerung des Körpers war. Aber das ist fragwürdig.

Mark

Und Klopp war verwirrt?

Mimi

Sehr. Er fragte die Reporter, was sie dachten, und sagte dann, er wisse nicht, welche Regel hier angewendet wurde. Es sei müßig, sich aufzuregen, solange das unklar sei.

Luke

Das ist das Kernproblem: Die Regelauslegung ist nicht transparent. Turpin hat eine Entscheidung getroffen, aber es ist nicht klar, auf welcher Grundlage.

Mark

Und für die Spieler – Scherhant und Burkardt – bedeutet das?

Mimi

Scherhant wartet immer noch auf seine erste Torvorlage in der Nationalelf, die gezählt hat. Burkardt auf sein erstes Tor. Beide verlieren wegen einer Entscheidung, die nicht eindeutig ist.

Luke

Das ist das Frustrierende: Der VAR sollte Klarheit bringen, aber hier schafft er nur mehr Verwirrung.

  • Jonathan Burkardts Kopfballtor in der 32. Minute ließ das Stadion kurz aufatmen – doch die Freude währte nur Sekunden, bevor die VAR-Überprüfung alles einfror.
  • Schiedsrichter Turpin entschied sich nicht, das Tor selbst zu prüfen, sondern eine Szene davor: Tom Bischofs ausgestreckter Arm in einem Zweikampf – ein Detail, das das gesamte Ergebnis kippte.
  • Die Regelauslegung für Handspiel ist komplex und umstritten – ob Bischofs Armbewegung wirklich eine unnatürliche Körpervergrößerung darstellte, bleibt offen und anfechtbar.
  • Klopp trat vor die Presse ohne Wut, aber mit spürbarer Ratlosigkeit: Er fragte Journalisten nach ihrer Meinung, bevor er selbst gestand, keine Antwort zu haben.
  • Derry Scherhant und Jonathan Burkardt warten weiter – auf eine erste gezählte Torvorlage, auf ein erstes Länderspieltor – weil ein Regeldetail ihnen diesen Moment nahm.

Im Toumba-Stadion von Thessaloniki erlebte die deutsche Nationalmannschaft jene stille Ungerechtigkeit, die den Fußball seit jeher begleitet: Ein Tor, das fiel, wurde durch eine Regelauslegung wieder ausgelöscht. Trainer Jürgen Klopp, der nach einem dominanten Auftritt seiner Mannschaft mit einem 0:0 nach Hause fuhr, stellte nicht lautstark Protest an – er stellte eine ehrlichere Frage: Welche Regel gilt hier eigentlich? In einer Zeit, in der Technologie die Entscheidungen schärfer machen soll, bleibt die Auslegung menschlich und damit unscharf.

Jürgen Klopp verließ Thessaloniki mit einem 0:0 im Gepäck und einer Frage im Kopf, auf die er keine Antwort hatte. Seine Mannschaft hatte gegen Griechenland über weite Strecken dominiert – das Ergebnis spiegelte das nicht wider. Und dann war da noch das Tor, das keines sein durfte.

In der 32. Minute hatte Tom Bischof den Ball im Mittelfeld gewonnen, Derry Scherhant sprintete die linke Seite hoch, täuschte seinen Gegenspieler aus und flankte scharf herein. Jonathan Burkardt köpfte im Fallen ein. Das Stadion jubelte – kurz. Auf der Anzeigetafel erschien der Hinweis auf eine VAR-Überprüfung.

Schiedsrichter Clement Turpin trat an den Spielfeldrand, doch er betrachtete nicht den Kopfball, sondern eine Szene Sekunden zuvor: Bischofs Arm hatte beim Zweikampf den Ball berührt. Turpin wertete dies als unnatürliche Körpervergrößerung – Freistoß für Griechenland statt Tor für Deutschland.

Nach dem Spiel wirkte Klopp nicht empört, sondern aufrichtig verwirrt. Er fragte die Journalisten zuerst nach ihrer Einschätzung, beschrieb die Szene dann selbst und gestand: Er wisse es nicht. Solange unklar sei, welche Regelauslegung hier gegolten habe, sei es müßig, sich aufzuregen. Falls eine Regel das Tor hätte erlauben müssen, solle man es ihm sagen.

Scherhant, für den es die erste Torvorlage im Nationaltrikot gewesen wäre, nannte die Entscheidung ärgerlich. Burkardt wartet weiter auf sein erstes Länderspieltor. Beide zahlen den Preis für eine Auslegung, die selbst Experten nicht einhellig beantworten können.

Jürgen Klopp verließ das Toumba-Stadion in Thessaloniki mit gemischten Gefühlen. Seine deutsche Mannschaft hatte gegen Griechenland dominant gespielt, das 0:0 war kein gerechtes Ergebnis für die Leistung, die er auf dem Platz sah. Aber es gab noch etwas anderes, das ihn beschäftigte: ein Tor, das gezählt hätte, wenn die Dinge anders gelaufen wären.

In der 32. Minute hatte Tom Bischofs Ballgewinn im Mittelfeld den Anfang gemacht. Der Ball ging zu Derry Scherhant, der sofort die linke Seite hochsprintete. Mit einem Übersteiger schaffte er sich Platz, dann flankte er scharf herein. Jonathan Burkardt war zur Stelle und köpfte im Fallen ein – 1:0 für Deutschland. Das Stadion, das bis dahin eher ruhig gewesen war, explodierte. Die Griechen brachten den Ball bereits zum Anstoß zurück, als auf der Anzeigetafel der Hinweis erschien: Das Tor wird überprüft.

Schiedsrichter Clement Turpin ging zum Spielfeldrand. Aber er schaute sich nicht das Tor selbst an. Stattdessen betrachtete er eine Szene, die Sekunden davor lag – einen Mehrkampf im Mittelfeld, in dem Bischofs Arm den Ball berührt hatte. Der Bayern-Spieler hatte den Arm ausgestreckt, der Ball war dagegen geprallt. Absicht war schwer zu erkennen. Turpin sah es trotzdem als Regelverstoß. Statt Tor für Deutschland gab es Freistoß für Griechenland.

Klopp stand nach dem Spiel vor den Reportern und wirkte ratlos. Er fragte erst die Journalisten: Was denkt ihr denn? Dann beschrieb er die Szene selbst und kam zu dem Ergebnis: Keine Ahnung. Ich weiß nicht. Es sei müßig, sich darüber aufzuregen, sagte er, solange unklar sei, welche Regel hier eigentlich angewendet wurde. Falls es eine Regel gebe, die besage, dass das Tor hätte zählen müssen, dann sollte man ihm Bescheid sagen – dann könne er sich vielleicht ein bisschen mehr darüber aufregen. Im Moment sei es, wie es sei.

Die Regelauslegung für Handspiel ist tatsächlich komplex. Ein Vergehen liegt vor, wenn ein Spieler den Ball absichtlich mit der Hand berührt oder wenn er seinen Körper durch eine unnatürliche Armhaltung vergrößert und der Ball dann an diese Hand springt. Turpin musste also davon ausgegangen sein, dass Bischofs ausgestreckter Arm eine unnatürliche Vergrößerung des Körpers darstellte. Doch Bischofs Bewegung war Teil eines Mehrkampfs, nicht eine bewusste Positionierung. Und das Handspiel lag nicht unmittelbar vor dem Tor, sondern Sekunden davor.

Scherhant, der die Vorlage gegeben hatte, sah es ähnlich wie sein Trainer. Die erste Halbzeit sei gut gewesen, sagte er, und die Mannschaft hätte sich mit dem Tor belohnen müssen. Es sei ärgerlich, dass dieses Tor zurückgenommen wurde. Für Scherhant war es die erste Torvorlage in der Nationalelf gewesen – eine, die nicht gezählt hat. Burkardt wartet immer noch auf sein erstes Tor für Deutschland. Beide müssen warten, weil Schiedsrichter Turpin einen Hinweis ins Ohr bekam und Regel 12 im Kopf hatte.

Falls es eine Regel gibt, die sagt, das Tor hätte zählen müssen, dann sagt Bescheid, dann rege ich mich vielleicht ein bisschen mehr darüber auf.
— Jürgen Klopp
Es sei ärgerlich, dass das eine zurückgenommen wurde.
— Derry Scherhant
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