BSI warnt Politiker vor möglicher Spähsoftware auf iPhones

Alles Weitere sei derzeit Spekulation.
Digitalminister Wildberger lässt offen, welche Geräte betroffen sind und wer hinter den Angriffen steckt.
Mark

Was ist hier eigentlich passiert?

Mimi

Apple hat auf mögliche Kompromittierungen bestimmter Geräte hingewiesen, das BSI hat Politiker informiert und ihnen Handlungsschritte genannt.

Mark

Und der Minister bestätigt das?

Mimi

Ja, im »Bericht aus Berlin«. Er lobte die schnelle Reaktion des BSI.

Luke

Wichtig ist: Es heißt »möglicherweise«. Bestätigt ist die Warnung, nicht eine tatsächliche Infektion.

Mark

Weiß man, wer dahintersteckt?

Mimi

Nein. Wildberger nannte keine Urheber und sprach von Spekulation.

Luke

Auch Zahl und Namen der Betroffenen oder die Art der Geräte nennt die Quelle nicht. Das ist schlicht unbekannt.

Mark

Warum erwähnt er künstliche Intelligenz?

Mimi

Er sieht keinen zwingenden Zusammenhang, Spähsoftware gebe es schon lange.

Luke

Dass staatliche Akteure Spyware nutzen, ist allgemein bekannt. Für diesen Fall ist das aber nicht belegt.

  • Apple hat Hinweise gegeben, dass bestimmte iPhones möglicherweise mit Spähsoftware infiziert sind, und das Thema trifft damit direkt den politischen Betrieb.
  • Das BSI hat schnell reagiert und die Betroffenen informiert, doch die Warnung kam ohne Gerätenamen, ohne Angriffsdetails und ohne Urheber.
  • Digitalminister Wildberger spricht von Besorgnis, weist aber Spekulationen zurück und sieht keinen Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz.
  • Die Lage bleibt unklar: Ob staatliche Akteure beteiligt sind und wie viele Geräte betroffen sind, muss erst durch weitere Angaben von BSI oder Apple geklärt werden.

In einer Zeit, in der das Smartphone zum persönlichsten Werkzeug und zugleich zum verletzlichsten Ort des Politischen geworden ist, hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik Politikerinnen und Politiker vor möglicher Spähsoftware auf ihren iPhones gewarnt. Den Anstoß gab ein Hinweis des Herstellers Apple, dessen Inhalt Digitalminister Karsten Wildberger zwar bestätigt, im Detail aber noch im Dunkeln lässt. Wer dahintersteckt und wie weit der Vorfall reicht, ist vorerst offen, und damit bleibt auch unklar, ob hier ein begrenzter Angriff oder ein Schlaglicht auf eine größere Bedrohung vorliegt.

Im »Bericht aus Berlin« hat Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) bestätigt, was zuvor Politikerinnen und Politiker in Deutschland erreicht hatte: Auf ihren iPhones könnte Spähsoftware installiert sein. Die Warnung stammt vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, kurz BSI.

Ausgelöst wurde sie laut Wildberger durch einen Hinweis von Apple. Der Konzern hatte darauf aufmerksam gemacht, dass bestimmte Geräte möglicherweise kompromittiert wurden. Das BSI habe »superschnell reagiert«, die Betroffenen informiert und zugleich erklärt, welche Schritte sie nun unternehmen sollten.

Was genau geschehen ist, bleibt offen. Welche Geräte oder Angriffe betroffen sind, ließ der Minister unbeantwortet; alles Weitere sei Spekulation. Einen Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz sieht er nicht, da Spähsoftware für Smartphones seit Langem existiert. Dennoch nannte er den Vorfall besorgniserregend.

Spyware wird ohne Wissen der Nutzer installiert und kann Nachrichten, Fotos, Standortdaten und Tastatureingaben auslesen. Eingeschleust wird sie etwa über manipulierte Anhänge, gefälschte Links oder Sicherheitslücken, besonders gefürchtet sind Zero-Klick-Angriffe, die ohne jede Handlung des Opfers funktionieren. Genutzt wird solche Software nicht nur von Kriminellen, sondern auch von staatlichen Akteuren. Ob dies hier eine Rolle spielt, ließ der Minister offen.

Welche Dimension der Vorfall hat und wer dahintersteckt, ist bislang unbekannt. Weitere Angaben von BSI und Apple stehen noch aus.

Im »Bericht aus Berlin« hat Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) eine Warnung bestätigt, die zuvor Politiker in Deutschland erreicht hatte: Auf ihren iPhones könnte Spähsoftware installiert worden sein. Die Warnung kam vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, kurz BSI.

Auslöser war nach Wildbergers Darstellung ein Hinweis von Apple. Der Konzern habe darauf aufmerksam gemacht, dass bestimmte Geräte möglicherweise mit Spähsoftware kompromittiert worden seien. Das BSI habe daraufhin »superschnell reagiert«, so der Minister, und die Betroffenen informiert. In diesen Mitteilungen sei zugleich erklärt worden, welche Schritte die Nutzerinnen und Nutzer nun unternehmen sollten.

Was genau passiert ist, bleibt bislang offen. Um welche konkreten Geräte oder Angriffe es geht, ließ Wildberger unbeantwortet. Alles Weitere sei derzeit Spekulation, sagte er. Auch einen zwingenden Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz sehe er nicht, denn Spähsoftware auf Smartphones gebe es schon seit längerer Zeit. Trotzdem bezeichnete er den Vorfall als besorgniserregend.

Bei sogenannter Spyware handelt es sich um Schadsoftware, die ohne Wissen oder Zustimmung der Nutzer auf Smartphones oder Computern installiert wird. Sie kann Nachrichten, Fotos, Standortdaten und Tastatureingaben auslesen. Je nach Programm sind auch Zugriffe auf Telefonate oder das Mikrofon möglich.

Auf die Geräte gelangt solche Software zum Beispiel über manipulierte E-Mail-Anhänge, gefälschte Links oder Sicherheitslücken. Als besonders gefährlich gelten Zero-Klick-Angriffe: Dabei kann ein Gerät unter Umständen schon infiziert werden, ohne dass jemand einen Link anklickt oder eine Datei öffnet.

Eingesetzt wird Spyware nicht nur von Kriminellen oder Stalkern. Auch staatliche Akteure nutzen solche Programme, um Menschen gezielt zu überwachen. Ob das im aktuellen Fall eine Rolle spielt, sagte der Minister nicht.

Welche Dimension der Vorfall hat und wer hinter den Angriffen stecken könnte, ist bislang nicht bekannt. Weitere Angaben von BSI oder Apple stehen aus.

Das BSI habe »superschnell reagiert« und die Betroffenen informiert.
— Karsten Wildberger, Digitalminister (CDU)
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