Cornell-Vergewaltigungsfall: Anwältin erhält Drohungen zur Klagerücknahme

Eine Studentin wurde unter Drogen gesetzt und über Stunden von mehreren Studenten vergewaltigt; sie erhält nun Drohungen zur Einschüchterung.
Diese Typen sollten im Keller ihrer Mutter bleiben
Der Anwalt der Klägerin reagiert auf Drohungen, die darauf abzielen, die Zivilklage fallen zu lassen.
Mark

Was genau wird Jane Doe vorgeworfen – oder besser gesagt, was wirft sie den sieben Studenten vor?

Mimi

Sie sagt, dass sie im Oktober 2024 in einem Verbindungshaus unter Drogen gesetzt wurde und dann über Stunden von mehreren dieser Studenten vergewaltigt wurde. Das ist der Kern der Zivilklage, die sie jetzt eingereicht hat.

Luke

Und damals, im Oktober 2024, wurde strafrechtlich nichts unternommen? Das ist ein wichtiger Punkt – warum nicht?

Mimi

Genau. Die Staatsanwälte im Tompkins County verfolgten die Vorwürfe damals nicht. Das ist einer der Gründe, warum es jetzt solche Proteste gibt – nicht nur gegen die beschuldigten Studenten, sondern auch gegen die Behörden selbst.

Mark

Und jetzt, wo sie die Zivilklage eingereicht hat, wird sie bedroht?

Mimi

Ja. Ihr Anwalt Thomas Giuffra sagt, dass Jane Doe zahlreiche Drohungen erhalten hat – Drohungen, die darauf abzielen, sie zum Schweigen zu bringen oder die Klage zurückzuziehen. Auch er selbst wurde bedroht.

Luke

Hat Giuffra spezifiziert, woher diese Drohungen kommen? Sind es die beschuldigten Studenten selbst, oder Unterstützer von ihnen, oder einfach unbekannte Personen?

Mimi

Das wird in den Berichten nicht konkret gesagt. Giuffra spricht von "diesen Leuten" und beschreibt sie als widerwärtig, aber er nennt keine spezifische Quelle.

Mark

Und die Universität – wie reagiert Cornell auf all das?

Mimi

Der Präsident Michael Kotlikoff kündigte an, dass die Universität die Rolle von Studentenverbindungen auf dem Campus untersuchen werde. Er sagte auch, dass Zugehörigkeit zu einer Gruppe niemals die individuelle Verantwortung mindern dürfe.

Luke

Das klingt nach einer Reaktion auf den öffentlichen Druck. Aber hat die Universität konkrete Maßnahmen gegen die beschuldigten Studenten eingeleitet?

Mimi

Das wird in den verfügbaren Informationen nicht erwähnt. Es geht hauptsächlich um die angekündigte Untersuchung der Verbindungen insgesamt.

Mark

Und die Gouverneurin hat eine Sonderermittlerin ernannt?

Mimi

Ja, genau. Sie ernannte eine Sonderermittlerin, um den Fall neu zu untersuchen und zu prüfen, wie die lokalen Behörden damit umgegangen sind.

Luke

Aber Trump kritisierte diese Ernennung. Das ist interessant – es zeigt, wie schnell dieser Fall politisiert wird, obwohl es um eine Studentin geht, die Gerechtigkeit sucht.

  • Eine Studentin, die angibt, im Oktober 2024 unter Drogen gesetzt und stundenlang von sieben Kommilitonen vergewaltigt worden zu sein, erhält nun Drohungen, ihre Zivilklage zurückzuziehen – obwohl die Strafverfolgung damals ausblieb.
  • Ihr Anwalt Thomas Giuffra berichtet öffentlich von Einschüchterungsversuchen gegen seine Mandantin und gegen ihn selbst, und nennt die Verantwortlichen mit unverhohlener Schärfe.
  • An der Cornell University brechen massive Proteste aus, die sich gegen die beschuldigten Studenten, die Hochschule und die lokalen Staatsanwälte richten, die den Fall ursprünglich nicht verfolgten.
  • New Yorks Gouverneurin ernennt eine Sonderermittlerin, um den Fall neu aufzurollen – doch Präsident Trump politisiert den Schritt sofort mit öffentlicher Kritik.
  • Cornell-Präsident Kotlikoff kündigt eine Untersuchung der Verbindungskultur auf dem Campus an und betont, dass Gruppenzugehörigkeit individuelle Verantwortung niemals aufheben dürfe.

Im Schatten einer Elite-Universität kämpft eine junge Frau nicht nur um Gerechtigkeit für das, was ihr im Oktober 2024 in einem Verbindungshaus widerfahren sein soll, sondern auch gegen eine Welle der Einschüchterung, die sie zum Schweigen bringen will. Der Fall Jane Doe gegen sieben Cornell-Studenten hat eine Gesellschaft aufgewühlt, die sich fragen muss, wie viel Schutz Institutionen und Gemeinschaften jenen gewähren, die Macht besitzen – und wie wenig jenen, die sie herausfordern. Während Ermittler, Universitätspräsidenten und Gouverneurinnen reagieren, bleibt die eigentliche Frage bestehen: Wer schützt die, die Gerechtigkeit suchen, vor denen, die sie fürchten?

Im Oktober 2024 soll eine Studentin der Cornell University in einem Verbindungshaus unter Drogen gesetzt und über Stunden von sieben Kommilitonen vergewaltigt worden sein. Strafrechtliche Konsequenzen blieben damals aus. Monate später hat die Frau, die unter dem Namen Jane Doe bekannt ist, eine Zivilklage eingereicht – und wird seither nach Angaben ihres Anwalts systematisch unter Druck gesetzt.

Thomas Giuffra berichtete CNN, dass sowohl seine Mandantin als auch er selbst Drohungen erhalten hätten, die unmissverständlich auf eine Klagerücknahme abzielten. Giuffra reagierte öffentlich mit scharfen Worten: Er habe keine Angst, aber die Versuche, den Status quo zu schützen, seien widerwärtig. Die Vorwürfe richten sich gegen Mitglieder der Verbindung Chi Phi auf dem Campus.

Der Fall hat massive Proteste ausgelöst – gegen die Beschuldigten, gegen die Universität und gegen die Staatsanwaltschaft im Tompkins County, die die ursprünglichen Vorwürfe nicht verfolgt hatte. Cornell-Präsident Michael Kotlikoff kündigte daraufhin eine Untersuchung der Verbindungskultur an und betonte, dass Zugehörigkeit zu einer Gruppe niemals individuelle Verantwortung mindern dürfe.

New Yorks Gouverneurin ernannte eine Sonderermittlerin, um den Fall neu zu beleuchten. Präsident Trump kritisierte diesen Schritt öffentlich und erklärte, er habe Mitleid mit jedem, gegen den diese Ermittlerin vorgehe. Giuffra reagierte mit Nachdruck: Es gehe hier nicht um Politik, sondern um eine Studentin, die Gerechtigkeit sucht – und die dafür bedroht wird.

Im Oktober 2024 soll eine Studentin der Cornell University in einem Verbindungshaus unter Drogen gesetzt und anschließend über Stunden von sieben ihrer Kommilitonen vergewaltigt worden sein. Damals wurde niemand strafrechtlich verfolgt. Nun, Monate später, hat die Frau – die unter dem Namen Jane Doe bekannt ist – eine Zivilklage eingereicht. Doch statt Ruhe zu finden, wird sie nach Angaben ihres Anwalts systematisch eingeschüchtert.

Thomas Giuffra, der Jane Doe vertritt, berichtete dem Nachrichtensender CNN, dass seine Mandantin zahlreiche Drohungen erhalten habe. Die Botschaft war unmissverständlich: Ziehe die Klage zurück, oder es werde dir Schaden zugefügt. Auch Giuffra selbst wurde bedroht. In einem Interview sprach er offen über die Natur dieser Einschüchterungsversuche und beschrieb die Verantwortlichen mit deutlichen Worten. Er sagte, er habe keine Angst vor diesen Menschen, aber die Drohungen und Beschimpfungen, die darauf abzielten, den Status quo zu schützen, seien widerwärtig. Seine Worte waren scharf: Diese Leute sollten in den Kellern ihrer Mütter bleiben und sich aus der Welt heraushalten.

Der Fall hat an der Elite-Universität im New Yorker Ithaca massive Proteste ausgelöst. Die Kritik richtete sich nicht nur gegen die beschuldigten Studenten, sondern auch gegen die Universität selbst und gegen die Staatsanwälte im Tompkins County, die die ursprünglichen Vorwürfe nicht verfolgt hatten. Am Samstag kündigte Cornell-Präsident Michael Kotlikoff in einer Videobotschaft an, dass die Universität die Rolle von Studentenverbindungen auf dem Campus untersuchen werde. In seiner Stellungnahme räumte er ein, dass solche Organisationen ihren Mitgliedern Freundschaft, Zugehörigkeit, Mentoring und Gemeinschaftsgefühl bieten können – aber betonte zugleich, dass die Zugehörigkeit zu einer Gruppe niemals die individuelle Verantwortung mindern dürfe.

Die Vorwürfe konzentrieren sich auf das Verbindungshaus von Chi Phi auf dem Campus. Der Fall hat nicht nur in den USA für Fassungslosigkeit gesorgt. New Yorks Gouverneurin reagierte auf den öffentlichen Druck und ernannte in der vergangenen Woche eine Sonderermittlerin, um den Fall neu zu untersuchen und die anfängliche Behandlung durch die lokalen Behörden zu überprüfen.

Doch auch diese Reaktion ist bereits politisiert worden. US-Präsident Donald Trump, der die Gouverneurin seit Jahren kritisiert, griff ihre Ernennung der Sonderermittlerin scharf an. Er sagte gegenüber Reportern, dass er Mitleid mit jedem habe, gegen den diese Ermittlerin ermittle, da sie keine faire Behandlung erfahren würden. Als Giuffra auf Trumps Kommentar angesprochen wurde, betonte er nachdrücklich, dass der Fall nicht politisiert werden dürfe. Es gehe hier nicht um Politik, sondern um eine Studentin, die Gerechtigkeit sucht, während sie gleichzeitig unter Druck gesetzt wird, ihre Ansprüche fallen zu lassen.

Sie hat zahlreiche Drohungen erhalten. Auch ich bin bedroht worden.
— Thomas Giuffra, Anwalt der Klägerin, gegenüber CNN
Aber die Zugehörigkeit zu einer Gruppe kann niemals die individuelle Verantwortung mindern.
— Michael Kotlikoff, Präsident der Cornell University
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