Amanpour (68) beendet ihre Karriere bei CNN nach vier Jahrzehnten intensiver Berichterstattung aus Kriegsgebieten und Interviews mit Weltpolitikern. Ihre Sendung »Amanpour« läuft ab 2027 nur noch wöchentlich, »Amanpour and Company« bei PBS endet zum Jahresende; ihr Podcast wird fortgesetzt.
Christiane Amanpour verlässt CNN nach 43 Jahren
Seid immer wahrhaftig, nicht neutral
Was bedeutet dieser Abschied für CNN konkret? Es ist ja nicht nur eine Person, die geht.
Es ist das Ende einer Ära. Amanpour war das Gesicht von CNNs internationaler Berichterstattung – nicht nur eine Moderatorin, sondern eine Marke. Ihre Sendung war ein Qualitätssiegel.
Aber wir sollten ehrlich sein: Wir wissen nicht, ob das ein freiwilliger Abschied ist oder ob CNN unter Paramount-Druck diese Entscheidung mitgestaltet hat. Die Übernahme war gerade abgeschlossen.
Sie sagt selbst, es war ihre Entscheidung nach vielen Monaten Überlegung.
Das stimmt. Und sie ist 68 Jahre alt. Nach vier Jahrzehnten intensiver Arbeit aus Kriegsgebieten – das zehrt. Hinzu kommt ihre Krebserkrankung, die sie öffentlich gemacht hat.
Richtig, aber die Timing-Frage bleibt. Warum jetzt, warum so ein gestaffelter Abschied über Monate hinweg? Das deutet auf Verhandlungen hin.
Und was passiert mit ihrem Erbe? Mit der Art von Journalismus, die sie verkörpert hat?
Das ist die eigentliche Frage. Sie hinterlässt CNN die Botschaft: "Seid immer wahrhaftig, nicht neutral." Das ist eine Kritik und ein Vermächtnis zugleich.
Eine Kritik, die suggeriert, dass CNN möglicherweise in eine andere Richtung geht. Aber das ist Interpretation. Was wir wissen: Sie geht, ihre Sendungen enden, und CNN gehört jetzt Paramount.
Wird es jemanden geben, der ihre Arbeit fortsetzt?
Das wissen wir noch nicht. CNN hat das nicht angekündigt. Das ist das Beunruhigende – nicht nur dass sie geht, sondern dass unklar ist, wie der Sender diese Lücke füllt.
Il Polso
- Christiane Amanpour (68) verlässt CNN nach 43 Jahren
- Ihre Sendung »Amanpour« endet Ende Mai 2027, »Amanpour and Company« bei PBS zum Jahresende
- CNN wurde im Oktober 2026 für etwa 81 Milliarden Dollar von Paramount übernommen
- Amanpour machte 2021 ihre Eierstockkrebs-Diagnose öffentlich
Amanpour (68) beendet ihre Karriere bei CNN nach vier Jahrzehnten intensiver Berichterstattung aus Kriegsgebieten und Interviews mit Weltpolitikern. Ihre Sendung »Amanpour« läuft ab 2027 nur noch wöchentlich, »Amanpour and Company« bei PBS endet zum Jahresende; ihr Podcast wird fortgesetzt.
Die renommierte CNN-Korrespondentin Christiane Amanpour verlässt den US-Nachrichtensender nach 43 Jahren. Ihre Sendungen sollen bis Mai 2027 auslaufen, während sie sich neuen Projekten widmet.
Christiane Amanpour, die Stimme aus den gefährlichsten Orten der Welt, verlässt CNN. Nach 43 Jahren beim US-amerikanischen Nachrichtensender gab die 68-jährige Journalistin ihren Abschied bekannt – eine Entscheidung, die sie nach vielen Monaten der Überlegung und, wie sie selbst sagte, einigen schlaflosen Nächten traf. In einer vom Sender veröffentlichten Erklärung beschrieb sie CNN als ihren "Partner in 43 fantastischen Jahren" und kündigte an, sich vom Unternehmen zu trennen.
Der Abschied wird sich über mehrere Monate erstrecken. Anfang 2027 wird ihre Flaggschiff-Sendung "Amanpour" bei CNN International zunächst auf ein wöchentliches Format reduziert, bevor sie Ende Mai ganz eingestellt wird. Im Juni folgt dann Amanpours eigener Abgang vom Sender. Parallel dazu endet auch ihre Sendung "Amanpour and Company" beim öffentlich-rechtlichen US-Sender PBS zum Jahresende. Nicht alle ihrer Projekte werden beendet – ihren Podcast "The Ex Files", den sie gemeinsam mit ihrem Ex-Mann Jamie Rubin produziert, plant sie fortzusetzen und freut sich auf "interessante neue Projekte" in der Zukunft.
In ihrer Abschiedsbotschaft betonte Amanpour ihre anhaltende Unterstützung für CNN und ihr Engagement für unabhängige Berichterstattung. Sie hinterließ dem Sender und seinem Publikum einen Leitsatz, der ihre Karriere zusammenfasst: "Seid immer wahrhaftig, nicht neutral." Diese Maxime hat Amanpour während ihrer Jahrzehnte als Korrespondentin gelebt – sie berichtete aus Kriegsgebieten auf der ganzen Welt und führte Interviews mit führenden Politikern, ohne dabei die journalistische Integrität zu opfern.
Amanpours Entscheidung fällt in eine turbulente Zeit für CNN selbst. Der Sender durchlebt derzeit eine massive Umstrukturierung. Im Oktober 2026 wurde die rund 81 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount abgeschlossen, wobei Paramount selbst von Skydance kontrolliert wird. Diese Transaktion bedeutet, dass nun zwei der größten US-Nachrichtenmarken – CBS und CNN – unter demselben Konzern-Dach vereint sind.
Über ihre journalistische Arbeit hinaus hat Amanpour in den vergangenen Jahren auch ihre persönliche Gesundheit in den Fokus gerückt. 2021 machte sie öffentlich, dass bei ihr Eierstockkrebs diagnostiziert worden war. Die Erkrankung kehrte später zurück. Sie sprach offen über die Krankheit, bezeichnete sie als "unsichtbaren Killer" und ermutigte andere, alle verfügbaren medizinischen Untersuchungen in Anspruch zu nehmen. Diese Offenheit über ihre eigene Vulnerabilität ergänzte ihre Arbeit als Berichterstatterin aus den schwierigsten Ecken der Welt – eine Karriere, die sie zu einer der bekanntesten internationalen Journalistinnen des US-Fernsehens gemacht hat.
Citazioni salienti
Nach vielen Monaten des Nachdenkens und einigen schlaflosen Nächten habe ich beschlossen, mich von CNN zu trennen – meinem Partner in 43 fantastischen Jahren— Christiane Amanpour
Seid immer wahrhaftig, nicht neutral— Christiane Amanpour in ihrer Abschiedserklärung