DAX leicht höher erwartet – Tech-Erholung in Asien stützt Märkte

Viele Anleger sind erleichtert, dass die Märkte wieder auf Unternehmensgewinne schauen
Hoffnung auf Berichtssaison als Gegenpol zu Ölpreisen und Zinssorgen
Mark

Warum ist die Erholung in Asien für den DAX überhaupt relevant? Das sind doch unterschiedliche Märkte.

Mimi

Weil Technologiewerte global vernetzt sind. Wenn Chiphersteller wie Samsung und SK Hynix wieder anziehen, signalisiert das, dass die Angst vor einem KI-Crash nachlässt – und das beruhigt auch europäische Anleger.

Luke

Aber die US-Banken haben doch bessere Zahlen geliefert und die Kurse sind trotzdem gefallen. Wie sicher ist es, dass die asiatische Erholung anhält?

Mimi

Das ist der Punkt – es ist nicht sicher. Der Markt jongliert mit zu vielen Risiken gleichzeitig. Ölpreise, Zinsen, Unternehmensgewinne. Heute kommen noch die US-Inflationsdaten hinzu.

Mark

Also ist der erwartete DAX-Anstieg von 0,33 Prozent eher ein Hoffnungssignal als eine Prognose?

Luke

Genau. Das ist die Taxierung eines Brokers zwei Stunden vor Handelsbeginn. Das kann sich schnell ändern, wenn die Inflationsdaten überraschend ausfallen.

Mimi

Richtig. Und die Ölpreise sind immer noch hoch. Das bleibt ein strukturelles Problem, das durch eine gute Berichtssaison nicht einfach verschwindet.

Mark

Was müsste passieren, damit die Märkte wirklich beruhigt sind?

Luke

Die Berichtssaison müsste durchgehend stark ausfallen, die Ölpreise müssten sinken, und die Fed müsste signalisieren, dass die Zinsen nicht weiter steigen. Bislang ist nur eines dieser Dinge ansatzweise erfüllt.

Mimi

Und selbst dann wäre es fragil. Die Märkte sind angespannt. Das sieht man daran, dass selbst gute Zahlen nicht zu Kursgewinnen führen.

Mark

Also abwarten bis 14:30 Uhr?

Luke

Und darüber hinaus. Die Inflationsdaten sind wichtig, aber sie sind nicht das ganze Bild.

  • Asiatische KI- und Chipwerte erholen sich nach einem jüngsten Ausverkauf spürbar – Nikkei und Kospi legen über 0,8 bzw. 1 Prozent zu.
  • Trotz überzeugender Quartalszahlen von Goldman Sachs und Citigroup enttäuschten die US-Märkte: Dow Jones und Nasdaq schlossen im Minus.
  • Investoren hoffen, dass eine starke Berichtssaison die drückenden Sorgen um Ölpreise und steigende Anleiherenditen in den Hintergrund drängt – bislang ohne durchschlagenden Erfolg.
  • Der DAX wird rund zwei Stunden vor Handelsbeginn mit einem Plus von 0,33 Prozent taxiert, nach einem enttäuschenden Dienstag mit einem Schlussstand von 25.259 Punkten.
  • Um 14:30 Uhr werden US-Inflationsdaten veröffentlicht, die entscheidende Hinweise auf den künftigen Zinskurs der Federal Reserve liefern könnten.

In einer Zeit, in der die Märkte zwischen Hoffnung und Unsicherheit pendeln, suchen Investoren weltweit nach verlässlichen Ankerpunkten. Die Erholung asiatischer Technologiewerte – angeführt von Chipherstellern wie Samsung und SK Hynix – sendet heute ein vorsichtig optimistisches Signal nach Europa, wo der DAX mit einem leichten Plus erwartet wird. Es ist das vertraute Muster unserer Epoche: Kaum weicht eine Sorge, tritt die nächste an ihre Stelle – und doch hält das Vertrauen in die Kraft der Unternehmensgewinne die Märkte im Gleichgewicht.

Die Technologiewerte in Asien fangen sich, und der DAX könnte davon profitieren. Nach turbulenten Tagen deutet sich für den deutschen Leitindex ein leichter Aufwärtsstart an – gestützt durch die Erholung von Chipherstellern wie Samsung Electronics und SK Hynix, die KI-Aktien in ganz Asien nach oben ziehen. Der japanische Nikkei gewinnt 0,8 Prozent, der südkoreanische Kospi über ein Prozent. IG Markets taxierte den DAX gut zwei Stunden vor Handelsbeginn mit einem Plus von 0,33 Prozent.

An den Märkten herrscht derzeit ein ständiges Jonglieren mit Risiken: Kaum tritt ein Belastungsfaktor zurück, rückt der nächste in den Vordergrund. Viele Investoren setzen darauf, dass eine starke Berichtssaison die Sorgen über hohe Ölpreise und steigende Anleiherenditen überlagern könnte. Jake Dollarhide von Longbow Asset Management bringt die Stimmung auf den Punkt: Anleger seien erleichtert, wenn die Märkte wieder stärker auf Unternehmensgewinne schauen – und weniger auf Zinsen und Ölpreise.

Doch dieser Hoffnung war am Dienstag noch kein Erfolg beschieden. Goldman Sachs und Citigroup übertrafen zwar die Gewinnerwartungen, ihre Aktien rutschten dennoch ins Minus. Der Dow Jones verlor 0,4 Prozent, der Nasdaq 0,2 Prozent. Einzig die Apple-Aktie erklomm ein neues Rekordhoch und stützte damit die Technologiewerte.

Der Blick richtet sich nun auf die US-Inflationsdaten, die um 14:30 Uhr veröffentlicht werden und Hinweise auf den künftigen Kurs der Federal Reserve geben sollen. Die Mehrheit der Marktteilnehmer erwartet, dass die Fed ihren Leitzins bei der Sitzung am 28. Oktober unverändert lässt. Brent-Nordseeöl notiert am frühen Morgen leicht höher bei 106,35 Dollar pro Barrel – ein weiterer Unsicherheitsfaktor, der das Tagesgeschehen mitbestimmen wird.

Die Technologiewerte in Asien fangen sich wieder auf, und das könnte dem DAX heute Rückenwind geben. Der deutsche Leitindex wird erwartet, mit einem leichten Plus in den Handel zu starten – ein Zeichen dafür, dass die Märkte nach turbulenten Tagen wieder Tritt fassen.

An den Börsen herrscht derzeit ein ständiges Jonglieren mit verschiedenen Risiken. Kaum tritt ein Belastungsfaktor in den Hintergrund, rückt der nächste in den Fokus. Bislang haben die Märkte diese Wechselspiele aber relativ gut verkraftet, gestützt vor allem durch solide Unternehmensgewinne. Investoren setzen nun darauf, dass eine starke Berichtssaison die Besorgnis über hohe Ölpreise und steigende Anleiherenditen überlagern könnte. Jake Dollarhide, Chef der Vermögensverwaltung Longbow Asset Management, bringt es auf den Punkt: Viele Anleger seien erleichtert, dass die Märkte möglicherweise wieder stärker auf Unternehmensgewinne schauen und weniger auf Anleihemärkte, persistente Ölpreise und hohe Zinsen.

Doch bislang ist dieser Hoffnung nicht wirklich Erfolg beschieden. Am Dienstag eröffneten vier große amerikanische Banken die Berichtssaison mit ihren Quartalszahlen. Goldman Sachs und Citigroup übertrafen beide die hohen Gewinnerwartungen – und dennoch rutschten ihre Aktien an der Wall Street ins Minus. Der Dow Jones verlor 0,4 Prozent, der Technologieindex Nasdaq gab moderate 0,2 Prozent ab. Immerhin: Die Apple-Aktie erklomm im Tagesverlauf ein neues Rekordhoch und half damit, die Technologiewerte zu stützen.

In Asien zeigt sich nun eine Gegenbewegung. Die KI-Aktien erholen sich von ihrem jüngsten Ausverkauf. Der japanische Nikkei gewinnt 0,8 Prozent, der südkoreanische Kospi-Index über ein Prozent. Besonders die Chiphersteller Samsung Electronics und SK Hynix sind wieder gefragt. Sollte dieser Erholungstrend anhalten, könnte auch der DAX mit einem Plus in den Tag starten. Der Broker IG Markets taxierte den deutschen Leitindex gut zwei Stunden vor Handelsbeginn mit einem Plus von 0,33 Prozent. Zum Vergleich: Am Dienstag war der DAX nach starkem Start leicht ins Minus auf 25.259 Punkte gedriftet.

Die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer richtet sich heute auf die US-Inflationsdaten, die um 14:30 Uhr veröffentlicht werden. Sie versprechen weitere Klarheit über den künftigen Zinskurs der Federal Reserve. Die Mehrheit der Marktteilnehmer erwartet derzeit, dass die Fed ihren Leitzins bei ihrer nächsten Sitzung am 28. Oktober unverändert lässt. Auch die Ölpreise werden das Tagesgeschehen mitbestimmen – am frühen Morgen notiert Brent-Nordseeöl leicht höher bei 106,35 Dollar pro Barrel.

Viele Investoren sind erleichtert, dass die Märkte nun vielleicht mehr auf die Unternehmensgewinne schauen und weniger auf den Anleihemarkt, anhaltend hohe Ölpreise und hohe Zinsen
— Jake Dollarhide, Chef der Vermögensverwaltung Longbow Asset Management
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