Bilger fordert von Bahn spürbare Verbesserung bis 2029

Das Konzept so funktioniert nicht mehr
Bilger über die gescheiterten Korridorsanierungen, die nach Abschluss nicht zu besserer Pünktlichkeit führten.
Mark

Was genau bedeutet diese Leistungsvereinbarung? Ist das einfach ein Vertrag, oder hat Bilger da echte Hebel?

Mimi

Es ist mehr als ein normaler Vertrag. Die Bundesregierung sagt: Wir geben euch 80 Milliarden Euro, aber nur wenn ihr konkrete Ziele erreicht. Das Geld ist an Bedingungen geknüpft — wie viel Pünktlichkeit, wie viele Strecken saniert, wie schnell. Das schafft Druck, weil die Bahn nicht einfach Geld ausgeben kann, wie sie will.

Luke

Aber wie wird das kontrolliert? Wer überprüft, ob die Bahn die Ziele wirklich erreicht? Und was passiert, wenn sie es nicht tun — zieht der Bund das Geld zurück?

Mimi

Das sind gute Fragen, und die Antworten sind noch nicht ganz klar. Bilger hat angekündigt, dass er bald einen Vorschlag machen wird. Es geht um intensive Gespräche zwischen Bund und Bahn.

Mark

Das Hamburg-Berlin-Beispiel ist ja verheerend — zehn Monate Sperrung, dann 25 Prozent Pünktlichkeit. Wie kann das passieren?

Mimi

Das zeigt, dass das alte Konzept der Korridorsanierungen nicht funktioniert. Man sperrt eine Strecke komplett, macht Bauarbeiten, und dann läuft es nicht. Bilger will das ändern — ein neues Konzept, das garantiert, dass es danach auch wirklich funktioniert.

Luke

Aber das ist ja das Versprechen, das die Bahn schon gemacht hat. Warum sollte ein neues Konzept besser funktionieren, wenn das alte Konzept schon gescheitert ist?

Mimi

Das ist der Punkt. Bilger sagt: Das alte Konzept funktioniert nicht, also müssen wir es ändern. Aber wie genau, das wird er noch vorstellen. Es ist noch nicht entschieden.

Mark

Und die 70 Prozent Pünktlichkeit bis 2029 — ist das realistisch?

Mimi

Bilger selbst sagt, dass es ambitioniert ist. Von 50 auf 70 Prozent in drei Jahren — das ist ein großer Sprung. Aber mit doppelt so viel Geld und einem neuen Konzept soll es möglich sein.

Luke

Das Problem ist: Wir wissen nicht, ob die Bahn die Kapazität hat, das zu schaffen. Es geht nicht nur um Geld, sondern auch um Fachkräfte, Material, Planung. Bilger setzt auf Druck und Geld, aber ob das reicht, ist offen.

  • Die Fernverkehrspünktlichkeit liegt bei erschreckenden 50 Prozent — jeder zweite Zug kommt zu spät, und das Vertrauen der Reisenden schwindet täglich weiter.
  • Das Scheitern der Korridorsanierung Hamburg-Berlin ist symptomatisch: Zehn Monate Totalsperrung, Millioneninvestitionen — und danach nur 25 Prozent Pünktlichkeit auf der sanierten Strecke.
  • Bilger bricht mit dem bisherigen Kurs und fordert ein grundlegend überarbeitetes Baustellenkonzept, das nach Abschluss der Arbeiten tatsächlich störungsfreien Betrieb garantiert.
  • Die neue Leistungsvereinbarung koppelt über 80 Milliarden Euro — doppelt so viel wie zuvor — an konkrete, messbare Ergebnisse und macht Effizienz zur Bedingung, nicht zur Option.
  • Das Ziel ist gesetzt: 70 Prozent Pünktlichkeit im Fernverkehr bis 2029 — ehrgeizig, aber nach Bilgers Worten nicht unmöglich, wenn die Bahn endlich liefert.

In einer Zeit, in der das Vertrauen der Bürger in staatliche Infrastruktur auf dem Prüfstand steht, hat Bundesverkehrsminister Steffen Bilger der Deutschen Bahn eine unmissverständliche Frist gesetzt: Bis 2029 muss das Bahnfahren in Deutschland spürbar besser werden. Mit einer neuen Leistungsvereinbarung über mehr als 80 Milliarden Euro versucht die Bundesregierung, Geld nicht länger als Selbstzweck, sondern als Hebel für echte Verantwortung einzusetzen. Es ist die alte Frage, die jede Gesellschaft irgendwann stellen muss: Wann wird aus einem Versprechen endlich eine Lieferung?

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger hat der Deutschen Bahn ein klares Ultimatum erteilt: Bis 2029 müssen Pendler und Reisende eine merkliche Verbesserung erleben — bei Pünktlichkeit, Sicherheit, Sauberkeit und Fahrgastkommunikation. Im ARD-Interview machte der CDU-Politiker deutlich, dass die Bundesregierung mit dem Versprechen angetreten ist, die marode Eisenbahninfrastruktur zu sanieren — und dass dieses Versprechen in drei Jahren, nicht in zehn, eingelöst werden muss.

Das konkreteste Ziel ist die Pünktlichkeit im Fernverkehr: Sie soll von derzeit rund 50 Prozent auf 70 Prozent steigen. Bilger räumt ein, dass dies ambitioniert ist — aber er hält es für erreichbar. Besonders scharf fällt seine Kritik an den bisherigen Korridorsanierungen aus. Das Paradebeispiel ist die Strecke Hamburg-Berlin: Nach über zehn Monaten Totalsperrung und intensiven Bauarbeiten lag die Pünktlichkeit dort bei gerade 25 Prozent. Ein Versprechen, das nicht eingelöst wurde.

Die nächste große Korridorsanierung zwischen Hannover und Berlin hat bereits begonnen und ist bis Dezember 2027 geplant. Insgesamt sollen in den kommenden Jahren mehr als 40 Streckenabschnitte mit über 4.000 Kilometern Gesamtlänge erneuert werden. Bilger will diesen Prozess nicht aufhalten, aber grundlegend neu gestalten — mit einem überarbeiteten Baustellenkonzept, das nach Abschluss der Arbeiten echten störungsfreien Betrieb sicherstellt.

Sein wichtigstes Druckmittel ist Geld mit Bedingungen. Die derzeit verhandelte Leistungsvereinbarung sieht mehr als 80 Milliarden Euro für die nächsten fünf Jahre vor — doppelt so viel wie im vorangegangenen Zeitraum. Bilger macht unmissverständlich klar: Wer doppelt so viel bekommt, muss doppelt so gute Ergebnisse liefern. Die nächsten drei Jahre werden zeigen, ob 2029 tatsächlich eine Wende bringt — oder ob es ein weiteres Versprechen bleibt, das unerfüllt verhallt.

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger hat der Deutschen Bahn ein klares Ultimatum gestellt: Bis 2029 muss sich das Fahrerlebnis für Millionen von Pendlern und Reisenden spürbar verbessern. Im ARD-Interview begründete der CDU-Politiker diese Forderung damit, dass die Bundesregierung mit dem Versprechen angetreten ist, die marode Eisenbahninfrastruktur wieder instand zu setzen. Wer diesen Auftrag annimmt, muss auch liefern können — und zwar nicht in zehn Jahren, sondern in drei.

Das konkreteste Ziel betrifft die Pünktlichkeit im Fernverkehr. Derzeit fahren Züge auf Langstrecken nur in etwa 50 Prozent der Fälle fahrplanmäßig an. Bilger hat 70 Prozent als Marke für 2029 ausgegeben. Er räumte ein, dass dies ein ehrgeiziges Ziel ist, aber eben nicht unmöglich. Daneben sollen auch Sicherheit, Sauberkeit und die Kommunikation mit Fahrgästen deutlich besser werden. Seine Vorgänger Patrick Schnieder und Bahnchefin Evelyn Palla haben bereits Sofortprogramme in Gang gesetzt, um diese Bereiche anzupacken.

Doch Bilger ist mit dem bisherigen Kurs nicht zufrieden. Das zeigt sich besonders an seiner Kritik an den sogenannten Korridorsanierungen — jenen Großbaustellen, bei denen wichtige Streckenabschnitte für Monate komplett gesperrt werden, um sie grundlegend zu erneuern. Das Konzept klingt logisch: Totalsperrung, intensive Arbeiten, dann wieder Betrieb. In der Praxis funktioniert es nicht. Das beste Beispiel ist die Strecke Hamburg-Berlin, die über zehn Monate bis zum Sommer saniert wurde. Danach betrug die Pünktlichkeit dort gerade 25 Prozent. Bis heute läuft die Strecke nach Aussage von Experten nicht störungsfrei. Das ist nicht nur eine Zahl — es ist ein Versprechen, das nicht eingelöst wurde.

Am Freitag begann die nächste große Korridorsanierung, diesmal zwischen Hannover und Berlin, geplant bis Dezember 2027. Die Deutsche Bahn hat angekündigt, dass in den kommenden Jahren mehr als 40 solcher Streckenabschnitte mit einer Gesamtlänge von über 4.000 Kilometern saniert werden sollen. Bilger will diesen Prozess nicht stoppen, aber er will ihn neu gestalten. Ein neues Baustellenkonzept soll sicherstellen, dass nach der Sanierung tatsächlich störungsfreier Betrieb möglich ist — nicht 25 Prozent Pünktlichkeit, sondern echte Verbesserung.

Das Druckmittel, das Bilger einsetzt, ist Geld — aber mit Bedingungen. Die Bundesregierung und der Bahnkonzern verhandeln derzeit über eine sogenannte Leistungsvereinbarung. Darin wird festgehalten, wie viel Geld der Bund in den nächsten fünf Jahren bereitstellt und wofür es verwendet werden muss. Die Summe ist beträchtlich: mehr als 80 Milliarden Euro. Das ist doppelt so viel wie in den vorangegangenen fünf Jahren. Bilger machte deutlich, dass diese massive Investition an eine klare Erwartung gekoppelt ist — das Geld muss effizient eingesetzt werden, und es muss zu spürbaren Verbesserungen führen.

Die Logik ist einfach: Wer doppelt so viel Geld bekommt, muss auch doppelt so gute Ergebnisse liefern. Bilger signalisiert damit, dass die Zeit der Ausreden vorbei ist. Die Bahn hat die Mittel, die Aufträge und die Frist. Jetzt geht es darum, ob sie auch die Fähigkeit hat, das Versprechen einzulösen. Die nächsten drei Jahre werden zeigen, ob 2029 tatsächlich das Jahr wird, in dem Bahnfahrer aufatmen können — oder ob es nur ein weiteres Versprechen bleibt, das nicht gehalten wird.

Bis 2029 soll es zumindest eine spürbare Verbesserung geben
— Bundesverkehrsminister Steffen Bilger
Das Geld muss effizient eingesetzt werden, damit es spürbar besser wird in unserer Infrastruktur
— Steffen Bilger
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