Deutsche Wirtschaft ignoriert De-Risking-Aufruf und verdoppelt China-Investitionen

Eigentlich sollte die deutsche Wirtschaft ihre Abhängigkeit von China verringer…
Anfang September las Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) der deutschen Wirtschaft die Leviten. Drei Jahre ist es…
Mark

What happened here?

Mimi

Deutsche Wirtschaft: In Asien ist von De-Risking keine Spur.

Mark

Give me the shape of it.

Mimi

Eigentlich sollte die deutsche Wirtschaft ihre Abhängigkeit von China verringern und mehr Geschäft im Rest Asiens machen. Das hat nicht geklappt.

Mark

What should we watch for?

Mimi

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  • Bundesaußenminister Wadephul rügte die deutsche Wirtschaft öffentlich – drei Jahre nach dem Regierungsaufruf zum De-Risking ist kaum etwas passiert.
  • Statt Abhängigkeiten abzubauen, investierten deutsche Unternehmen in der ersten Jahreshälfte ein Drittel mehr in China als im Vorjahr – trotz sinkender Verkaufszahlen und wachsender chinesischer Konkurrenz.
  • Südostasien, das als Ausweichmarkt galt, wird von chinesischen Anbietern dominiert; deutsche Marken wie VW spielen dort kaum eine Rolle.
  • Zulieferer weichen zwar nach Vietnam aus, bleiben aber über Lieferketten indirekt von China abhängig – ein De-Risking nur dem Namen nach.
  • Indien gilt als langfristige Alternative, doch deutsche Konzerne zögern und beklagen Bürokratie, Infrastruktur und mangelnde Kaufkraft, anstatt strategisch zu investieren.

Drei Jahre nach dem politischen Aufruf zur Reduzierung der China-Abhängigkeit zeigt die deutsche Wirtschaft kaum Bereitschaft zur Umkehr: Die Investitionen in China stiegen in der ersten Jahreshälfte um ein Drittel, während Südostasien und Indien als Alternativen weitgehend ungenutzt bleiben. Es ist eine Geschichte über die Spannung zwischen geopolitischer Vernunft und wirtschaftlicher Schwerkraft – und darüber, wie schwer es fällt, eingespielte Abhängigkeiten zu durchbrechen, wenn kurzfristige Interessen die strategische Weitsicht überwiegen.

Drei Jahre ist es her, dass die Bundesregierung die deutsche Wirtschaft aufforderte, ihre Abhängigkeit von China zu verringern und neue Märkte in Asien zu erschließen. Anfang September sah sich Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) genötigt, der Wirtschaft erneut ins Gewissen zu reden – ein Zeichen dafür, wie wenig sich seither verändert hat.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: In der ersten Jahreshälfte investierten deutsche Unternehmen ein Drittel mehr in China als im Vorjahr. Das geschieht ausgerechnet in einem Moment, in dem die Verkäufe dort zurückgehen und chinesische Konkurrenten auf dem Heimatmarkt wie auf Drittmärkten immer stärker werden. Von einem strategischen Rückzug ist nichts zu spüren.

Südostasien, das als natürlicher Ausweichraum galt, erweist sich als schwieriges Terrain. Chinesische Anbieter dominieren die Region; deutsche Marken wie VW sind dort weitgehend bedeutungslos. Einige Zulieferer haben zwar Produktionskapazitäten nach Vietnam verlagert, doch ihre Lieferketten führen nach wie vor durch China – das De-Risking bleibt oberflächlich.

Indien wird in der Debatte immer wieder als langfristige Alternative zu China genannt. Doch auch hier zögern deutsche Konzerne. Statt strategisch zu handeln, verweisen sie auf Bürokratie, mangelhafte Infrastruktur und eine zu geringe Kaufkraft. Die Lücke zwischen politischem Anspruch und unternehmerischer Wirklichkeit bleibt vorerst offen.

A story is developing around Deutsche Wirtschaft: In Asien ist von De-Risking keine Spur. Eigentlich sollte die deutsche Wirtschaft ihre Abhängigkeit von China verringern und mehr Geschäft im Rest Asiens machen. Das hat nicht geklappt.

Anfang September las Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) der deutschen Wirtschaft die Leviten. Drei Jahre ist es her, dass die Bundesregierung dazu aufgerufen hat, die Abhängigkeit von China zu reduzieren und neue Fabriken ab sofort…

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